Abschied vom ersten der Lengeder Teiche

Lengede.  Er ist schon kein Teich mehr, eher ein große Pfütze. Die Verlandung des beliebten Ausflugsziels wird nun hingenommen, ebenso ein Fischsterben.

Besonders der erste Teich, wenn man vom Vallstedter Weg hoch zu den Lengeder Teichen geht, ist quasi nicht mehr vorhanden. Der vergangene sehr heiße Sommer und die chronisch fortschreitende Verlandung taten und tun ihre Wirkung. Der Effekt ist nicht zu übersehen. Er war fast nicht mehr zu sehen, denn die ursprünglich vorgesehenen Sichtschneisen vom umliegenden Weg waren zugewachsen. Zuletzt waren sie aber wieder freigeschnitten worden, so dass der Blick auf den vorderen der Lengeder Teich möglich ist.

Besonders der erste Teich, wenn man vom Vallstedter Weg hoch zu den Lengeder Teichen geht, ist quasi nicht mehr vorhanden. Der vergangene sehr heiße Sommer und die chronisch fortschreitende Verlandung taten und tun ihre Wirkung. Der Effekt ist nicht zu übersehen. Er war fast nicht mehr zu sehen, denn die ursprünglich vorgesehenen Sichtschneisen vom umliegenden Weg waren zugewachsen. Zuletzt waren sie aber wieder freigeschnitten worden, so dass der Blick auf den vorderen der Lengeder Teich möglich ist.

Foto: Henrik Bode

Die Lengeder (Klär)Teiche sind Teil der Bergbaugeschichte dieser Gemeinde. Das Kapitel ist seit den 70er Jahren abgeschlossen. Sichtbare Spuren gibt es nur noch wenige, außer ein paar Gebäuden im Gewerbegebiet und der Gedenkstätte nach dem „Wunder von Lengede“. Und auch die Teiche scheinen bald Geschichte zu sein.

Besonders der erste, wenn man vom Vallstedter Weg kommend die Treppe hoch steigt, macht aktuell einen ganz traurigen Eindruck. Eigentlich kann von einem Teich nicht mehr die Rede sein, eher von einer großen Pfütze. Und auch bei der ist es nur eine Frage der Zeit, wann diese ausgetrocknet sein wird.

Verlandung ist schon immer ein Thema

Das schwindende Wasser ist nicht nur eine Folge des sehr heißen Sommers im vergangenen Jahr. Durch Verlandung wurde die Wasserfläche in den vergangenen Jahren immer kleiner. Das hatte für einen Streit gesorgt zwischen dem zuständigen Vertreter des Nabu, Prof. Ulrich Reimers, der Gemeinde Lengede und dem Landkreis Peine, dessen Untere Naturschutzbehörde für den einfachen Naturschutzstatus der Lengeder Teiche zuständig ist.

Bürger und Ulrich Reimers hatten immer wieder kritisiert, dass besonders der vordere Teich unkontrolliert zuwächst. Es sei zu wenig für den Erhalt der Gewässerfläche getan worden.

Sichtschneise bietet traurigen Anblick

Vor einigen Monaten wurde immerhin mal wieder eine der Sichtschneisen an dem umlaufenden Weg freigeschnitten. Doch angesichts des aktuell traurigen Anblicks, den der vordere Teich bietet, ist auch diese Maßnahme im Nachhinein in Frage zu stellen.

Die Lengeder Teiche hatten sich nach dem Ende der Bergbaugeschichte als Naherholungsgebiet etabliert. Das war gar nicht geplant. Auch der Landkreis Peine hatte nach den Vorwürfen, sich zu wenig um die Teiche zu kümmern, darauf verwiesen: Ursprünglich war die Verlandung vorgesehen.

Die Natur holt sich zurück, was ihr genommen wurde

Auf erneute Nachfrage unserer Zeitung macht Lengedes Gemeinde-Bürgermeisterin Maren Wegner mehr oder weniger deutlich, dass nun der Widerstand gegen die Verlandung aufgegeben werden könnte. Sie schreibt: „Aufgrund der sinkenden Wasserspiegel und dem fortschreitenden Prozess der Verlandung einiger Teiche im Naturschutzgebiet waren Gemeinde, Landkreis und Nabu-Vertreter im Gespräch. Es wurde erörtert, ob und inwieweit damalige Überlegungen nun doch aufgegriffen werden können. Die Natur holt sich zurück, was ihr genommen wurde.“

Fische werden wohl sterben müssen

Ein Thema war zuletzt immer wieder, was mit den Fischen passiert, wenn die Teich nach und nach austrocknen. Das teilt die Bürgermeisterin dazu mit: „Die Rettung der in den von der Verlandung betroffenen Teiche lebenden Fische ist so leider nicht möglich, da sind sich alle Gesprächspartner einig. In diese Überlegung wurde auch der ansässige Angelsportverein miteinbezogen, obwohl dieser kein Pächter der von der Verlandung betroffenen Teiche ist.“

EU-Schutzstatus stark gefährdet

Ein weiteres Thema war zuletzt immer wieder der drohende Verlust von einem Schutzstatus für das Gebiet der Lengeder Teiche. Den Status als Naturschutzgebiet (NSG) kann der Landkreis Peine weiter selbst festlegen. Den bisher bestehenden Status als EU-Vogelschutzgebiet gibt es aber nicht einfach so. Dafür müssen auch entsprechend geschützte Vogelarten weiter vorhanden sein. Ulrich Reimers hatte zuletzt festgestellt, dass das zunehmend nicht mehr der Fall ist. Deswegen werde der EU-Status wohl verloren gehen.

Eine Gnadenfrist gab es für die Lengeder Teiche noch. Eine im vergangenen Jahr geplante Erhebung mit Begehungen konnte erst in diesem Jahr stattfinden. Für diese Brutvogel-Erfassung ist der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) zuständig. Die Bestandserfassung liege vor, sagt Ulrich Reimers. Das Ergebnis stehe aber noch nicht fest.

Wegegebot wird missachtet

Maren Wegener ergänzt in ihrer Stellungnahme abschließend, dass es im Naturschutzgebiet ein Wegegebot gebe. „Leider wird dies nicht immer beachtet und man sieht Schuhspuren in Bereichen, die gefährlich sein können. Daher appellieren wir oft daran, sich an das Wegegebot zu halten.“

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