Tonne: Entscheidung über Wechselunterricht Schulleitern ersparen

Osnabrück.  Niedersachsens Kultusminister will das nicht den Schulen überlassen. Eine Weihnachtsferien-Verlängerung im neuen Jahr hält er für unwahrscheinlich.

26.11.2020, Niedersachsen, Hannover: Grant Hendrik Tonne (SPD), Kultusminister Niedersachsen, gibt in der Landespressekonferenz Auskunft über die Verlängerung des Teil-Lockdowns zur Eindämmung der Corona-Infektionszahlen. Foto: Julian Stratenschulte/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

26.11.2020, Niedersachsen, Hannover: Grant Hendrik Tonne (SPD), Kultusminister Niedersachsen, gibt in der Landespressekonferenz Auskunft über die Verlängerung des Teil-Lockdowns zur Eindämmung der Corona-Infektionszahlen. Foto: Julian Stratenschulte/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Foto: Julian Stratenschulte / dpa

Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne will es Schulleitern ersparen, selber über die Frage des Wechselunterrichts in der Corona-Krise entscheiden zu müssen. Das sei rechtlich schwierig, weil Schulleitungen keine Quarantänemaßnahmen verhängen dürften, sondern nur die Gesundheitsämter, sagte der SPD-Politiker der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Freitag). „Und zweitens würden wir die Schulleitungen einem enormen Druck aussetzen.“ Wechsele die Schule nicht ins Szenario B, beklagten sich die Eltern, gehe sie in den Wechselmodus, kritisierten das andere Eltern.

Tonne sagte: „Wir würden damit also ein massives Streitpotenzial vor den Schulen ablegen. Das ist mit mir nicht zu machen.“ Er sehe sich in der Pflicht, den Schulen solche Richtungskämpfe abzunehmen. In den vergangenen Wochen hatte es verstärkt Forderungen nach einem schnelleren und zentral vorgegebenen Wechsel in das Szenario B gegeben, um Ansteckungsrisiken für Lehrer, Schüler und deren Familien zu reduzieren. Niedersachsens Landesregierung schärft die Regeln für den Schulunterricht aber nach. Landesweit soll demnach in Hotspots ab 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen automatisch zu Wechselunterricht übergegangen werden.

Tonne: Verlängerung der Weihnachtsferien im neuen Jahr denkbar, aber unwahrscheinlich

Tonne erklärte auch, dass er zwar eine Verlängerung der Weihnachtsferien im neuen Jahr nicht ausschließen könne, dies nach aktuellem Stand aber unwahrscheinlich sei. „Ich sehe keine Notwendigkeit, die Ferien nach hinten raus zu verlängern. Ich gehe davon aus, dass die Schule am Montag, 11. Januar, ganz normal wieder startet“, sagte er dem Blatt.

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