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Urlaub im Ausland: In welche Länder Sie 2020 reisen können

Sommerurlaub trotz Corona: In vielen Ländern ist er wieder möglich. Doch es gibt unterschiedliche Regeln und Maßnahmen. Ein Überblick.

Urlaub in Zeiten von Corona: Das müssen Sie wissen

Das Coronavirus hat die Urlaubsplanung vieler Menschen komplett umgeworfen. Doch es gibt Hoffnung für den spontanen Sommerurlaub: Immer mehr Lockerungen treten in Kraft.

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  • Einem Urlaub ins Ausland steht in vielen Fällen nichts mehr entgegen
  • Das Auswärtige Amt hat die Reisewarnungen für die meisten EU-Länder bereits aufgehoben
  • Doch an den verschiedenen Urlaubs-Zielen gelten unterschiedliche Regeln
  • Während mancherorts die Corona-Fallzahlen sinken, entwickeln sich woanders neue Corona-Hotspots
  • Der Sommerurlaub will daher gut geplant sein
  • Welche speziellen Einreiseregeln gelten für beliebte Urlaubsländer wie Italien, Spanien und Kroatien? Was müssen Touristen vor Ort beachten? Ein Überblick

Berlin. In mehr als der Hälfte der deutschen Bundesländer haben die Sommerferien bereits begonnen – und spätestens damit ist auch die Urlaubszeit gestartet. Noch vor wenigen Monaten war mit größter Unsicherheit behaftet, ob Urlaub im Sommer 2020 überhaupt möglich sein würde. Nun ist klar: Mit den Lockerungen wächst auch die Möglichkeit, ins Ausland zu reisen.

Zwar gilt die weltweite Reisewarnung des Auswärtigen Amtes generell noch bis zum 31. August, für die meisten EU-Staaten hatte die Bundesregierung die verhängten Reisewarnungen aber bereits Mitte Juni zurückgenommen.

Doch wo das Infektionsgeschehen wieder steigt, drohen neue Einschränkungen. Wir geben einen Überblick, was aktuell möglich ist – und wo Urlauber lieber Vorsicht walten lassen sollten.

Reisen ins Ausland – Was Urlauber jetzt wissen müssen

Insbesondere im Corona-Jahr 2020 sind spontane Reisen schwierig, vielleicht sogar unmöglich. Wer eine Auslandsreise plant, sollte daher gut im Voraus planen, sich vor Reiseantritt über die Situation im jeweiligen Land informieren und sich auch während des Auslandsaufenthalts über die aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden halten.

Eine gute Quelle für Informationen rund um die Reise ist das Auswärtige Amt (AA). Um deutsche Touristen entsprechend zu informieren, gibt das AA unter dem Stichwort „Sicher Reisen“ tagesaktuelle Hinweise zu den jeweiligen Reiseländern auf seiner Internetseite. Die Hinweise richten sich nach dem aktuellen Infektionsgeschehen.

Das Auswärtige Amt verweist zudem auf den Twitter-Account des Krisenreaktionszentrums des AA und auf seine Reise-App. Die App bietet unter anderem Checklisten für die Reisevorbereitung, die Adressen der Vertretungen des Reiselandes in Deutschland, Infos für Notfälle im Reiseland, die Adressen der deutschen Vertretungen im Reiseland sowie Reise- und Sicherheitshinweise per Push-Nachricht.

Wichtige Hinweise kann auch der jeweilige Reiseanbieter liefern. Zudem lohnt es sich immer, aktuelle Nachrichten zu verfolgen. Lesen Sie hier unsere aktuellen Nachrichten zum Coronavirus im News-Ticker.

Urlaub in Dänemark: Was ist in diesem Jahr möglich?

Nachdem die Dänen als eines der ersten Länder Europas am 14. März ihre Grenzen für Ausländer ohne konkreten Einreisegrund dichtgemacht hatten, können deutsche Reisende mittlerweile wieder einreisen. Einzige Bedingung: Sie müssen sechs Übernachtungen im Land gebucht haben.

Ausnahmen davon gelten etwa für Deutsche, die ein dänisches Sommerhaus besitzen, ihre Partner im Land besuchen wollen oder Einwohner Schleswig-Holsteins sind. In Dänemark ist die Infektionslage derweil sehr positiv, die Zahl der Neuinfektionen gering. Restaurants, Cafés und Geschäfte sind seit Mai wieder offen, eine Maskenpflicht besteht nicht.

