Krankheit

Westafrika: Hochgefährliches Marburg-Virus ausgebrochen

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Fünf Gründe für die Corona-Impfung

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Die Impfkampagne geriet seit dem Sommer ins Stocken. Dabei ist der Zugang zu einer Impfung einfacher denn je. Darum lohnt der Weg ins Impfzentrum oder zum Hausarzt.

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Berlin  In Guinea ist ein Mann nach einer Infektion mit dem Marburg-Virus gestorben. Nun werden seine 155 Kontaktpersonen täglich überwacht.

  • Im Westen Afrikas ist das hochgefährliche Marburg-Virus ausgebrochen
  • Das Virus hat ein hohes Verbreitungspotenzial
  • Die WHO ist alarmiert

Im bevölkerungsreichen Afrika steigen die Corona-Zahlen - und nun ist im Westen des Kontinents auch noch erstmals ein Fall des hochgefährlichen Marburg-Virus nachgewiesen worden. Die Regionaldirektorin der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für Afrika, Matshidiso Moeti, erklärte am Montag, der Fall sei in Guinea aufgetreten - weniger als zwei Monate, nachdem in dem Land ein Ebola-Ausbruch für beendet erklärt worden sei.

Das Marburg-Virus, das ein hämorrhagisches Fieber auslösen kann, teilt sich mit dem Ebola-Virus die gleiche Erregerfamilie. Das Virus habe das Potenzial, sich "weit zu verbreiten", sagte Moeti. Es müsse deshalb rasch gestoppt werden. Laut WHO ist die Gefahr einer Epidemie in dem Land und der Region "hoch", weltweit jedoch "gering".

Marburg-Virus: WHO arbeitet an Maßnahmen zur Eindämmung

Moetis Angaben zufolge arbeitet die WHO arbeitet mit den nationalen Gesundheitsbehörden an geeigneten Maßnahmen, um das Virus einzudämmen. Dabei baue sie auf "Guineas Erfahrung und Expertise im Umgang mit Ebola, das auf ähnliche Weise übertragen wird", sagte Moeti weiter. Die Regierung Guineas bestätigte den Fall. Moeti lobte die "Wachsamkeit und die schnellen Ermittlungen" der Gesundheitsbehörden.

Nachgewiesen wurde das Virus den WHO-Angaben zufolge bei einem am 2. August gestorbenen Patienten in einem Dorf in der Präfektur Guéckédou im Süden von Guinea. In dieser Präfektur fand auch der jüngste Ausbruch des Ebola-Virus statt.

Mann eine Woche nach Auftreten erster Symptome verstorben

Laut WHO war der Mann in einem örtlichen Krankenhaus behandelt worden. Nachdem sich seine Symptome verschlimmert hatten, wurde ein medizinisches Untersuchungsteam in die Klinik entsandt. Gut eine Woche nach Auftreten der ersten Symptome verstarb der Mann. Nach seinem Tod entnommene Proben seien zunächst negativ auf Ebola, dann aber positiv auf das Marburg-Virus getestet worden.

Ein Team aus zehn WHO-Experten ist bereits vor Ort um die nationalen Gesundheitsbehörden bei Notfallmaßnahmen zu unterstützen sowie weitere Tests in der Bevölkerung vorzunehmen.

Ermittlung der Kontaktpersonen läuft

Drei Angehörige des Toten sowie ein Mitglied des medizinischen Personals wurden laut WHO als Hochrisikofälle identifiziert und ihr Gesundheitszustand wird überwacht. Außerdem würden weitere Kontaktpersonen des Manns ermittelt, und untersucht, wo sich der Mann angesteckt haben könnte.

Die Regierung von Guinea sprach von insgesamt 155 Kontaktpersonen, die täglich überwacht würden. Seit Beginn der Untersuchungen am 4. August habe es keine Verdachtsfälle auf das Marburg-Virus mehr gegeben.

Auch die grenzüberschreitende Überwachung wird laut WHO intensiviert, damit mögliche weitere Fälle rasch erkannt werden könnten. Die Nachbarstaaten Guineas seien in Alarmbereitschaft versetzt worden.

Marburg-Virus durch Tiere übertragen

Das Marburg-Virus wird laut WHO durch Flughunde auf den Menschen übertragen. Die Mensch-zu-Mensch-Übertragung erfolgt unter anderem durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten eines Infizierten, aber auch über Oberflächen. Zu den Symptomen des Marburg-Fiebers gehören neben hohem Fieber auch starke Kopfschmerzen. Die Sterblichkeit liegt laut WHO bei bis zu 88 Prozent. Zugelassene Impfstoffe gegen das Marburg-Virus existieren bislang nicht.

Im vergangenen Jahr war es in Guinea zu einem Ebola-Ausbruch gekommen, den die WHO Mitte Juni für beendet erklärte. Im Zusammenhang mit dem Ebola-Ausbruch starben in Guinea zwölf Menschen.

Erstmals identifiziert wurde das Marburg-Virus 1967: Damals starben mehrere Tierpflegerinnen und Tierpfleger von Menschenaffen in den Marburger Behringwerken an dem Virus, wie das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin schreibt. Die Tiere waren zuvor aus Afrika eingeführt worden.

(raer/afp)

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