Vöhrumer Schüler lernen digitale Kompetenzen

Vöhrum.  65 Jugendliche aus den Berufsbildenden Schulen Vöhrum nehmen am Workshop „Digi-Camps“ teil.

Der Workshop begeisterte die BBS-Schüler.

Der Workshop begeisterte die BBS-Schüler.

Foto: Udo Starke

Das Medium Internet nutzen heute schon viele Kinder in jungen Jahren. Für diese Klientel sind Whats-App, Instagram, You-Tube oder Music in the Box längst keine böhmischen Dörfer mehr. Sie kennen sich gut aus und sind untereinander „konkurrenzfähig“. Die Themen Digitalisierung und IT-Security nehmen dabei eine große Rolle ein. Deshalb sollen gerade junge Menschen aufgeklärt und die Kompetenz für ein sicheres aber auch gesundes Verhalten gefördert werden. Mit digitalen Bildungsformaten will man innovative Wege gehen. An den Berufsbildenden Schulen (BBS) in Vöhrum hatten nun im Rahmen eines dreitägigen Workshops „Digi-Camps“ 65 Schüler die Gelegenheit, ihr Wissen weiter zu vertiefen. Gebildet wurden Gruppen, die an den Projekttagen gemeinsame Beiträge zu den verschiedenen Bereichen herstellten und am Freitag präsentierten. Obwohl an der Schule Handyverbot angesagt ist, fiel für die Teilnehmer das Verbot natürlich weg.

Initiatoren und Organisatoren des Workshops waren die BG 3000 in Kooperation mit der Krankenkasse Barmer Peine (sie finanzierte das Projekt), vertreten durch Regionalgeschäftsführer Dietmar Kurz, und dem TÜV Rheinland. Die Einrichtung BG 3000 aus Bonn war vertreten durch die beiden Projektleiterinnen Julia Geus und Hannah Komrowski. „Wir haben an den Tagen tolle Ergebnisse erzielt, da kann man nur Beifall spenden“, bilanzierte Geus und dankte vor allem den Mitstreitern. Allen voran auch Pädagogin Martina Weber, die an den BBS als Medienbeauftragte wirkt. „Ohne die drei Partner, wäre ein so fantastisches Gelingen nicht möglich gewesen. Auch den Lehrern muss man an dieser Stelle seinen Dank ausdrücken. Sie haben uns unterstützt, wo es nur ging“, meinte Weber nach den Präsentationen, die am Ende jeweils mit viel Applaus begleitet worden waren. Weber weiter: „Medienbildung steht bei uns im Leitbild und hat einen besonderen Stellenwert an der Schule. Der Workshop soll möglichst einen Impuls geben für die schulische Weiterarbeit mit den verschiedenen Themenfeldern. Sie wissen jetzt zum Beispiel wie Kurzvideos gedreht werden. Ich hoffe, wir heimsen bei der Schülerfirmenmesse am 27. Februar in Braunschweig einen Preis ein als coolste Schülerfirma mit den innovativsten Ideen. Auf jeden Fall werden wir ein gute Figur machen.“

Geleitet wurden die drei Gruppen von den Experten Julian Trahe, Nina Yasmin Schmiedel und Sebastian Bürg, die die Ergebnisse vortrugen. „Wir haben unter anderem Postings erstellt, ergänzt mit Bildern unter anderem zu den Themen Mobbing und Sexualität. Die Schüler waren an allen Tagen sehr kreativ und konzentriert bei der Sache sowie wissbegierig“, lobte Teamerin Schmiedel.

Auch Julian Trahe, der die You-Tube-Schiene bediente, betonte, es habe ihm viel Spaß bereitet. „Das gesamte Drumherum hat gepasst. Wir haben uns auch mit der rechtlichen Seite beschäftigt und über Social Media gesprochen, wobei viele Fakes kursieren“, sagte Trahe und unterstrich, dass digitaler Stress krank machen könne. Geübt wurde deshalb auch der verantwortungsvolle Umgang mit den sozialen Medien.

Dietmar Kurz (Barmer) sagte, es sei höchste Zeit, dass Jugendlichen digitale Kompetenz und ein gesundheits- und risikobewusster Lebensstil mit auf den Weg gegeben werde. Deshalb fördere man das Projekt.

Stellvertretend für alle Teilnehmer ergänzten Mohammed Mohammed und Baschira Siala: „Es war super. Wir haben viel gelernt und unsere Erfahrungen erweitert.“

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