Was für den Dänemark-Ausflug zu beachten ist:

  • Wer aus Deutschland einreisen möchte, muss nachweisen, dass er mindestens sechs Übernachtungen in einem Hotel, einem Ferienhaus oder auf einem Campingplatz gebucht hat, oder bei privaten Unterkünften eine Bestätigung der beherbergenden Person vorlegen
  • Es kommt zu verstärkten Einreisekontrollen sowie Gesundheitsprüfungen mit Temperaturmessungen; bei Krankheitssymptomen wird die Einreise verwehrt
  • Versammlungen im öffentlichen und privaten Raum mit mehr als 100 Personen sind untersagt
  • In Dänemark gibt es keine generelle Maskenpflicht, aber eine Abstandsregelung von mindestens einem Meter
  • Restaurants, Café, Geschäfte, kulturelle Einrichtungen und andere Einrichtungen wie Zoos, Schwimmbäder und Vergnügungsparks sind wieder geöffnet
  • Diskotheken und Nachtclubs sollen ab dem 8. August wieder öffnen dürfen

Griechenland: Welche Regeln gelten hier?

Das sind die schönsten Reiseziele in Griechenland
Das sind die schönsten Reiseziele in Griechenland

Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie den meisten EU-Staaten können frei in Griechenland einreisen – auch ohne Quarantänepflicht. Alle müssen sich aber mindestens 48 Stunden vor der Ankunft elektronisch anmelden und angeben, wo sie vorher waren und wo sie sich in Griechenland aufhalten werden. Ein Algorithmus errechnet dann, ob und welche Reisende nach ihrer Ankunft einen Corona-Test machen müssen. Mehr dazu hier: Griechenland: Touristen positiv getestet – Land reagiert

Wer positiv getestet wird, muss 14 Tage in eigens eingerichtete Isolier-Unterkünfte in Hotels gehen. Die Kosten übernimmt Griechenland. Das Land hat – verglichen mit anderen Staaten Europas – weiterhin eine sehr niedrige Infektionsrate. Maskenpflicht gilt in allen öffentlichen Verkehrsmitteln und Krankenhäusern. Zudem wird überall geraten, einen Abstand von mindestens 1,5 Metern von anderen Menschen zu halten.

Diese Regeln gelten aktuell in Griechenland:

  • Für alle Einreisenden gilt eine Online-Anmeldepflicht, bei dem spätestens 48 Stunden vor Einreise ein Formular ausgefüllt werden muss. Die Touristen erhalten dann einen QR-Code, der bei Einreise vorgezeigt werden muss
  • Es gelten weitreichende Verhaltens- und Abstandsregeln und Hygienevorschriften, die unbedingt eingehalten werden müssen, etwa eine Maskenpflicht, Kapazitätsbegrenzungen im ÖPNV sowie in Taxis, Krankenhäusern und Arztpraxen
  • Touristenunterkünfte mit Ganzjahresbetrieb wie Hotels, Campingplätze, Jugendherbergen und Ferienwohnungen sind wieder geöffnet
  • Alle organisierten Strände und Badeanstalten sind wieder offen – allerdings gibt es strenge Regeln. So sind nur 40 Menschen pro 1000 Quadratmeter erlaubt, der Abstand zwischen den Sonnenschirmen muss vier Meter betragen, Strandbars dürfen nur verpacktes Essen verkaufen und keinen Alkohol ausschenken
  • Indoor-Pools dürfen nicht betrieben werden
  • Sehenswürdigkeiten, Restaurants, Bars und Diskotheken sind geöffnet, Open-Air-Veranstaltungen erlaubt – unter Auflagen

Urlaub auf Mallorca – Auszeit in Spanien möglich

Bei Spanien-Freunden herrschte lange Ungewissheit. Zwar gehört Spanien zu den am stärksten von der Corona-Pandemie betroffenen Ländern, doch inzwischen ist die Zahl der Neuinfektionen gesunken. Das Land hat daher seinen Corona-Notstand beendet und die Grenzen für Urlauber aus Schengen-Staaten geöffnet. Für die Behörden gilt weiterhin „Safety first“.

