Polizei Niedersachsen

Betrüger prellen in Niedersachsen 72-Jährige um 60.000 Euro

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ARCHIV - 11.10.2019, Bayern, Würzburg: Eine ältere Frau telefoniert mit einem schnurlosen Festnetztelefon. (zu dpa "Polizei warnt vor Enkeltrick - "Da gingen Unsummen über den Tisch") Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

ARCHIV - 11.10.2019, Bayern, Würzburg: Eine ältere Frau telefoniert mit einem schnurlosen Festnetztelefon. (zu dpa "Polizei warnt vor Enkeltrick - "Da gingen Unsummen über den Tisch") Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Foto: Karl-Josef Hildenbrand / dpa

Leer.  Betrüger bringen eine Rentnerin in Niedersachsen um 60.000 Euro. In Hannover hat die Polizei einen flüchtigen Häftling festgenommen.

Betrüger haben einer 72 Jahre alten Frau aus dem Landkreis Leer in Ostfriesland mit einem Schockanruf 60.000 Euro abgenommen. Die bislang unbekannten Täter hatten sich per Telefon bei der Frau gemeldet und als Polizisten ausgegeben, wie die Polizei in Leer am Freitag mitteilte. Demnach gaukelten die Täter der 72-Jährigen am Donnerstag vor, dass ihr Sohn einen tödlichen Unfall verursacht habe. Damit dieser nicht ins Gefängnis müsse, verlangten sie von der Mutter eine fünfstellige Kaution.

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Die 72-Jährige willigte ein und holte das Geld aus einem persönlichen Bankschließfach. Später übergab sie die Summe einem Mann, der von den Tätern am Telefon als Richter eines Amtsgerichtes vorgestellt worden war. Als die Frau kurz nach der Übergabe Kontakt zu ihrem Sohn hatte, bemerkte sie den Betrug.

Die Polizei warnte angesichts des Falles davor, sofortigen Bargeldforderungen am Telefon zu folgen. Polizeidienststellen und Verfolgungsbehörden verlangten keine Kautionszahlungen nach Unfällen und holten Gelder auch nicht bei Angehörigen ab. Vielmehr sollten bei solchen Anrufen stattdessen Familienangehörige und die Polizei verständigt werden.

Geflohener Häftling am Hauptbahnhof Hannover festgenommen

Ein in Bremen aus dem Gefängnis geflohener Straftäter ist am Hauptbahnhof Hannover festgenommen worden. Der Gesuchte habe am Donnerstagabend in einem Regionalzug gesessen, nach einem Fahndungshinweis hätten sich Beamte am Bahnsteig postiert, teilte die Bundespolizei am Freitag mit.

Sie hatten sich zuvor mit dem Zugbegleiter abgestimmt. Der überraschte Straftäter ließ sich demnach widerstandslos festnehmen. Er war nach Angaben der Bundespolizei am Mittwoch aus dem Gefängnis geflohen. Dort verbüßt er seit 2020 eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren und zwei Monaten wegen Raubes.

Milchtanklastwagen landet im Graben

Ein Milchtankwagen ist bei Surwold im Emsland von der Straße abgekommen und in einen Graben gefahren. Bevor der Lkw geborgen werden konnte, musste erst die Milch abgepumpt werden. Dies beeinträchtigte nach Polizeiangaben am Freitag den Verkehr auf der Bundesstraße B401, eine Fahrbahn war gesperrt.

Der 35 Jahre alte Fahrer war morgens mit seinem Tanklastzug aus noch ungeklärter Ursache auf den Grünstreifen geraten und verlor die Kontrolle. Der Lkw kippte eine Böschung hinunter und blieb in einem Graben liegen. Der Fahrer wurde leicht verletzt.

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