Corona-Verordnung

Corona-Beschlüsse: Diese Änderungen kommen auf Niedersachsen zu

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In vielen Bereichen gilt bald die 2G-Regel, das haben Bund und Länder beschlossen (Symbolbild).

In vielen Bereichen gilt bald die 2G-Regel, das haben Bund und Länder beschlossen (Symbolbild).

Foto: Stefan Sauer / dpa

Hannover.  Bund und Länder haben neue Regeln beschlossen. Bundesweit gilt bald 2G mit wenigen Ausnahmen. Niedersachsen ist in einigen Bereichen noch strenger.

Mit verschärften Corona-Maßnahmen wird das Leben vor allem für nicht geimpfte Menschen in Niedersachsen deutlich unbequemer. Bund und Länder haben sich am Donnerstag auf weitere Maßnahmen verständigt, um die Entwicklung der Pandemie zu bremsen. In vielen Bereichen ist Niedersachsen bereits so drastisch wie es der Beschluss vorsieht, in mehreren geht das Bundesland sogar noch einen Schritt weiter.

Bund und Länder haben sich auf Maßnahmen verständigt, die die Länder auch noch weiter verschärfen können. Das ist eine Art Mindeststandard. Solche Beschlüsse müssen nun auf Landesebene heruntergebrochen werden. Dabei geht es etwa darum, ab wann neue Regeln gelten. In Niedersachsen könnte das in der kommenden Woche der Fall sein. Das muss aber noch beraten werden.

Diese neuen Regeln kommen jetzt

Nicht geimpfte Menschen können künftig in vielen Geschäften nicht mehr einkaufen. Das sieht eine bundesweite 2G-Regel (vollständig geimpft oder genesen) vor. Dies hat es in Niedersachsen bislang noch nicht gegeben, allerdings hatte die Landesregierung eine solche Verschärfung auch bereits angekündigt. Geschäfte des sogenannten täglichen Bedarfs sind davon nicht betroffen, dort können nicht geimpfte Menschen auch weiterhin einkaufen. Das sind etwa sämtliche Lebensmittelgeschäfte oder Apotheken.

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Neu ist ebenfalls eine Einschränkung bei Veranstaltungen. Bei Veranstaltungen im Freien, also etwa Fußballspielen, dürfen laut Bund-Länder-Beschluss nur noch 30 bis 50 Prozent der verfügbaren Plätze belegt werden, maximal 15.000 Menschen. Diese Obergrenze lag im Bundesland bislang bei 25.000. Bei Veranstaltungen im Innenbereich dürfen künftig maximal 5000 Menschen zusammenkommen.

Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte

Nicht geimpfte Menschen dürfen sich bundesweit künftig mit weniger Menschen treffen. Private Zusammenkünfte bei Ungeimpften sind laut Beschluss im öffentlichen oder privaten Raum, nur noch mit dem eigenen Haushalt sowie maximal zwei Menschen eines weiteren Haushalts möglich. Kinder unter 14 Jahren sind hiervon ausgenommen. Ehepaare oder Lebensgefährten gelten auch als ein Haushalt, wenn sich nicht zusammen wohnen.

Der Verkauf von Feuerwerk und sämtlicher Pyrotechnik wird vor Silvester verboten. Außerdem soll es An- und Versammlungsverbote an Silvester sowie dem Neujahrstag auf publikumsträchtigen Plätzen geben. Das sollen Kommunen vor Ort festlegen.

So ist die Lage in der Region:

Wo Niedersachsen strenger ist

Das ist das Bundesland in einigen Bereichen. Bund und Länder haben sich etwa auf die 2G-Regel bei Kinos, Theatern oder Gaststätten geeinigt. Dort gilt in Niedersachsen seit Mittwoch fast flächendeckend die 2G-plus-Regel. Vollständig gegen das Coronavirus geimpft oder von einer Infektion genesen, reicht also nicht mehr. Menschen müssen sich zusätzlich negativ testen lassen.

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