Mordprozess

Plädoyers im Prozess um im Fluss versenkte 19-Jährige erwartet

Im Februar war Prozessbeginn: Drei Angeklagte sollen eine 19-Jährige gefesselt und mit einer Betonplatte lebend in der Weser versenkt haben.

Im Februar war Prozessbeginn: Drei Angeklagte sollen eine 19-Jährige gefesselt und mit einer Betonplatte lebend in der Weser versenkt haben.

Foto: Sina Schuldt / dpa

Verden/Aller.  Die Staatsanwaltschaft wirft den drei Angeklagten vor, die Frau im April 2020 getötet zu haben. Das Landgericht Verden verhandelt seit Februar.

Im Mordprozess um den gewaltsamen Tod einer gefesselten 19-Jährigen in der Weser werden am Montag (9 Uhr) die Plädoyers der Staatsanwaltschaft und der Verteidigung erwartet. Seit Februar verhandelt das Landgericht Verden den Fall, zwei Männer und eine Frau sitzen auf der Anklagebank. Die Staatsanwaltschaft wirft den drei Angeklagten vor, die wehrlose, psychisch kranke 19-Jährige im April 2020 grausam und aus niedrigen Beweggründen getötet zu haben, um andere Straftaten zu verdecken.

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Demnach wollten die Männer die Frau zunächst als Prostituierte vermarkten. Nachdem das nicht funktionierte, soll das Trio die 19-Jährige unbekleidet mit einem Stromkabel auf eine Waschbetonplatte gefesselt haben.

Einen Podcast zum Fall hören Sie hier.

Laut Anklage sollen die beiden Männer oder alle drei Angeklagte die Frau schließlich an der Weserschleuse in Balge im niedersächsischen Kreis Nienburg in den Fluss geworfen haben. Knapp drei Wochen später wurde die Leiche gefunden. Die Angeklagten haben sich während des Prozesses nicht zu den Vorwürfen geäußert.

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