Mord an Lkw-Fahrer nach 25 Jahren möglicherweise aufgeklärt

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25 Jahre nach einem Mord an einem Lastwagenfahrer in Niedersachsen haben Ermittler einen Verdächtigen identifiziert (Symbolbild).

25 Jahre nach einem Mord an einem Lastwagenfahrer in Niedersachsen haben Ermittler einen Verdächtigen identifiziert (Symbolbild).

Foto: Silas Stein / dpa

Hannover.  Niedersächsische Ermittler haben einen Verdächtigen ermittelt. Er soll den Mann erschossen haben. Die Beweise reichen aber nicht für eine Anklage.

25 Jahre nach einem Mord an einem Lastwagenfahrer in Niedersachsen haben Ermittler einen Verdächtigen identifiziert. Für eine Anklage reichen die Beweise gegen den 56-Jährigen allerdings nicht, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag in Hannover mitteilten. Auf die Spur des Manns kamen sie durch neue wissenschaftliche Methoden und erneute Zeugenbefragungen. Sie gehen davon aus, dass er den Lasterfahrer 1995 auf einem Speditionsgelände in Hannover erschoss.

Lkw-Fahrer erschossen: Hat er den Täter bei illegalen Geschäften überrascht?

Nach Überzeugung der Ermittler überraschte das Opfer den Täter bei illegalen Geschäften und wurde deshalb von ihm ermordet. Auf dem ehemaligen Speditionsgelände in Misburg-Süd soll der Täter unter anderem Diebstähle begangen haben. Bei dem Verdächtigen handelt es sich nach Angaben der Ermittler um einen Mann, der wenige Monate später wegen eines Doppelmords nahe Helmstedt in Braunschweig verurteilt wurde und dafür bis 2018 in Haft saß. Danach wurde er in sein Heimatland Türkei abgeschoben, eine Wiedereinreise ist dem Mann verboten.

Erkenntnisse sind wichtig für die Familie

Für die Hinterbliebenen des Ermordeten seien die Erkenntnisse trotz fehlender Anklageerhebung wichtig, betonten Polizei und Staatsanwaltschaft. Diese seien „erleichtert“, nunmehr mit der „jahrelangen Ungewissheit“ über die Abläufe abschließen zu können.

Die Cold-Case-Ermittler hatten sich den zweieinhalb Jahrzehnte lang ungeklärten Fall Anfang 2019 noch einmal vorgenommen. Anfang 2020 wurde eine Belohnung von 3000 Euro für Hinweise ausgesetzt. Neue Erkenntnisse gab es, als das Landeskriminalamt die Spuren von 1995 noch einmal mit neuen wissenschaftlichen Methoden untersuchte. Auch seien mehrere Zeugen aus der damaligen Zeit erneut vernommen worden. Über die vermutliche Aufklärung des Mordfalls hatten auch die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ und die „Neue Presse“ berichtet.

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