Bettmars Kleinod für Erholungssuchende

Bettmar.  Der Trägerverein des Naturbades Vechelde-Bettmar kümmert sich seit 17 Jahren um den Erhalt der Anlage und ist für den Gemeinsam-Preis nominiert.

Nach der Badesaison ist vor der Badesaison: Das Streichen der Startblöcke am Beckenrand in Signal-Blau gehört für die Trägervereinsmitglieder - hier Joe Habelmann, Hannelore Niewollik (Mitte) und Bianca Sorrentino - zu den notwendigen Arbeiten.

Nach der Badesaison ist vor der Badesaison: Das Streichen der Startblöcke am Beckenrand in Signal-Blau gehört für die Trägervereinsmitglieder - hier Joe Habelmann, Hannelore Niewollik (Mitte) und Bianca Sorrentino - zu den notwendigen Arbeiten.

Foto: Jörg Kleinert

Eine gepflegte Liegewiese, groß wie ein Fußballfeld. Ein alter, viel Schatten spendender Baumbestand. Ein naturbelassener See – 75 Meter in der Breite, 220 Meter in der Länge, einst entstanden aus einer Tonkuhle, die sich mit Wasser füllte. Das Naturfreibad in Bettmar in der Gemeinde Vechelde gilt als Kleinod für Erholungssuchende.

Diese idyllische Badeanstalt in Schuss zu halten, ist eine Mammutaufgabe. Eine, um die sich der Trägerverein Vechelde-Bettmar seit 17 Jahren kümmert. „Nach der Badesaison ist für uns vor der Badesaison“, sagt Olaf Wilkens, Vorsitzender des Vereins, dem heute 300 Familien, rund 100 Einzelmitglieder sowie einige Fördermitglieder angehören. „Arbeit gibt es hier immer“, sagt Wilkens. „Man kann die Anlage ab dem Herbst ja nicht sich selbst überlassen, sonst wächst einem alles über den Kopf.“

Auch die Badesaison in der Corona-Krise war ein voller Erfolg

Jene Arbeitsstunden, die Wilkens und seine ehrenamtlichen Mitstreiter seit 2003 in den Erhalt und die Modernisierung des Naturbades gesteckt haben, lassen sich kaum nachvollziehen. „Wenn etwas ansteht, dann muss es gemacht werden“, sagt Wilkens. Die Sanierung der Toiletten: „Alles Eigenleistung“, sagt der Vorsitzende. Das Stutzen von Bäumen und Sträuchern, die Pflege der Rasenfläche: „Machen wir alles selbst.“ Streicharbeiten am Sprungturm, Pflege und Wartung des Bereichs für das Kinder-Schwimmen, Ausbesserungen des Beckenrandes, das Verlegen von Bodenplatten. „Wir verbauen, was übrig ist“, erzählt Wilkens. Soll heißen: Lassen es Überschüsse bei den Mitgliederbeiträgen zu, dann investiert der Verein das Geld in seine Freizeitanlage. Die Gemeinde Vechelde, bis kurz nach der Jahrtausendwende noch selbst Betreiber des Naturbades, unterstützt die Arbeit des Trägervereins mit einem jährlichen Zuschuss in Höhe von 20.000 Euro. Neuestes Projekt des Trägervereins: Der Biergartenbereich soll komplett überdacht werden. Jüngst, während der Jahresversammlung, habe der Vorstand dafür das fast einstimmige Votum der Mitglieder erhalten, erzählt Bianca Sorrentino, die sich um die Außendarstellung des Trägervereins kümmert. Grundsätzlich, so sagt sie, komme der Verein in der öffentlichen Wahrnehmung in der Gemeinde Vechelde sehr gut weg. „Die Menschen lieben ihr Naturbad. Wir haben sehr treue Mitglieder. Auch die Corona-Pandemie hat niemand als Argument genutzt, um seine Mitgliedschaft zu kündigen.“ Im Gegenteil: „Die Badesaison lief für uns genauso gut wie zu Nicht-Corona-Zeiten“, erzählt die Vereinssprecherin. Es habe im Monatsdurchschnitt keinen Einbruch bei den Zahlen gegeben. „Das liegt wohl auch daran, dass die Besucher auf dem weitläufigen Gelände Abstände bestens einhalten können.“

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