Mallorca-Fans hatten zuerst Glück: Urlauber aus Deutschland durften bereits am 15. Juni zu Testzwecken nach Mallorca, Ibiza, Menorca und Formentera reisen und den Ernstfall für den Sommerurlaub in Corona-Zeiten üben. Wie die ersten deutschen Urlauber empfangen wurden, lesen Sie hier: Erste Deutsche auf Mallorca gelandet – und mit Applaus begrüßt. Unser Reporter wagte zudem den Selbstversuch: Test-Tourist im Urlaub – So war es im ersten Mallorca-Flieger

So wird der Sommerurlaub auf Mallorca
So wird der Sommerurlaub auf Mallorca

Doch wie fragil die Lage ist, zeigt die Situation in Katalonien. Dort haben die Behörden nach neuen Corona-Ausbrüchen wieder schärfere Maßnahmen ergriffen Auch auf den Balearen wurde wieder eine scharfe Maskenpflicht ausgesprochen. Lesen Sie hier: Spanien-Urlaub: Katalonien führt strengere Maskenpflicht ein

Diese Regeln gelten aktuell in Spanien:

  • Es gibt Gesundheitskontrollen mit Temperaturmessungen bei der Einreise
  • Touristen müssen vor der Anreise auf einem Fragebogen Angaben unter anderem zur Gesundheit sowie zu persönlichen Kontaktdaten machen. Danach erhalten sie einen QR-Code, der bei der Einreise vorgezeigt werden muss
  • In geschlossenen Räumen und auch im Freien muss man eine Schutzmaske tragen, wenn ein Sicherheitsabstand von mindestens eineinhalb Metern nicht eingehalten werden kann. Bei Verstoß können Geldstrafen von bis zu 100 Euro verhängt werden
  • In Katalonien gilt eine generelle Maskenpflicht
  • Je nach Infektionslage können lokale Behörden jederzeit Mobilitätsbeschränkungen einführen. Zurzeit sind mehrere Kreise, Städte und Gemeinden in Katalonien, Galicien und Aragón betroffen und abgeriegelt

Wie ist die Situation in Italien?

Reisende aus der EU oder aus dem Schengenraum dürfen ohne Beschränkungen nach Italien einreisen, obwohl der Notstand noch bis zum 31. Juli gilt. Sie müssen – anders als Besucher aus Nicht-EU-Ländern – auch nicht in Quarantäne. Innerhalb des Landes darf man sich ungehindert fortbewegen.

Die Infektionszahlen waren zuletzt leicht angestiegen, was neue Unruhe ausgelöst hatte. Allerdings beschränkt sich das auf lokale, kleinere Brandherde. In Geschäften, in Zügen oder in anderen geschlossenen Räumen gilt Maskenpflicht. An Stränden müssen Distanzregeln eingehalten werden – was teils aber nicht richtig gelingt.

Deutschlands bekanntester Virologe, Christian Drosten, hatte im Mai die bedenklich hohe Zahl von Sterbefällen in dem Mittelmeerland thematisiert. Die mit Abstand allermeisten Fälle hatte die Lombardei.

Diese Regeln gelten aktuell in Italien:

  • Die Einreise nach Italien aus Deutschland ist bereits seit dem 3. Juni wieder gestattet, die Quarantäneregeln wurden zeitgleich aufgehoben
  • An Flughäfen und Häfen sowie im Überlandverkehr werden bei Reisenden Gesundheitskontrollen mit Temperaturmessungen durchgeführt
  • Es dürfen nur eine begrenzte Anzahl von Menschen aus unterschiedlichen Haushalten im selben Auto fahren. Nähere Infos dazu gibt es beim ADAC
  • Unter ausländischer Flagge fahrende Passagier- und Kreuzfahrtschiffe dürfen nicht in italienischen Häfen anlegen
  • Hotels dürfen keine Buffets anbieten
  • In vielen Geschäften, in manchen Regionen auch im gesamten öffentlichen Raum, sind das Tragen von Mundschutz und Einweghandschuhen vorgeschrieben
  • Es gilt ein Mindestabstand von ein bis zwei Metern
  • Kulturelle und soziale Veranstaltungen an öffentlichen oder privaten Orten können unter Einhaltung spezifischer Teilnehmerzahlen und Sicherheitsmaßnahmen wieder stattfinden
  • Geschäfte, Bars und Restaurants sind unter Einhaltung strenger Auflagen wieder geöffnet

Portugal: Kann der Urlaub klappen?

