Pandemie

2G-Regel: Was gilt für ungeimpfte Kinder und Jugendliche?

| Lesedauer: 3 Minuten
Lauterbach: "2G ist der Königsweg"

Lauterbach: "2G ist der Königsweg"

Angesichts der vierten Pandemie-Welle und unzureichender Kontrollen hält der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach weitere Corona-Einschränkungen schon bald für unabdingbar und plädiert für 2G-Regeln in der Gastronomie und Veranstaltungsbranche.

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Berlin  Wegen der hohen Corona-Zahlen gilt vielerorts die 2G-Regel. Doch noch sind viele Kinder ungeimpft. Werden sie jetzt ausgeschlossen?

  • Die Corona-Zahlen erreichen in Deutschland aktuell täglich neue Rekordwerte
  • In vielen Bundesländern gilt deshalb die 2G-Regel
  • Doch noch sind viele Kinder und Jugendliche ungeimpft – was gilt jetzt für sie?

Nach einem vergleichsweise entspannten Sommer ist die Corona-Pandemie zurück. Die vierte Welle trifft Deutschland mit voller Wucht und führt zu Infektionszahlen in bisher unbekannter Höhe. Vielerorts wird daher auf die sogenannte 2G-Regel gesetzt, die Ungeimpfte vom Zutritt zu bestimmten Veranstaltungen oder Orten ausschließt. Für diese besonders strenge Corona-Maßnahme sprach sich zuletzt auch Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) aus.

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Für Ungeimpfte würde das deutliche Einschnitte bedeuten. Doch was ist mit Menschen, die bisher noch nicht geimpft werden konnten? Sie würden unverschuldet von vielen Bereichen des öffentlichen Lebens ausgeschlossen werden. Besonders betroffen wären Kinder, für die es bisher teilweise noch keine Corona-Impfung gibt.

2G: Kinder und Jugendliche teilweise von der Regel ausgenommen

Um ihnen weiterhin den Besuch von Restaurants, öffentlichen Einrichtungen und Veranstaltungen zu ermöglichen, gibt es Ausnahmen. Wie genau diese aussehen, hängt von den einzelnen Bundesländern ab. Teilweise gilt etwa die 3G- oder die 3G-plus-Regel.

  • Baden-Württemberg: Kinder und Jugendliche sind von der 2G-Regel ausgenommen.
  • Bayern: Kinder bis zwölf sind von der 2G-Regel ausgenommen. Für 12- bis 17-Jährige gilt die Regel, bis Jahresende ist der Zugang zum Sporttraining sowie zu Theater- und Musikproben aber noch ohne Impfung möglich.
  • Berlin: Kinder bis zwölf Jahren sind von der 2G-Regel ausgenommen, ab sechs Jahren ist allerdings ein negativer Test nötig.
  • Brandenburg: Die 2G-Regel gilt nicht für Kinder bis zwölf.
  • Bremen: Kinder und Jugendliche unter 16 sind von der 2G-Regel ausgenommen. Jugendliche ab 16 ebenfalls, wenn sie eine Schulbescheinigung vorlegen können.
  • Hamburg: Für Kinder und Jugendliche gilt die 2G-Regel nicht. Teilweise brauchen sie aber einen negativen Test.
  • Hessen: Trotz 2G haben auch ungeimpfte Kinder und Jugendliche Zutritt.
  • Mecklenburg-Vorpommern: Kinder unter sieben Jahren sind von der 2G-Regel ausgenommen. Bei älteren wird statt eines Impfnachweises auch ein aktueller Schnelltest akzeptiert.
  • Niedersachsen: Die 2G-Regel gilt nicht für Kinder und Jugendliche unter 18.
  • Nordrhein-Westfalen: Noch keine landesweite 2G-Regelung.
  • Rheinland-Pfalz: Kinder bis zwölf Jahre sind von der 2G-Regel ausgenommen.
  • Saarland: Noch keine landesweite 2G-Regelung.
  • Sachsen: Für Kinder und Jugendliche gilt die 2G-Regel nicht.
  • Sachsen-Anhalt: Alle unter 18 sind von der 2G-Regel ausgenommen.
  • Schleswig-Holstein: Kinder und Jugendliche sind von der 2G-Regel ausgenommen.
  • Thüringen: Kinder bis sechs sind von der 2G-Regel ausgenommen. Bei Unter-18-Jährigen genügt statt eines Impfnachweises auch ein negativer Schnelltest.

Inwieweit die 2G-Regel angewandt wird, ist ebenfalls je nach Bundesland unterschiedlich. Teilweise gilt noch das sogenannte 2G-Optionsmodell. Dabei können etwa Restaurantbetreiber und -betreiberinnen selbst entscheiden, ob sie auf die 3G-Regel oder 2G setzen. In anderen Regionen sind die Beschränkungen vom lokalen Corona-Infektionsgeschehen abhängig. (nfz)

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