Nach Gewitter über Peine stürzen viele Bäume um

Peine.  Bei einem starken Gewitterregen sind in der nördlichen Peiner Kernstadt und Stederdorf viele Bäume umgestürzt und Keller voll Wasser gelaufen.

Mitarbeiter des städtischen Bauhofs zersägen die umgestürzten Bäume, um die die Straße an der Schloßbleiche / Kammerwiesen wieder frei zu machen.

Mitarbeiter des städtischen Bauhofs zersägen die umgestürzten Bäume, um die die Straße an der Schloßbleiche / Kammerwiesen wieder frei zu machen.

Foto: Bettina Stenftenagel

Umgestürzte Bäume, abgebrochene Äste, voll gelaufene Keller, randvolle Kanalisationen: Der Gewitterregen am Montagabend bescherte den Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr jede Menge Arbeitet. Bis Mitternacht waren 151 Einsatzkräfte von zehn Wehren der Stadt Peine im Einsatz. Am meisten hatten sie in der nördlichen Peiner Kernstadt und in Stederdorf zu tun.

„Das Besondere war, dass sich diese Wetterlage innerhalb von einer Viertelstunde, 20 Minuten aufgebaut hat“, sagt der stellvertretende Stadtbrandmeister Thorsten Radigk, der am Montagabend die Einsatzleitung hatte. In der Stadt traf es vor allem die Bäume an der Straße Schloßbleiche/ Kammerwiesen. Dort stürzten mehrere Bäume um, so dass kein Durchkommen mehr war. „Wir mussten die Straße sperren“, sagte der Einsatzleiter. „Auch an der Gunzelinstraße und am Silberkamp sind zahlreiche Bäume umgekippt oder drohten umzukippen.“

In der Autobahn-Unterführung zwischen Peine und Stederdorf war „landunter“. „Und die Kanalisation in Stederdorf war randvoll und auch viele Keller waren voll Wasser gelaufen“, berichtet Thorsten Radigk weiter. Auch die Stadtentwässerung Peine sei im Einsatz gewesen.

Als positiv registrierte der Einsatzleiter, dass viele Anwohner die bis spät in den Abend arbeitenden Einsatzkräfte mit Getränken und Essen versorgten.

Die Stadt Peine hat eine Firma mit einem Steiger beauftragt, um die Straße „Schloßbleiche“ bei der Kindertagesstätte schnellstmöglich passierbar zu bekommen, teilt Petra Neumann, Pressesprecherin der Stadt Peine, mit. „Ein Schwerpunkt der Sturmschäden liegt im der Bereich Oststadt zwischen Schwanensee und Gunzelinstraße sowie Schwarzer Weg bis Ostrandstraße.“ Dort wurden Gehwege und Fahrbahnen von Ästen befreit und diese abgefahren beziehungsweise zum späteren Abtransport oder Schreddern auf Grünflächen an den Straßen gelagert. „Um das heruntergefallene Laub zu beseitigen, ist zweite Kehrmaschine der Stadt Peine im Einsatz“, so Neumann weiter.

Durch den Starkregen sei das Abwasserkanalsystem der Stadtentwässerung Peine teilweise an seine Belastungsgrenze gestoßen, erklärt Petra Kawaletz, Pressesprecherin der Stadtentwässerung Peine. Mitarbeiter des Bereitschaftsdienstes der Stadtentwässerung haben stark verstopfte Straßenabläufe gereinigt, um den Abfluss zu gewährleisten. Einige Pumpstationen sind ob der Wassermassen auf Störung gegangen, wurden aber umgehend wieder in Betrieb genommen. „Die Lage war zu keiner Zeit kritisch und es sind keine Schäden im Abwassernetz zu verzeichnen“, so Petra Kawaletz.

Zwischen Hämelerwald und Peine konnte wegen Überflutung der linke Fahrstreifen der A2 vorübergehend nicht befahren werden. Auf der A2 von Hannover nach Braunschweig ereignete sich gegen 20 Uhr in Höhe Peine ein Verkehrsunfall mit einem Motorradfahrer. Wie die Polizei berichtete, kam der 19 Jahre alte Fahrer durch Aquaplaning ins Rutschen, stürzte und wurde von einem Auto überrollt. Ein Rettungshubschrauber brachte ihn ins Krankenhaus in Hannover. Laut einem Polizeisprecher schwebt der 19-Jährige in Lebensgefahr. Der 57 Jahre alte Fahrer des Wagens erlitt einen Schock.

Kurz zuvor war an gleicher Stelle ein Pkw wegen der nassen Fahrbahn in die Mittelleitplanke gefahren. Der 37 Jahre alte Fahrer, die 35 Jahre alte Beifahrerin und ihre zwei und ein Jahre alten Kinder wurden leicht verletzt.

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