Portugal galt lange als einer der Musterknaben innerhalb der EU. Doch ausgerechnet zum Start der Urlaubssaison macht das Land mit steigenden Infektionszahlen Negativschlagzeilen. Die Lage ist so bedenklich, dass die Regierung in 19 Vorstädten rund um die Metropole Lissabon wieder das Ausnahmerecht verhängte und die Bewegungsfreiheit der Bürger einschränkte. Lesen Sie hier: Corona: Aus Portugal kommen immer mehr Hiobsbotschaften

Seit dem 1. Juli sollen die Bürger in den betroffenen Gemeinden möglichst nur zum Einkaufen, zum Arbeiten und für Arztbesuche auf die Straße. Das touristische Zentrum Lissabons ist von den Ausgangsbeschränkungen noch nicht betroffen. Noch nicht? Wie es weiter geht, bleibt ungewiss.

Zudem gelten unterschiedliche Regeln für das portugiesische Festland und den autonomen Regionen Madeira und Azoren.

Diese Regeln gelten aktuell in Portugal:

  • Für Reisende aus Deutschland, die über den Luftweg einreisen, gelten momentan keine Einreisebeschränkungen für die Einreise auf dem portugiesischen Festland. Wer nach Madeira oder auf die Azoren reisen will, muss eine Gesundheitserklärung abgeben und teilweise einen Covid-19-Test durchführen oder ein negatives Ergebnis vorlegen
  • Unter Umständen müssen persönliche Angaben zum Zielort und zum Reisegrund gemacht werden
  • Der internationale Flugverkehr wird allmählich wieder aufgenommen
  • Das öffentliche Leben wurde in nahezu allen Bereichen wieder aufgenommen – teilweise mit Einschränkungen
  • Es gibt weiterhin Einschränkungen für Hotel- und Campingbetriebe
  • Restaurants sind geöffnet, Bars und Diskotheken nicht
  • Spontane Versammlungen sind auf 20 Personen begrenzt
  • Öffentliche Verkehrsmittel fahren, die Nutzung zu Stoßzeiten soll aber vermieden werden
  • Der Strandbetrieb läuft unter Auflagen
  • Für den Großraum Lissabon sind einige Lockerungen wieder zurückgenommen worden
  • Für 19 Gemeinden gelten erneut strenge Lockdown-Regeln bis zunächst 12. Juli
  • Zu anderen Personen soll ein Mindestabstand von zwei Metern eingehalten werden
  • In Geschäften und im ÖPNV gilt Maskenpflicht
Fünf Städtetrips in Portugal
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Ist ein Urlaub in Frankreich möglich?

Reisende aus Deutschland können ohne Probleme nach Frankreich einreisen. Eine Quarantäne oder spezielle Unterlagen sind nicht notwendig. Die Situation im ganzen Land ist zur Zeit recht entspannt – die Zahl der Neuinfektionen konstant.

In öffentlichen Verkehrsmitteln gilt Maskenpflicht. Läden und andere Einrichtungen entscheiden selbst, ob eine Maske getragen werden muss. In Paris haben Museen und Sehenswürdigkeiten wieder geöffnet – Tickets müssen in der Regel vorher online gebucht werden. Die Strände im Land sind wieder geöffnet. Viele Restaurants etwa in Paris haben ihre Terrassen vergrößert, damit die Menschen genug Abstand halten können.

Ab 15. Juli empfangen auch wieder Mickey Mouse und Co. im Disneyland Paris Besucher. Tickets müssen jedoch vorerst im Internet gebucht werden. Außerdem werden aufgrund der vorgeschriebenen Abstandsregel von mindestens einem Meter nicht alle Attraktionen zur Verfügung stehen.

Diese Regeln gelten aktuell in Frankreich:

  • In Frankreich regelt eine Corona-Ampel, welche regionalen Beschränkungen Bestand haben
  • Generell gilt eine Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie an Bahn- und Flughäfen und Bushaltestellen
  • Es gelten Abstandsregeln
  • Generell haben Parks und Sportstätten geöffnet
  • Da, wo die Corona-Ampel auf „grün“ steht, dürfen Gastronomie und Campingplätze – unter Auflagen – öffnen. Derzeit gilt das für das gesamte Staatsgebiet mit Ausnahme der Überseegebiete Mayotte und Französisch-Guyana
  • Versammlungen von mehr als zehn Personen sind untersagt
  • Großveranstaltungen mit über 5000 Teilnehmern bleiben bis September verboten

Urlaub in Kroatien: Was ist zu beachten?

