Rollende Marktwagen füllen Versorgungslücke im ländlichen Raum

In Niedersachsen sind mobile Marktwagen unterwegs. So auch in Ostfriesland. Dort bringt Alfred Iken Lebensmittel in die Dörfer.

In Niedersachsen sind mobile Marktwagen unterwegs. So auch in Ostfriesland. Dort bringt Alfred Iken Lebensmittel in die Dörfer.

Foto: Sina Schuldt / dpa

Hannover.  Mobile Händler können Versorgungslücken im ländlichen Raum füllen. Auch wenn die Lebensmittel-Versorgung in Deutschland insgesamt gut sei.

Mobile Kaufleute helfen nach Ansicht des Bundesverbandes des Deutschen Lebensmittelhandels (BVLH) in der Corona-Pandemie, die Nahversorgung im ländlichen Raum zu sichern. Zwar sei die Lebensmittel-Versorgung in Deutschland insgesamt gut, sagte BVLH-Sprecher Christian Böttcher der Deutschen Presse-Agentur. „Gerade im ländlichen Raum können die mobilen Händler aber eine Versorgungslücke füllen.“ Ein Vorteil rollender Tante-Emma-Läden oder fahrender Marktstände sei, dass sie, ähnlich wie Online-Lieferdienste, Waren kundennah bis an den Wohnort liefern. Zudem seien sie wegen ihres meist regionalen Angebots gefragt.

Mobile Marktwagen als zweites Standbein

Die Verkaufsstellen und Fahrtrouten müssten sich für die Kaufleute aber auch rechnen. Gerade strukturschwache, ländliche Räume böten nur geringe Rendite-Aussichten. Meist seien mobile Marktwagen daher lediglich ein zweites Standbein der Kaufleute. Dennoch: „Für die, die pfiffig sind, lohnt sich der mobile Handel“, sagte Böttcher.

In Niedersachsen sind mobile Marktwagen etwa in Ostfriesland sowie im Emsland und der Grafschaft Bentheim unterwegs. Nach BVLH-Angaben gibt es immer weniger mobile Händler. Statistiken gibt es dazu aber nicht.

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