Polizei-Nachrichten

Lüneburg: 74-Jährige erlag Verletzungen nach Messer-Angriff

| Lesedauer: 4 Minuten
Gegen den 76-jährigen Partner, der die 74-Jährige in Lüneburg umgebracht haben soll, ist Haftbefehl erlassen worden.

Gegen den 76-jährigen Partner, der die 74-Jährige in Lüneburg umgebracht haben soll, ist Haftbefehl erlassen worden.

Foto: Stephan Jansen / dpa

Lüneburg.  Europaweit gesuchter Straftäter ohne Bahnticket gefasst, „Maskenmann“ kommt nach Niedersachsen zurück – das sind heute wichtige Polizei-Nachrichten.

Eine 74-Jährige, die mutmaßlich von ihrem Lebenspartner in Lüneburg mit einem Messer angegriffen worden war, ist tot. Das teilte die Polizei am Donnerstag mit. Gegen den Verdächtigen war bereits ein Haftbefehl erlassen worden. Der Vorwurf lautet versuchter Totschlag.

Der 76-Jährige soll seine Partnerin am Samstag durch mehrere Messerstiche lebensbedrohlich verletzt haben. Dem sei bisherigen Ermittlungen zufolge ein Streit vorausgegangen, teilten die Beamten mit. In der gemeinsamen Wohnung habe der Mann mehrfach auf die Frau eingestochen und sie unter anderem am Rücken verletzt. Anschließend habe er den Rettungsdienst alarmiert und sei zunächst geflüchtet. Er wurde noch am Tattag gefasst. Die Frau kam in ein Krankenhaus, wo sie an den Folgen ihrer Verletzungen starb.

Europaweit gesuchter Straftäter ohne Bahn-Ticket gefasst

Die Bundespolizei hat einen europaweit gesuchten Straftäter am Hauptbahnhof Oldenburg festgenommen. Der 30-Jährige müsse in seiner Heimat Polen für fünf Jahre und acht Monate ins Gefängnis, teilten die Beamten am Donnerstag mit. Er war in der Nacht zu Mittwoch ohne gültigen Fahrschein in einen ICE in Delmenhorst eingestiegen.

Weil er bei der Ticket-Kontrolle angetrunken und aggressiv war, rief das Zugpersonal die Bundespolizisten hinzu. Dabei stellte sich der europäische Haftbefehl heraus – unter anderem wegen Drogendelikten, Einbruchdiebstahls und Angriffs auf einen Amtsträger. Der Mann wurde in eine Justizvollzugsanstalt gebracht und soll an die polnischen Behörden ausgeliefert werden.

„Maskenmann“: Kindermörder kommt wieder nach Niedersachsen

Der als „Maskenmann“ bekannte Kindermörder Martin N. kehrt aus Frankreich zurück in ein niedersächsisches Gefängnis. „Ein genaues Datum für die Rückkehr steht noch nicht fest“, sagte ein Sprecher des Justizministeriums in Hannover am Donnerstag. Zuvor hatten die „Neue Osnabrücker Zeitung“ („NOZ“) und die „Bild“ berichtet, dass der heute 50-Jährige in die Justizvollzugsanstalt Celle zurückkommt.

Der zu lebenslanger Haft verurteilte Serienmörder war Anfang des Jahres nach Frankreich ausgeliefert worden, weil die Staatsanwaltschaft Nantes wegen Mordes an einem Minderjährigen gegen ihn ermittelte. Medienberichten zufolge ist Martin N. Verdächtiger im Fall des Jungen Jonathan, der 2004 aus einem Schullandheim in Westfrankreich entführt worden war. Die Leiche des 1994 geborenen Kindes war wenige Wochen später entdeckt worden.

Der „NOZ“ zufolge gibt es offenbar zu wenige Beweise dafür, dass der Deutsche auch den französischen Jungen ermordet haben könnte. Der Sprecher des niedersächsischen Justizministeriums konnte zum Sachstand des Verfahrens in Frankreich nichts sagen.

In Deutschland hatte der Serientäter jahrelang kleine Jungen sexuell missbraucht und drei von ihnen im Alter von 8, 9 und 13 Jahren ermordet. Zwischen 1992 und 2001 schlich er sich in Norddeutschland nachts maskiert an die Betten seiner Opfer, oft in Schullandheimen und Zeltlagern; im Raum Bremen auch in Einfamilienhäusern. 2012 wurde der frühere Lehramtsstudent vom Landgericht Stade verurteilt.

Polizei und Zoll durchsuchen 18 Objekte rund um Soltau

Diverse Straftaten und Ordnungswidrigkeiten haben Ermittler bei einer großangelegten Durchsuchung von Gaststätten und anderen Gewerben im Heidekreis festgestellt. Bei der Razzia am Mittwoch hätten die Beamten unter anderem Verstöße gegen das Waffengesetz festgestellt, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Darüber hinaus seien drei Verfahren wegen des Verdachts der Ausbeutung von ausländischen Arbeitskräften eingeleitet worden. Die Aktion führte der Behördenzusammenschluss Räderwerk durch, der Rockerkriminalität und kriminelle Familienstrukturen bekämpfen will.

Bei dem Einsatz durchsuchten 125 Polizisten, Zollmitarbeiter sowie Kommunalbeamte 18 Gebäude. Dazu zählten auch Shisha-Bars, Raststätten und Autohändler. Die Beamten stellten dabei auch Verstöße gegen den Mindestlohn, die Arbeitsaufzeichnung, das Niedersächsische Glücksspiel- und das Tabakgesetz sowie das Bau- und das Lebensmittelrecht fest. Die Auswertung der Erkenntnisse dauert laut Polizei an.

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