Platzverweise für Saunagäste und Verstöße gegen Corona-Regeln

Cloppenburg.  In Cloppenburg haben es einige Mitbürger wahrlich übertrieben – mit einem Saunagang. Aber auch anderswo missachteten Menschen die Corona-Regeln.

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In Niedersachsen hatte die Polizei es am Wochenende mit diversen Verstößen gegen die Corona-Regeln zu tun. Zwei Landkreise stachen dabei besonders hervor.

In Niedersachsen hatte die Polizei es am Wochenende mit diversen Verstößen gegen die Corona-Regeln zu tun. Zwei Landkreise stachen dabei besonders hervor.

Foto: Oliver Mengedoht / FUNKE Foto Services

In den Kreisen Cloppenburg und Vechta hat die Polizei am Wochenende zahlreiche Verstöße gegen die Corona-Regeln geahndet und unter anderem eine Sauna geschlossen. Am Samstagabend wurden 17 Gäste ertappt, die in Cloppenburg gemeinsam auf engstem Raum schwitzten. Die meisten von ihnen bekamen einen Platzverweis, wie die Beamten am Sonntag mitteilten. Gegen den Sauna-Betreiber erging außerdem ein Betriebsverbot.

Mehr als 90 Verfahren nur in zwei Landkreisen

Nach weiteren Kontrollen gab es in den beiden westniedersächsischen Landkreisen mehr als 90 Ordnungswidrigkeiten-Verfahren, etwa im Zusammenhang mit Versammlungen und Partys ohne Mindestabstand oder das Tragen von Schutzmasken. Die Polizei hatte dabei nach eigenen Angaben alle Hände voll zu tun. “Insgesamt zeichnete sich während der Kontrollen zunehmende Uneinsichtigkeit ab“, hieß es.

Angriff auf Polizisten bei Corona-Party

Bei einer Party im Landkreis Osnabrück haben Feiernde Polizisten angegriffen und verletzt. Die Beamten hatten nach einem Hinweis sechs erheblich alkoholisierte Männer zwischen 20 und 44 Jahren in einer Partyhütte in Belm angetroffen, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Die Personen hätten sich unkooperativ und aggressiv gezeigt. Zur Feststellung der Identität sollte ein Partygast den Angaben zufolge mit zur Wache genommen werden. Dieser habe sich geweigert.

Als er zum Streifenwagen geführt werden sollte, griffen vier Männer die Polizisten an, hieß es. Die Beamten setzten Pfefferspray ein und nahmen alle Feiernden in Gewahrsam. Ein 21-Jähriger habe dabei einen 29 Jahre alten Polizisten so stark am Knie verletzt, dass dieser dienstunfähig gewesen sei. Die Polizei ermittelt wegen Verstoßes gegen die Regelungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie.

Auch in unserer Region gab es Verstöße

In Wolfenbüttel löste die Polizei am Samstag mehrere „Corona-Partys auf“, nachdem sie erst am Freitagabend ein feuchtfröhliches Zusammensein in Beuchte gesprengt hatte. Auch in Stederdorf (Kreis Peine) beendeten die Beamten einen geselligen Abend.

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