Löschmäuse gehen an den Start

Die erste Kinderfeuerwehr der Stadt hat sich in Flachstöckheim gegründet

Rüdiger Hesse, Ortsbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Flachstöckheim, Margit Walde und Marita Froböse (hinten, von rechts), sind glücklich über die Löschmäuse. Mit Sara, Moritz, Dilara-Samira, Can-Eren, Alexander Jan und Luca haben sieben Mitglieder am Gemeindefest teilgenommen.   

Foto: Böhm

Rüdiger Hesse, Ortsbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Flachstöckheim, Margit Walde und Marita Froböse (hinten, von rechts), sind glücklich über die Löschmäuse. Mit Sara, Moritz, Dilara-Samira, Can-Eren, Alexander Jan und Luca haben sieben Mitglieder am Gemeindefest teilgenommen.    Foto: Böhm

FLACHSTÖCKHEIM. Beim Gemeindefest der evangelischen Kirche Flachstöckheim hatten nicht nur Bratwurst und Kuchen ihren großen Auftritt: Auch die erste Kinderfeuerwehr der Stadt Salzgitter nahm mit viel Spaß und Spiel an dem Sommerfest teil.

"Wir möchten die Bevölkerung aufklären, was eine Kinderfeuerwehr eigentlich so macht", sagt Marita Froböse, die seit dem 25. April die Leitung der Flachstöckheimer Löschmäuse übernommen hat. Dazu gehörten am gestrigen Sonntag Kindermalen und Stockbrotbacken – aber natürlich machen die 14 Mitglieder zwischen sechs und zwölf Jahren noch viel mehr.

Seit nun vier Monaten trifft sich die Gruppe jeden zweiten Donnerstag im Monat am Feuerwehrhaus. "Wir machen uns intensiv Gedanken darüber, was wir mit den Kindern machen können. Und wir möchten die Kinder hinter den Computern hervorlocken", erzählt Froböse, die bis zu ihrem Umzug nach Salzgitter vor einem Jahr in Peine stellvertretende Kreisjugendfeuerwehrwartin war.

Auf drei Punkte legen die Betreuer – außer Froböse kümmern sich Margit Walde und Timo Erber ehrenamtlich um die Mitglieder – großen Wert. So sollen die Kinder zum Beispiel den verantwortungsvollen Umgang mit brennbaren Materialien erlernen und verinnerlichen, wie man sich in einem Notfall verhält. "Wir möchten aber auch das Zusammengehörigkeitsgefühl fördern", sagt Froböse. Und zu guter Letzt soll eine Mitgliedschaft in der Kinderfeuerwehr vor allem auch eines bringen: Spaß. Also wird gemeinsam gebacken, gemalt, gekocht oder gebastelt, zudem planen die Betreuer gemeinsame Ausflüge.

Dass es nun die Möglichkeit gibt, eine Kinderfeuerwehr auf die Beine zu stellen, ist für Froböse, die in Braunschweig bei der Berufsfeuerwehr arbeitet, ein Glücksfall. "Das Interesse an der Feuerwehr ist schon im jungen Alter vorhanden, aber Sechsjährige durften bisher nicht mitmachen", sagt die Flachstöckheimerin. Denn das Mindestalter beim Eintritt in die Jugendfeuerwehr beträgt zehn Jahre.

Nach einer Satzungsänderung der Feuerwehr Salzgitter, die im Frühjahr den Rat der Stadt passierte, sind Kinderfeuerwehren nun erlaubt. Vorher war dies aus versicherungstechnischen Gründen nicht möglich.

Außer der Wehr in Flachstöckheim gibt es bereits eine zweite in Hallendorf.

"Die Kinderfeuerwehr ist quasi der Unterbau der Jugendfeuerwehr und bietet auch eine Möglichkeit, Nachwuchs zu bekommen", sagt Froböse. Ganz offiziell wird indes am 20. September gefeiert: Dann stellen sich die Nachwuchskameraden vor geladenen Gästen im Feuerwehrhaus vor.

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