Dutzende Pottwale tauchen vor Küste Mallorcas auf

Berlin.  In den Gewässern rund um die Balearen-Inseln Mallorca und Menorca wurden in den vergangenen Wochen ungewöhnlich viele Wale gesichtet.

Große Pottwal-Familien vor Mallorca und Menorca gesichtet

Im Mittelmeer sind in den letzten Wochen ungewöhnlich viele Pottwale gesichtet worden. Meeresforscher der Organisation Tursiops zählten Insgesamt 44 Tiere, darunter auch 12 Babys.

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  • Dutzende Pottwale wurden vor Mallorca und Menorca gesichtet
  • Bei allen Sichtungen hätten sich auch Kälber unter den Walgruppen befunden
  • Die Tiere scheinen sich rund um die Balearen-Inseln prächtig zu vermehren

Pottwale kommen zwar in allen Ozeanen der Erde vor – dass Tierschützer nun binnen kurzer Zeit 44 Exemplare vor den Balearen gesichtet haben, gilt dennoch als Sensation. Weil die Tiere über Jahrhunderte hinweg gejagt wurden, gelten sie bis heute als bedrohte Art.

Bei Arbeiten nördlich der Küste von Menorca seien Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Organisationen Tursiops und des WWF in den vergangenen Tagen und Wochen auf besonders viele Exemplare aufmerksam geworden.

Und: Bei allen Sichtungen hätten sich auch Kälber unter den Walgruppen befunden. Insgesamt hätten die Tierschützerinnen und Tierschützer sogar zwölf Walbabys gesichtet und zum Teil sogar gefilmt.

Pottwale vor Mallorca – Keine Konsequenz des Corona-Lockdowns

Mit dem durch das Coronavirus bedingten Lockdown hätte die Häufung der Tiersichtungen allerdings nichts zu tun. Zwar wurde der Schiffsverkehr über Monate hinweg eingeschränkt, die tatsächlichen Auswirkungen der Beschränkungen werde man allerdings erst in den kommenden Jahren beobachten können, sagte ein Mitarbeiter der Organisation Tursiops.

Youtube Pottwale vor Menorca

Nichtsdestotrotz scheinen sich die Tiere rund um die Balearen-Inseln Mallorca und Menorca prächtig zu vermehren. Die Tierschützerinnen und Tierschützer fordern deshalb, die Gewässer besonders zu schützen. Offenbar geraten Pottwale immer wieder in Schiffsschrauben und werden dabei schwer verletzt, oder verlieren durch den Lärm des Wasserverkehrs die Orientierung.

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