Das stark vom Tourismus abhängige Land an der Adria mit seiner langen, buchtenreichen Küste und den vielen Inseln konnte es kaum erwarten, dass die europäischen Grenzen wieder geöffnet wurden. Kroatien erlaubt deutschen Bundesbürgern – wie allen anderen Staatsangehörigen von EU-Mitgliedsstaaten auch – die Einreise ohne Nachweis von Gründen.

Allerdings: Galt das Infektionsaufkommen in Kroatien über Wochen als niedrig, ja, die Pandemie sogar als eingedämmt, nehmen die Fallzahlen aktuell rasant zu. Am stärksten betroffen sind Slawonien, Zagreb und die Gespanschaft Split-Dalmatien. Von Kroatien als einem neuen Corona-Hotspot ist die Rede. Lesen Sie dazu: Südafrika, Israel, Kroatien: Die neuen Hotspots der Pandemie

Wer nach Kroatien einreisen möchte, kann längere Wartezeiten vermeiden, wenn er vor der Einreise ein Formblatt auf der Webseite „entercroatia.mup.hr“ ausfüllt. Nach der Registrierung wird ein Text mit einer Benutzer-ID-Nummer angezeigt. Diese Nummer sollte man sich notieren und den Text vorsichtshalber ausdrucken, damit man ihn bei der Einreise vorzeigen kann.

Lesen Sie hier: Urlaub in Kroatien 2020: Das müssen deutsche Urlauber wissen

Diese Regeln gelten aktuell in Kroatien:

  • Bei der Einreise werden die Kontaktdaten der Reisenden für die Dauer ihres Aufenthalts registriert. Diese können auch vorab auf der Website des kroatischen Tourismusministeriums hinterlegt werden
  • Fernverkehr und Inlandsflüge sind eingeschränkt wieder möglich
  • Die touristische Infrastruktur steht noch nicht in gewohntem Umfang zur Verfügung
  • Die Strände unterliegen Zugangsbeschränkungen
  • Es gilt ein Mindestabstand von 1,5 Metern
  • Bis zu zehn Personen dürfen sich privat treffen, solange der Mindestabstand eingehalten wird
  • Es gibt nur in öffentlichen Verkehrsmitteln eine Pflicht zum Tragen eines Mundschutzes. Das kroatische Gesundheitsministerium empfiehlt dennoch das Tragen einer Maske im gesamten öffentlichen Raum
  • Sollte das Infektionsgeschehen auf den kroatischen Inseln ansteigen, müssen Reisende damit rechnen, dass Brücken- und Fährverbindungen kurzfristig unterbrochen werden und ein Verlassen bzw. Betreten der Inseln nicht mehr möglich ist

Ist ein Urlaub in der Türkei 2020 möglich?

Für die Türkei als Nicht-EU-Staat gilt die Reisewarnung des Auswärtigen Amts bis zum 31. August. Das Land hofft, dass diese bald aufgehoben wird. Das drittbeliebteste Urlaubsland der Deutschen wird derzeit aber als Corona-Risikogebiet eingestuft, die Aufhebung der Reisewarnung ist damit unwahrscheinlich.

Menschen, die aus einem Risikogebiet in Deutschland einreisen, müssen mit einer 14-tägigen Quarantäne rechnen. Allerdings können Urlauber aus der Türkei von der Quarantäneregelung befreit werden, wenn sie bei der Einreise nach Deutschland einen negativen Corona-Test vorweisen können, der nicht älter als 48 Stunden ist.

Nach der Einreise aus Deutschland in die Türkei gibt es keine generelle Quarantänepflicht mehr. Am Flughafen wird aber die Temperatur gemessen. Bei Symptomen kann ein Corona-Test durchgeführt werden – das türkische Gesundheitsministerium entscheidet dann über das weitere Vorgehen.

An den Stränden gilt ein Sicherheitsabstand, am Pool gibt es nur abgepackte Handtücher, in Flughäfen und Hotels werden Wärmebildkameras eingesetzt. Die Regierung hat ein Zertifikationsprogramm für Gastronomen und Hotels entwickelt. Auch deutsche Firmen stellen Inspektoren.

