Kitas in Vechelde – nur bedingt ein Tag der offenen Tür

Vechelde.  In Zeiten von Corona müssen die Auftaktveranstaltungen für interessierte Eltern anders als sonst üblich ablaufen.

Vivian Sorge (links), Erzieherin in der Kita "Hilde" an der Hildesheimer Straße in Vechelde, beantwortete den Eltern, außerhalb der Kita-Räume, alle Fragen zu Konzepten, Betreuungszeiten und Corona.

Vivian Sorge (links), Erzieherin in der Kita "Hilde" an der Hildesheimer Straße in Vechelde, beantwortete den Eltern, außerhalb der Kita-Räume, alle Fragen zu Konzepten, Betreuungszeiten und Corona.

Foto: Jörg Kleinert

Ein „Nachmittag der offenen Tür“ – in den in Gemeinde-Verantwortung stehenden Kindertagesstätten in Vechelde ist dieser öffentliche Info-Nachmittag für Eltern eine regelmäßig stattfindende Veranstaltung. Wofür interessieren sich Eltern? Ist Corona für sie ein Thema? Wie läuft der Kita-Betrieb unter Corona-Bedingungen? Wir haben uns umgehört in den Gemeinde-Kitas – und stießen dabei nicht immer auf offene Türen.

Die Presse blieb in Vechelde am Tag der offenen Tür vor der Tür. „Anfragen bitte nur über die Gemeinde.“ So lautete mehrfach die zwar freundliche, aber bestimmte und abweisende Ansage der Kita-Mitarbeiterinnen.

Corona bei Eltern nicht das Thema

Doch nicht alle reagierten abweisend, schon gar nicht die Eltern. Lisa Rögener etwa hörte interessiert zu, als ihr Vivian Sorge, Erzieherin in der Krippe „Hilde“ an der Hildesheimer Straße, ausführlich das Konzept, die (Hygiene)-Regeln und die Arbeitsweise ihrer Einrichtung vorstellte. Das Thema Corona – das wurde deutlich – interessierte die Sierßerin nicht. „Ich möchte nur ein Gefühl dafür bekommen, ob mein Kind gut aufgehoben ist und ob es mit den anderen Kindern gut klarkommen kann“, sagte die junge Mutter.

Was kostet der Kita-Platz? Wann kann ich mein Kind morgens bringen? Muss mein Kind in der Kita schlafen? Fragen wie diese brannten den Eltern unter den Nägeln. Vivian Sorge beantwortete alle mit Geduld und Hingabe. „Wissen sie“, rief sie den Eltern zu, „wir machen hier alle unsern Job mit viel Leidenschaft und kommen sehr gerne zur Arbeit.“

Doch die hat sich in der 45 Krippenplätze großen Einrichtung unter Corona-Bedingungen verändert. „Hilde“ sei zwar wieder im Regelbetrieb, das offene Betreuungskonzept sei wieder zulässig, erzählte Vivian Sorge. „Wir sind heilfroh, dass wir es wieder umsetzen können, dass sich die Kinder frei von Gruppe zu Gruppe bewegen können, ohne Einschränkungen bei Begegnungen.“

Keine eigene Knete

Und doch müssten einige Dinge beachtet werden. „Wir reinigen regelmäßig die Spielgeräte“, sagte die Erzieherin. Und: „Die Kinder waschen sich lieber einmal mehr als einmal zu wenig die Hände.“ Das Beschäftigungsangebot für die Kinder habe nur geringfügig eingeschränkt werden müssen. So entfällt der hauswirtschaftliche Umgang der Kinder mit Lebensmittel, auch eigene Knete dürfen die Kinder derzeit nicht herstellen.

Innenbesichtigungen nur eingeschränkt möglich

Als „etwas bedauerlich“ empfand es Vivian Sorge, dass die Eltern sich bei ihrer Info-Tour über das Gelände nicht frei bewegen durften. Es gab für sie auch keinen Kaffee und Kekse wie sonst. Viele Räume blieben für die Besucher tabu, unter anderem die Küche. „Wir haben uns intern abgestimmt, dass wir die Eltern nur übers Außengelände herumführen, nicht im Innern“, sagte die „Hilde“-Erzieherin. „Aber so ist das halt in Corona-Zeiten.“

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