Leser kritisiert mobilen Blitzer auf Radweg

Watenstedt.  Darf ein Blitzer auf einem Radweg stehen? Diese Frage stellt ein Leser.

Das mitgeschickte Bild von Detlef Sandvoss zeigt, wenn auch unscharf, den Container auf dem Radweg stehend.

Das mitgeschickte Bild von Detlef Sandvoss zeigt, wenn auch unscharf, den Container auf dem Radweg stehend.

Foto: Privat

„Warum wird der städtische Blitzer-Anhänger in Höhe der MAN-Kreuzung in einer Gefahrenzonen für Radfahrer aufgestellt?“

Dies fragt unser Leser

Detlef Sandvoss.

Zu dem Thema recherchierte Yvonne Weber

Das mitgeschickte Bild von Detlef Sandvoss zeigt, wenn auch etwas unscharf, den Container mit der Blitzanlage auf dem Radweg stehend. Es ist dunkel, die beleuchtete MAN-Kreuzung ist unweit entfernt.

Wenn der Radfahrer – der tagein, tagaus einen leeren Radweg gewohnt ist – eines nachts auf dem Arbeitsweg auf den mobilen Blitzer stößt, könnte dieser zur Gefahrenquelle werden. Radfahrer gegen Blitzer – ein Zusammenprall wäre möglich, dann dürfte er allerdings ohne Licht unterwegs sein oder eine harte Schicht hinter sich haben, um den Kasten nicht ausweichen zu können.

Seit August diesen Jahres setzt die Stadt Salzgitter den semi-stationären Blitzer zur Geschwindigkeitsüberwachung ein. Die Anlage würde in Absprache mit der Polizei für jeweils zwei bis vier Tage an besonders unfallträchtigen Stellen beziehungsweise an Orten aufgebaut, bei denen bekannt ist, dass durch erhebliche Geschwindigkeitsüberschreitungen Gefahrenpunkte entstehen.

Die Stadt schreibt zur Kritik von Detlef Sandvoss: „Jeder Aufstellort, an dem die Semistation jeweils installiert wird, wird auch in Hinsicht auf Sicherheitsaspekte überprüft.“ Bei dieser Überprüfung sei die Straßenverkehrsbehörde eingebunden. Die Anlage selbst habe sowohl eine Genehmigung der Physikalisch -Technischen Bundesanstalt (PTB) als auch des technischen Überwachungsvereins (TÜV). Zusätzlich seien reflektierende Beschilderungen angebracht. „Auf dem beigefügten Foto ist keine Problematik hinsichtlich einer Gefährdung von Radfahrern erkennbar. Der Bereich ist zudem gut ausgeleuchtet. Die Verwaltung teilt die in der Frage enthaltene Einschätzung nicht“, so die Stellungnahme aus dem Lebenstedter Rathaus.

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