Niedersachsen verlängert Weihnachtsferien mindestens um zwei Tage

Hannover.  Hintergrund für die Verlängerung der Ferien ist die höhere Sicherheit vor einer Coronainfektion an Weihnachten.

Niedersachsen verlängert die Weihnachtsferien um zwei Tage, um das Corona-Infektionsgeschehen einzudämmen.

Niedersachsen verlängert die Weihnachtsferien um zwei Tage, um das Corona-Infektionsgeschehen einzudämmen.

Foto: Ralf Hirschberger / dpa

Die Weihnachtsferien werden aufgrund der Corona-Pandemie vorgezogen. Auf welchen Tag genau, darüber wird vor dem Bund-Länder-Treffen am Mittwoch noch gerungen. So sieht ein Entwurf des Bundes offenbar den 16. Dezember vor, in Niedersachsen ist der 18. Dezember als letzter Schultag im Gespräch. Mit der Verlängerung der Ferien soll das Infektionsrisiko gesenkt werden.

„Über zwei zusätzliche freie Tage, an denen die Kinder und Jugendlichen ihre Kontakte zu anderen deutlich einschränken können, leisten wir schulseitig einen Beitrag, das Infektionsgeschehen vor Weihnachten abzudämpfen“, sagte Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) am Dienstag. Nach bisherigem Stand soll die Schule dann im neuen Jahr am 11. Januar wieder beginnen.

Längere Ferien sollen Corona-Ansteckungsrisiko reduzieren

Bislang war der 22. Dezember als letzter Schultag geplant gewesen. Zuvor hatten sich die Ministerpräsidenten bei ihren Gesprächen über die Corona-Regeln darauf geeinigt, die Ferien zu verlängern – mit Ausnahme von Bremen habe Einigkeit geherrscht, hieß es aus der Stuttgarter Staatskanzlei. Nach bisherigem Stand soll die Schule in Niedersachsen im neuen Jahr am 11. Januar wieder beginnen.

Schulseitiger Beitrag, um Infektionsgeschehen an Weihnachten einzuschränken

Niedersachsens Kultusministerin Grant Hendrik Tonne (SPD) hatte einen früheren Start zuletzt noch abgelehnt. Einen Tag vor den Beratungen der Länder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird mach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Verhandlungskreisen in der Regierungszentrale darüber nachgedacht, die Ferien noch früher starten zu lassen als von den Ländern vorgeschlagen. Merkel könnte sich demnach vorstellen, dass sie bereits ab 16. Dezember beginnen.

Schülervertreter fordern Unterricht im Wechsel

Bis die Weihnachtsferien beginnen, forderten Schülervertreter unterdessen, den Unterricht im Wechsel ablaufen zu lassen. Das Szenario B würde den Infektionsschutz verbessern und zur Beruhigung des Schulalltags beitragen, hieß es in einem offenen Brief an Kultusminister Tonne.

In vollbesetzten Klassenräumen und Schulbussen sei nicht ausreichend Abstand möglich, steht in dem Schreiben vom Dienstag. Im sogenannten Wechselmodell Szenario B werden die Klassen geteilt. Die Landesregierung versucht, die Schulen so lange wie möglich offen zu halten.

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