Neue Lampen für Paracelsusstraße zu teuer

Salzgitter-Bad  Sie sollen erst im Zuge des Neubaugebietes kommen.

Auf dem Altklinikum-Gelände soll ein Neubaugebiet entstehen. Grundlage ist der Bebauungsplan „Paracelsusstraße“.

Foto: Bernward Comes

Auf dem Altklinikum-Gelände soll ein Neubaugebiet entstehen. Grundlage ist der Bebauungsplan „Paracelsusstraße“. Foto: Bernward Comes

Auf einem Teilstück der Paracelsusstraße in Salzgitter-Bad, genauer gesagt von der Einmündung der Breiten Straße bis hin zum ehemaligen Krankenhaus, gibt es nicht nur viele Stolperfallen, sondern es ist am Abend dort zudem auch ziemlich finster. „Nur jede dritte Lampe brennt“, wundert sich Waldsiedlungsbewohnerin Britta Willecke, die dort gerne mit ihrem Hund spazieren geht. Erst habe sie an einen Schaltfehler gedacht, schreibt sie auf Alarm38, einer Internetplattform unserer Zeitung. Dann habe sie jedoch gehört, das Schummerlicht sei eine Sparmaßnahme der Stadt. Da der Weg eine beliebte Route – nicht nur für Hundebesitzer – sei, fragt Willecke, ob es nicht möglich sei, die Beleuchtung in der dunklen Jahreszeit wieder bis 22 Uhr einzuschalten.

Diese Hoffnung muss Baudezernent Michael Tacke für den Fachdienst Tiefbau und Verkehr zerstören. „Sowohl die Beleuchtungsmasten als auch die in der Erde verlegten Kabel sind erneuerungsbedürftig. Um eine ordnungsgemäße Straßenbeleuchtung herzustellen, wären erhebliche Investitionen erforderlich, die zurzeit leider nicht zur Verfügung stehen“, heißt es in seiner Mitteilung an unsere Zeitung. Mittelfristig werde das gesamte Gebiet neu erschlossen. In diesem Zuge würden auch die gesamte Infrastruktur (Straße, Beleuchtung, Kanalsystem, Leitungssysteme) neu erstellt. Auf dem ehemaligen Krankenhausgelände und Teilen des angrenzenden Kleingartenvereins soll, wie bereits mehrfach berichtet, das Neubaugebiet „Wohnen am Berg“ entstehen. Der beschriebene Abschnitt der Paracelsusstraße befinde sich auf dem ehemaligen Klinikgelände und sei in einen sehr schlechten Zustand, bestätigt die Verwaltung Willeckes Beobachtungen. Aufgrund der Historie dieses Straßenabschnittes handele es sich nicht um eine öffentlich gewidmete Straße, sondern um eine Privatstraße, die jetzt wieder der Stadt gehöre.

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