Peiner Gesamtschüler proben im Staatstheater Braunschweig

Peine.  Die Elftklässler haben zusammen mit dem Künstler Eko Supriyanto aus Indonesien ein Stück kreiert – die Kommunikation ist über WhatsApp erfolgt.

Im Staatstheater in Braunschweig haben die Peiner Gesamtschüler für das Projekt „Masterclass“ geprobt.

Im Staatstheater in Braunschweig haben die Peiner Gesamtschüler für das Projekt „Masterclass“ geprobt.

Foto: Archiv

Ein ungewöhnliches Projekt, das in Erinnerung bleibt: Der elfte Jahrgang im Fach „Darstellendes Spiel“ der Integrierten Gesamtschule (IGS) Peine hat an der „Masterclass“ teilgenommen, das von dem „Festival der Theaterformen“ in Braunschweig organisiert worden ist.

„Gemeinsam mit dem Künstler Eko Supriyanto aus Indonesien haben wir ein Stück kreiert, das wir auch vorgeführt haben“, berichten die beiden Elftklässlerinnen Anna Marleen Kemmer und Lena Schrader der IGS Peine. Dazu sind die Gesamtschüler jeden Tag nach Braunschweig in das Staatstheater gefahren, um zu proben. „Wir haben eine Lösung gefunden, wie das Projekt stattfinden konnte – trotz ,Corona’“, schildern Anna Marleen Kemmer und Lena Schrader – der Ausweg ist gewesen: die Kommunikation über WhatsApp. Jeden Tag schickte Eko Supriyanto ein Video mit Erklärungen und Übungen, die die Schüler zuhause nachmachen konnten. Dabei lernten die Elftklässler eine bestimmte Atemtechnik sowie die bewusste langsame Bewegung in Verbindung mit Körperspannung. Am Ende des Workshops wurde die geplante Aufführung durch ein zusammengeschnittenes Video ersetzt.

„Das Tanzen als Lieblingsmoment“

Was sind die persönlichen Lieblingsmomente der „Masterclass“ gewesen? Anna Marleen Kemmer und Lena Schrader haben ihre Schulkameraden befragt und diese Antworten erhalten:

• „Mein Lieblingsmoment war, dass ich das erste Video dreimal filmen musste, weil mein Hund immer wieder an mir hoch gesprungen ist: Er hat nicht verstanden, was ich tue – das war sehr lustig.“

• „Ich glaube, mein Lieblingsmoment war, als wir unseren Namen tanzen sollten und sich jeder überlegte, wie er das macht. Das war interessant zu sehen, wie jeder seinen individuellen Namen gestaltet – da bringt man auch ein Stück seiner Persönlichkeit mit, und das finde ich interessant.“

• „Mein Lieblingsmoment war das Tanzen: Das fand ich gut, weil wir uns selber kreative Tänze ausdenken konnten und dadurch kreativer wurden. Aber gleichzeitig habe ich das auch aufgenommen, sodass vielleicht andere Leute vorbeigekommen sind, und dadurch hat man Selbstvertrauen gewonnen.“

Anna Marleen Kemmer und Lena Schrader ziehen das Fazit: „Bei dem Projekt haben wir viel über uns selbst und unseren Körper gelernt, haben verschiedene Sichtweisen und Einblicke von anderen bekommen, gelernt, unsere Körperspannung besser zu beherrschen, und eine bestimmte Atemtechnik erlernt, die uns geholfen hat, uns zu verbessern.“ Das Beste sei das „Ausleben unserer individuellen Kreativität“ gewesen – „wir sind von der indonesischen Kultur angetan, die wir vorher nicht so gut gekannt haben“.

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