Lesen Sie hier: Urlaub in der Türkei: Muss man in Quarantäne?

Das sind die schönsten Reiseziele in der Türkei
Das sind die schönsten Reiseziele in der Türkei

Diese Regeln gelten aktuell in der Türkei:

  • Ein Einreiseverbot für deutsche Staatsangehörige hat die türkische Regierung zwar bereits Mitte Juni aufgehoben, für die Türkei gilt aber weiterhin die Reisewarnung der Bundesregierung bis zum 31. August
  • Es gilt eine Ausgangssperre für Menschen über 65 zwischen 20 Uhr abends und 10 Uhr am Morgen
  • Es herrscht Maskenpflicht auf Märkten, in Supermärkten und in öffentlichen Verkehrsmitteln
  • Verstöße gegen Abstandsregeln (drei Schritte) werden geahndet

Urlaub in Österreich: Trotz Corona-Krise möglich?

Wer aus dem Kreis Gütersloh stammt, muss mit Kontrollen im Grenzraum rechnen und sollte einen negativen Corona-Test vorweisen können. Ansonsten haben Deutsche freie Fahrt nach und durch Österreich.

Intensive Grenzkontrollen haben die Behörden für alle Reisenden angekündigt, die aus Ungarn oder Slowenien kommen. Das ist die Folge der Reisewarnungen Österreichs für die sechs Westbalkan-Staaten sowie für Rumänien und Bulgarien.

In den meisten Urlaubsregionen Österreichs gibt es kaum mehr coronabedingte Beschränkungen. Auf Mindestabstand nicht zuletzt beim Baden und Wandern muss aber geachtet werden. In einigen Orten Kärntens gilt von Freitag an abends eine Maskenpflicht. Einziges Bundesland mit genereller Maskenpflicht im öffentlichen Raum ist Oberösterreich. Insgesamt ist die Corona-Lage unter Kontrolle, die Gesamtzahl der akuten Infektionsfälle liegt bei rund 1100.

Diese Regeln gelten aktuell in Österreich:

  • Die Einreise aus Deutschland ist generell ohne Einschränkung möglich. Einzige Ausnahme: Menschen aus Gütersloh brauchen ein Attest und einen negativen Covid-19-Test, der nicht älter als vier Tage sein darf
  • In Grenznähe werden stichprobenartige Kontrollen durchgeführt, auch wenn die Grenzkontrollen an der Grenze zu Deutschland aufgehoben wurden
  • Ein Mindestabstand von einem Meter zu anderen Personen muss weiter eingehalten werden
  • Mundschutzpflicht gilt in öffentlichen Verkehrsmitteln, in Apotheken und bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen ohne feste Sitzplatzzuweisung
  • In Oberösterreich (Landeshauptstadt Linz) gilt aufgrund regional steigender Zahlen erneut eine Mundschutzpflicht beim Betreten öffentlicher Orte in geschlossenen Räumen, dazu zählen insbesondere Einkaufszentren, Markthallen und Gaststätten

Niederlande – Reisen mit Einschränkungen möglich

Einer Reise in die Niederlande steht für deutsche Touristen generell nichts im Wege. Zwischen dem Königreich und Deutschland finden keine Grenzkontrollen statt. Die Niederlande sind von Covid-19 nur mäßig betroffen, regionale Schwerpunkte waren bislang Noord-Brabant, Zuid-Holland und Noord-Holland.

Lesen Sie hier: Urlaub in den Niederlanden und Belgien: Wie er 2020 möglich ist

Diese Regeln gelten aktuell in den Niederlanden:

  • Zwischen den Niederlanden und Deutschland finden derzeit keine Grenzkontrollen statt
  • Laut Informationen der niederländischen Polizei dürfen zusammen in einem Auto nur maximal zwei Personen, die aus unterschiedlichen Haushalten stammen, sitzen, sofern sie dabei den Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten
  • Museen sind geöffnet, die Besucherzahl wird aber über vorherige Online-Buchungspflicht reguliert
  • Strände sind geöffnet, es besteht jedoch die Möglichkeit von regulierenden Sperrungen von Parkplätzen und Zufahrten
  • Mögliche Einschränkungen bei Unterkünften sollten direkt dort erfragt werden
  • Es gilt ein Mindestabstand von 1,5 Metern
  • Für alle Personen ab 13 Jahren besteht Maskenpflicht im ÖPNV und auf Fähren

Belgien – Das müssen Reisende beachten

Das Königreich steht Touristen aus Deutschland offen. Quarantäneregeln gelten für deutsche Urlauber nicht – im Alltag gibt es aber grundlegende Hygienebestimmungen wie das Abstandsgebot. Im öffentlichen Nahverkehr muss ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Restaurants, Cafés, Hotels und auch Museen sind mittlerweile wieder geöffnet.

