Magen-Darm-Krankheit

Dutzende Kinder erkranken an Norovirus – Schule geschlossen

Herrenberg.  In einer Schule in Baden-Württemberg haben sich 40 Kinder mit dem Norovirus infiziert. Die Schule wurde vorübergehend geschlossen.

Norovirus – Was man über die Magen-Darm-Erkrankung wissen muss

Norovirus

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In einer Grundschule in Baden-Württemberg haben sich 40 Kinder mit dem Norovirus infiziert. Das berichten verschiedene Medien unter Berufung auf eine Mitteilung der Schule in Herrenberg. Demnach ist die Schule geschlossen worden, um eine weitere Ausbreitung des Brechdurchfalls zu vermeiden.

Wie der SWR berichtet, hatte das für Herrenberg zuständige Gesundheitsamt Böblingen eine Schließung der Schule empfohlen, um die Infektionskette zu unterbrechen. Die 40 erkrankten Kinder machen mehr als ein Drittel der Schülerschaft aus: 115 Jungen und Mädchen besuchen die Grundschule.

Der Unterricht soll erst am Montag wieder aufgenommen werden; das Gebäude solle in der Zwischenzeit gründlich gereinigt werden, heißt es in dem Bericht.

Norovirus ist extrem leicht übertragbar

Noroviren gehören zu den häufigsten Erregern für plötzlich auftretenden Brechdurchfall. Sie sind sehr leicht übertragbar und weltweit verbreitet. Typische Symptome sind neben Übelkeit, Durchfällen und Erbrechen auch Bauchschmerzen und Mattigkeit.

Die Erreger werden über den Stuhl oder über Erbrochenes ausgeschieden. Sie können über Schmierinfektionen direkt von Mensch zu Mensch übertragen werden. Aber auch Speisen und Getränke – etwa verunreinigtes Wasser – sind eine mögliche Infektionsquelle.

Forscher unterschieden fünf Gruppen von Noroviren – mit römischen Ziffern von I bis V durchnummeriert. Drei davon setzen dem Menschen zu: GI, GII und GIV. Häufigster Genotyp beim Menschen ist GII.4.

Norovirus-Infektionen – mehr zum Thema

Immer wieder sorgen epidemieartige Norovirus-Infektionen für Schlagzeilen. Bei einer Ferienfreizeit in Niedersachsen hatten sich mehr als 40 Kinder infiziert. Bei einer Kreuzfahrt zwischen Brisbane und Neuseeland erkrankten 200 Menschen und mussten in Quarantäne. (fmg/dpa)

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