Kraniche wählen Rot-Grün

Salzgitter  Viele Schüler nahmen an der Juniorwahl des Gymnasiums teil.

Drei der Wahlhelferinnen des Kranich-Gymnasiums in Salzgitter bei der Juniorwahl 2017.

Drei der Wahlhelferinnen des Kranich-Gymnasiums in Salzgitter bei der Juniorwahl 2017.

Foto: Privat

Ein Wahlaufruf des Jugendparlamentes Salzgitter (JuP SZ) an das Kranich-Gymnasium gab die Initialzündung zur Juniorwahl 2017, die kurz vor der Bundestagswahl in der Aula des Gymnasiums stattgefunden hat.

Die Juniorwahl ist ein Projekt zur politischen Bildung. Die Wahl wird zwar simuliert, findet aber parallel zur Bundestagswahl statt. Die Schüler und Schülerinnen setzen sich dabei intensiv mit dem Thema „Wahlen“ auseinander und bereiten diese mit Hilfe von Lehrkräften vor. Der Politik-Kurs des 11. und 12. Jahrgangs bereitete mit Hilfe der Politik-Lehrkraft die Juniorwahl vor.

Somit hatten auch die Schüler unter 18 Jahren die Möglichkeit, wählen zu gehen. Die Stimmzettel waren trotz Simulation originalgetreu, sodass sich die Juniorwahl noch realistischer „angefühlt“ hat. Ganz wie bei der richtigen Wahl haben alle Schüler vor dem Wahltermin eine Wahlbenachrichtigung erhalten, die sie vorzeigen mussten. Außerdem mussten sie sich ausweisen. Denn ohne sich auszuweisen ist es nicht möglich, an den Wahlen teilzunehmen. Das Ziel der Juniorwahlen ist es, junge Menschen für politische Themen zu begeistern, indem man sie einbindet.

Die Schüler bekommen die Möglichkeit, ihre Stimme abzugeben, um sich unter anderem für eine Partei zu entscheiden. Aber damit sich die Schüler für eine Partei entscheiden können, sollten sie sich vorher darüber informieren. Das könnte wählen zu gehen zur Normalität machen. Aus der Perspektive der Wahlhelfer, die ebenfalls nicht fehlen durften, hat es wirklich viel Spaß gemacht: „Wir konnten an einigen Stellen unser vorheriges Wissen zu Wahlen anwenden, aber wir haben natürlich auch viel Neues dazugelernt. Ein Beispiel dafür ist, dass soziale Medien eine immer wichtigere Rolle im Wahlkampf spielen“, erklären die Wahlhelfer aus dem 11. Jahrgang des Kranich-Gymnasiums.

Es sei eine Freude und große Verantwortung gewesen, die Vorbereitung sowie Durchführung der Wahl übernehmen zu dürfen. „Bei Fragen konnten wir helfen und haben den Eindruck bekommen, dass die Schüler Interesse für das Thema Wahlen gezeigt haben. Manche Schüler waren sogar richtig aufgeregt“, berichtet eine Wahlhelferin.

Für die Kraniche war das Ergebnis der Wahlen am wichtigsten. Die beiden Großparteien CDU und SPD konnten die meisten Stimmen einfahren, wobei die SPD mit 26,9Prozent noch vor der CDU mit 20,4 Prozent liegt. Die Grünen landeten mit 18Prozent nur knapp dahinter. Die Linke hat 7,8 Prozent der Stimmen erhalten, und die AfD erreichte 7,5 Prozent.

Insgesamt haben 78 Prozent der Schüler an den Wahlen teilgenommen.

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