Grippe

Großes Interesse an Grippeschutz-Impfungen in Niedersachsen

Eine Frauenärztin impft eine Frau gegen Grippe.

Eine Frauenärztin impft eine Frau gegen Grippe.

Foto: Jan Woitas / dpa

Hannover.  Seit Ende September kommen die Millionen Impfdosen nach und nach zum Einsatz, die zum Teil schon im vergangenen Winter bestellt worden sind.

Die Nachfrage nach Impfungen gegen Grippe ist in Niedersachsen vor dem Beginn der kalten Jahreszeit hoch. In einigen Arztpraxen würden die noch vorhandenen Mengen bereits knapp – insgesamt dürfte es aber genügend Impfstoff für alle Interessierten geben, erklärten der Hausärzteverband und die Kassenärztliche Vereinigung (KVN) laut einem Bericht des NDR am Montag.

Schon im vergangenen Winter seien viele Impfdosen bestellt worden, in der Summe rund 2,6 Millionen Stück. Die Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus wie Maskentragen und Abstand halten hatten zuletzt mit dazu geführt, dass Ansteckungen bei anderen Infektionskrankheiten wie der Grippe ebenfalls besser unter Kontrolle blieben. Allerdings wiesen Mediziner darauf hin, dass das Immunsystem auch bei Kindern nun weiter „trainiert“ werden müsse.

Impfdosen seit September im Einsatz

Seit Ende September kommen die Impfdosen zum Einsatz, für über 60-Jährige gibt es auch ein neues Serum. Erkältungen und Atemwegsinfekte hatten in den vergangenen Wochen besonders bei jüngeren Patienten wieder zugenommen.

Jakob Maske, Sprecher des Bundesverbandes der Kinder- und Jugendärzte, sprach von zahlreichen Fällen bei unter Sechsjährigen. Wegen Kita-Schließungen und anderer Corona-Maßnahmen im vorigen Winter und Frühjahr seien sie bisher nicht in Kontakt mit bestimmten Erregern gekommen. „Die Infekte werden jetzt nachgeholt.“ Nach Angaben der niedersächsischen Ärztekammer nehmen auch die Behandlungen in Kinderkliniken zu.

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