Anschlag

Nord Stream: Viertes Leck in Gaspipelines entdeckt

Seismologen: Explosionen in Ostsee vor Nord-Stream-Leck

Seismologen: Explosionen in Ostsee vor Nord-Stream-Leck

In der Ostsee sind in dem Gebiet, wo derzeit unkontrolliert Gas aus den Pipelines Nord Stream 1 und 2 austritt, schwedischen Forschern zufolge zwei Explosionen registriert worden. Für Explosionen würde die massive Freisetzung an Energie sprechen, sagte Peter Schmidt, Seismologe an der Universität Uppsala, im AFP-Interview.

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Berlin  An den Nord Stream-Pipelines ist in der Ostsee ein viertes Leck entdeckt worden. Das erklärte Schwedens Küstenwache am Donnerstag.

An den Nord Stream-Pipelines ist ein viertes Leck entdeckt worden, wie die schwedische Küstenwache am Donnerstagmorgen erklärte.

„Es gibt zwei Lecks auf schwedischem Gebiet und zwei auf dänischem“, erklärte ein Verantwortlicher der Küstenwache gegenüber der Nachrichtenagentur AFP – die beiden Lecks auf schwedischem Gebiet lägen „nahe beieinander“.

Gaspipeline: Viertes Leck wohl an Nord Stream 2

An den Pipelines Nord Stream 1 und 2 waren bereits am Montag an einer Stelle in der schwedischen Wirtschaftszone und an zwei in der dänischen Lecks festgestellt worden. Aus ihnen entweicht weiterhin Gas. Aus Dänemark hieß es, dass bereits mehr als die Hälfte in den Pipelines ausgetreten sei.

Die Küstenwache machte zunächst keine genauen Angaben zur Lage des neu festgestellten Schadens und warum er erst jetzt entdeckt wurde. Schwedische Medien berichteten, dass sich das neu festgestellte Leck an der Pipeline Nord Stream 2 befinde.

Internationale Beobachter gehen von einem Sabotage-Akt aus, der im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg sowie mit den damit verbundenen Sanktionen gegen Russland stehen könnte. (afp/fmg)

Dieser Artikel erschien zuerst auf morgenpost.de.

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