Unwetter

Sachsen: Schlamm und Geröll überschwemmen Orte im Erzgebirge

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Richtiges Verhalten im Katastrophenfall

Richtiges Verhalten im Katastrophenfall

Umweltkatastrophen nehmen aufgrund des Klimawandels auch in Deutschland immer mehr zu. Wie verhält man sich im Katastrophenfall eigentlich richtig?

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Berlin  Heftige Regenfälle haben an mehreren Orten im Erzgebirge für Verwüstung gesorgt. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte zuvor gewarnt.

Im Burkhaltsdorfer Freibad wird so schnell niemand mehr schwimmen. Das Becken in dem kleinen Ort im Erzgebirge ist bis oben hin mit Schlamm gefüllt. Starke Gewitter und heftige Regenfälle haben am Dienstag in der sächsischen Region für Verwüstung gesorgt.

Unwetter in Sachsen: Keller mit Schlamm vollgelaufen

Im Neukirchener Ortsteil Adorf seien Straßen überflutet worden und Keller mit Schlamm und Geröll vollgelaufen, teilte der Kreisbrandmeister des Erzgebirgskreises mit. Allein dort habe es am Nachmittag 30 Feuerwehreinsätze gegeben. Ein Video auf Twitter zeigt, wie eine braune Wasserbrühe eine Straße im Ort in rasender Geschwindigkeit überspült. Lesen Sie auch: Wetter in Spanien: Spektakuläre Videos von Monsterhagel

Verletzt wurde laut Behördenangaben jedoch niemand. Starkregen sei auch in Annaberg-Buchholz, Cunersdorf und Schlettau gefallen. Wie der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) berichtet, waren unter anderem die Straßen zwischen Flöha und Augustusburg sowie zwischen Jahnsdorf und Adorf für Aufräumarbeiten gesperrt worden.

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Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte für das Erzgebirge und einige andere sächsische Regionen im Vorfeld Unwetterwarnungen herausgegeben. Auch in den kommenden Tagen sind heftige Niederschläge möglich. Mehr zum Thema: Wissenschaftler: "Massive Mängel" beim Schutz vor Unwettern

Wetter: Starkregen und Gewitter auch im Westen Deutschlands

Auch im Westen Deutschlands rechnet der Wetterdienst am Mittwoch mit starken Gewittern. Für Teile von Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz und Niedersachsen veröffentlichte der DWD in der Nacht amtliche Warnungen. "Eine Tiefdruckrinne über Südwestdeutschland verlagert sich mit feuchtwarmer und instabiler Luft nordostwärts", hieß es.

Zudem müsse mit schauerartigem Regen und lokal auch Starkregen gerechnet werden. Sturmböen mit Geschwindigkeiten bis 70 Stundenkilometer seien möglich. Die Menschen sollten besonders auf herabstürzende Äste, Dachziegel und andere Gegenstände achten, warnte der DWD. Während des Platzregens seien kurzzeitig Verkehrsbehinderungen möglich. (dpa/fmg)

Dieser Artikel erschien zuerst auf morgenpost.de.

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