An den Nordseeküsten gelten zum Teil zusätzliche Regeln: Für Strandbesuche an bestimmten Abschnitten wie in dem beliebten Oostende müssen Urlauber und Einheimische sich anmelden. Die Infektionszahlen in dem Elf-Millionen-Einwohner-Land sind schon seit Wochen niedrig.

Insgesamt war Belgien im europäischen Vergleich eher stark von der Corona-Pandemie betroffen. Die Zahl der Neuinfektionen und die der neu gemeldeten Todesfälle sinken aber derzeit. Pro Kopf am stärksten betroffen war die Provinz Limburg, danach die Provinzen Lüttich und West-Flandern, gefolgt von den Provinzen Flämisch-Brabant, Luxemburg und Brüssel.

Diese Regeln gelten aktuell in Belgien:

  • Einreisen aus dem europäischen Ausland, aus Schengen-assoziierten Staaten, aus Großbritannien und Nordirland sind mittlerweile erlaubt
  • Die Quarantäne-Pflicht und Grenzkontrollen wurden aufgehoben
  • Am Brüsseler Flughafen werden Gesundheitskontrollen mit Temperaturmessungen durchgeführt, bei Körpertemperatur über 38°C wird die Einreise verweigert
  • Geschäfte, Hotels, Restaurant sind unter Beachtung von Hygieneregeln geöffnet, Bars und Diskotheken bleiben geschlossen
  • Soziale Kontakte sind auf bis zu 15 Personen pro Woche beschränkt
  • Restaurantbesuche und private Veranstaltungen sind nur bis zu einer Gruppengröße von maximal 15 Personen erlaubt
  • Im öffentlichen Raum sind Versammlungen mit 200 (in geschlossene Räumen) bzw. 400 Personen (im Freien) erlaubt
  • Großveranstaltungen bleiben verboten
  • Es gilt ein Mindestabstand von 1,5 Metern
  • Maskenpflicht besteht vor allem in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie an Bahnhöfen und Flughäfen, darüber hinaus auch in manchen Geschäften und in manchen Haupteinkaufsstraßen

Weitere Lände – Das sollten Urlauber wissen

USA: Mit mehr als drei Millionen nachgewiesenen Corona-Fällen haben die USA eine traurige Spitzenposition in der Corona-Statistik. Es gilt die Reisewarnung des Auswärtigen Amtes. Zugleich haben die USA für Europäer und alle, die sich in den letzten 14 Tagen in einem Schengen-Staat aufgehalten haben, eine Einreisesperre verhängt. Ausnahmen gibt es für US-Bürger und Menschen mit Wohnrecht im Land. Wann die Sperre aufgehoben wird, ist noch nicht klar.

Großbritannien: Zum Sommerurlaub hat England seine wegen der Corona-Pandemie getroffenen Quarantäne-Vorschriften für Einreisende gelockert. Besucher unter anderem aus Deutschland, Frankreich, Spanien und Italien müssen sich bei ihrer Ankunft nicht mehr für 14 Tage isolieren. Die Regelung gilt für insgesamt mehr als 70 Länder und Überseegebiete, die nach Auffassung der britischen Regierung die Corona-Krise im Griff haben.

Auch wer von Deutschland nach Schottland reist, muss dort nicht mehr in eine zweiwöchige Quarantäne. Die Maßnahme werde ebenfalls für internationale Passagiere aus 57 Staaten aufgehoben.

Große Vorsicht ist beim Urlaub dennoch angebracht: Großbritannien hat die meisten Covid-19-Todesfälle in Europa und jeder Landesteil seine eigenen Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie.

Wegen der Quarantänepflicht warnt das Auswärtige Amt in Berlin bislang vor Reisen nach ganz Großbritannien. Die britische Regierung äußerte jedoch die Erwartung, dass die jetzige teilweise Aufhebung der Vorschrift zu entsprechenden Lockerungen bei den davon profitierenden Staaten führen werde.

