Explosion beim Böller-Basteln: 19-Jähriger schwer verletzt

Eckernförde/Hamburg.  Beim Versuch, Böller zu basteln, hat sich ein 19-Jähriger in Eckernförde, nördlich von Hamburg, verletzt. Es bestand Lebensgefahr.

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In Eckernförde hat es eine Explosion gegeben.

In Eckernförde hat es eine Explosion gegeben.

Foto: Friso Gentsch / dpa

  • Das Böller-Verkaufsverbot in Deutschland wollte ein 19-Jähriger aus Eckernförde offenbar nicht akzeptieren
  • Er versuchte sich selbst am Bau von Feuerwerk - und verletzt sich dabei schwer
  • Zeitweise schwebte er sogar in Lebensgefahr

Zwei Tage vor Silvester hat es in Eckernförde eine Explosion gegeben. Beim Versuch, Böller selbst zu basteln, sprengte sich ein 19 Jahre alter Hobby-Chemiker am Dienstag gegen 11 Uhr selbst in die Luft. "Wegen der starken Verbrennungen besteht Lebensgefahr", sagte Sönke Petersen, Sprecher der Polizeidirektion Neumünster, dem "Hamburger Abendblatt". Aufgrund seiner schweren Verletzungen wurde der junge Mann in eine Spezialklinik nach Lübeck gebracht. Lesen Sie auch: Lockdown an Silvester - Die Regeln im Überblick

Eckernförde: Explosion bei Böller-Bau

Zum augenscheinlichen Unfall ergänzte Petersen: "Mehrere Anrufer meldeten sich bei der Polizei wegen des lauten Knalls." Im Wintergarten des Reihenhauses seiner Eltern in Eckernförde hatte der 19-Jährige mit Chemikalien hantiert. Nach Polizeiangaben wurde der Wintergarten komplett zerstört. Laut Mitteilung ist das gesamte Haus "erheblich" in Mitleidenschaft gezogen worden.

Zunächst hieß es von der Polizei, dass die Explosion ein Gartenhaus zerstört habe - eine Information, die mittlerweile korrigiert wurde. Lesen Sie außerdem: Explosion in Innenstadt von Nashville - Drei Verletzte

Nach Böller-Explosion: Keine Schäden an anderen Häusern

Abgesehen von dem jungen Mann seien keine anderen Personen verletzt worden. Weitere Schäden an anderen Häusern hat es nach ersten Eindrücken vom Explosionsort ebenfalls nicht gegeben. Ob der 19-Jährige mit seiner Bastelei versucht hat, das Verkaufsverbot von Feuerwerkskörpern und das Böllerverbot zu umgehen, ist nicht geklärt.

Wehrführer Meint Behrmann von der Freiwilligen Feuerwehr Eckernförde sagte der Deutschen Presse-Agentur, das Feuer sei bereits aus gewesen, als die Kameraden eintrafen. Es müsse eine Stichflamme gegeben haben, aber vermutlich durch die starke Druckwelle habe sich das Feuer selbst gelöscht. Das Haus sei bei der Explosion im hinteren Bereich zum Garten hinaus beschädigt worden, aber noch bewohnbar.

In Schleswig-Holstein ist der Verkauf von Feuerwerk in diesem Jahr wie überall in Deutschland verboten. (mit dpa)

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