Thailand: Die Reisewarnung des Auswärtigen Amtes gilt für Thailand noch immer. Das südasiatische Land verbietet zudem nach wie vor die Einreise für ausländische Reisende. Kommerzielle Fluggesellschaften dürfen derzeit Passagiere nur mit einer Sondergenehmigung der thailändischen Regierung nach Thailand befördern.

Polen: Nachdem die Regierung in Warschau im März die Grenzen für Ausländer geschlossen hatte und Einreisen nur in Ausnahmefällen möglich waren, sind die Grenzen inzwischen wieder offen. Die Hotels im Land sind bereits wieder geöffnet. In der Öffentlichkeit gilt ein Mindestabstand von zwei Metern, in Restaurants und Cafés Maskenpflicht.

Ägypten: Für Touristen ist die Einreise nach Ägypten teilweise wieder möglich, die Bundesregierung rät aber weiterhin von Reisen in das von der Corona-Pandemie stark betroffene Land ab. Die Flughäfen haben ihren Betrieb wieder aufgenommen. Die ägyptische Regierung hat die drei touristischen Zonen Südsinai, Rotes Meer und Matrouh wieder freigegeben, nächtliche Ausgangssperren gelten dort nicht.

Südafrika: Weder Ein- noch Ausreisen sind derzeit möglich. Landesgrenzen und Flughäfen sind geschlossen. Südafrika hatte Mitte März ein Einreiseverbot für Reisende verhängt, die aus Risikoländern stammen. Hierzu zählt auch Deutschland.

Mexiko: EU-Bürger können ungehindert einreisen und sich bei Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln im Land bewegen. Es gibt keine Zwangsquarantäne oder Verpflichtung, einen Gesundheitsnachweis zu erbringen. Allerdings müssen Urlauber derzeit nach der Rückkehr in Selbstisolation.

Kreuzfahrten in Corona-Zeiten: Bundesregierung rät dringend ab

Kreuzfahrten: Weil sich unter vielen Menschen auf engem Raum das Virus besonders schnell verbreiten kann, gelten Kreuzfahrtschiffe als Hotspots der Pandemie. Im März hatten mehrere Schiffe mit infizierten Menschen an Bord Pro­bleme, einen Hafen zu finden, in den sie einlaufen konnten.

Die Bundesregierung rät deshalb weiter dringend von Kreuzfahrten ab. Die Rostocker Reederei Aida Cruises hatte bis Ende Juli alle Reisen abgesagt. Viele Staaten verbieten Kreuzfahrtschiffen, die unter ausländischer Flagge unterwegs sind, weiterhin die Einfahrt in ihre Häfen.

Am 9. Juli wurde ein Corona-Hygienekonzept, das die Kreuzfahrtindustrie gemeinsam mit den deutschen Behörden und Hafenverwaltungen erarbeitet hat. Die Wiederaufnahme der Kreuzfahrten soll demzufolge in drei Phasen eingeteilt werden, die die Cruise Lines International Association (Clia), der größte Verband der Kreuzfahrtindustrie, am Donnerstag in Frankfurt am Main mitteilte. Für die Fahrgäste bedeutet das: Nur Seetage und mehr Platz und Service an Bord.

In der ersten Phase sollen die ersten Schiffe von Hamburg, Rostock, Kiel oder Bremerhaven aus mit Gästen aus dem deutschsprachigen Raum an Bord starten können. Ohne einen anderen Hafen anlaufen zu dürfen, sollen die Schiffe bereits nach maximal sieben Tagen wieder im Starthafen ankommen. Zudem werden deutlich weniger Passagiere mitfahren dürfen als üblich. Verbunden sind diese ersten Reisen mit umfangreichen Abstands- und Hygieneregeln an Bord. Außerdem sollen die Schiffe unter anderem mit Covid-19-Schnelltests ausgestattet sein.

Tui Cruises wird am 24. Juli von Hamburg aus zur ersten Kurzkreuzfahrt in Richtung Norwegen starten. Hapag-Lloyd Cruises legt am 31. Juli in Hamburg in Richtung Dänische Südsee ab und das Kreuzfahrtunternehmen Aida wird am 5. August von Hamburg aus in der Nordsee unterwegs sein.

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(yah/jkali/les/jas/bef/dpa/AFP)

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