Landwirte ernten mehr als 83 Tonnen Rüben pro Hektar

Groß Heere  Experten ziehen vor 60 Landwirten in Groß Heere eine Bilanz der im Januar beendeten Zuckerrüben-Kampagne.

Diese Zuckerrüben-Experten blickten auf eine komplizierte Kampagne 2017/2018 zurück: Ralf Bartels (von links), Frank Knälmann, Andreas Sonnenberg, Clemens Becker und Frithjof Pape.

Foto: Jörg Kleinert.

Diese Zuckerrüben-Experten blickten auf eine komplizierte Kampagne 2017/2018 zurück: Ralf Bartels (von links), Frank Knälmann, Andreas Sonnenberg, Clemens Becker und Frithjof Pape. Foto: Jörg Kleinert.

Es war eine Vorzeige-Kampagne mit Rekordzahlen bei Rüben- und Zuckerertrag. Die Verarbeitung der Zuckerrüben im Nordzucker-Werk ging Mitte Januar nach 122 Tagen ohne größere Zwischenfälle zu Ende. Das machte Vorstandsmitglied Ralf Bartels am Mittwoch während der Winterversammlung des Zuckerrübenanbauerverbandes Niedersachsen-Mitte in Groß Heere vor rund 60 Landwirten deutlich.

Was indes nicht heißt, dass in der Kampagne 2017/2018 alles glatt lief für die Zuckerrübenanbauer zwischen Innerstetal und nördlichem Harzvorland. Denn: Die Nässe, vor allem in der zweiten Jahreshälfte, setzte den Landwirten zu. 909 Millimeter Niederschlag habe es im Jahresmittel rund um Salzgitter und im Innerstetal gegeben, erzählte Bartels, 70 Prozent davon fielen ab Juli. Normal sei ein Jahresmittelwert um knapp über 600 Millimeter. Mit der Folge, dass Ernte, Verladung und Anlieferung der süßen Feldfrucht nur unter erschwerten Bedingungen auf den tief durchnässten Schlägen möglich waren.

Landwirte, Verlader und Transporteure hätten trotz widriger Umstände Wege gefunden, das Werk in Schladen regelmäßig mit ausreichend Zuckerrüben zu beliefern, sagte Frithjof Pape vom Agricenter im Nordzucker-Werk in Schladen. „Unsere Fabrik lief deshalb ohne größere Produktionsausfälle durch“, so Pape.

Der Zuckerrüben-Fachmann berichtete von Rekordzahlen, die die Rübe in der jüngsten Kampagne lieferte. Im Schnitt 83,1 Tonnen Rübenertrag je Hektar (2016: 73,1 Tonnen) hätten die Landwirte in diesem Jahr von ihren Äckern geholt, der Zuckerertrag lag laut Pape bei 14,8 Tonnen je Hektar (2016: 13,2 Tonnen). „Das ist das beste Ergebnis in der 148-jährigen Geschichte des Werks Schladen.“ Bei 10 665 Tonnen habe dort die Tagesverarbeitung gelegen, insgesamt seien 1,3 Millionen Tonnen Zuckerrüben verarbeitet worden.

Erfolgreich sei laut Pape auch die zweitägige Testkampagne für Öko-Rüben gelaufen. „Der Markt verlangt nach Öko-Zucker. Wir weiten deshalb 2018 die Anbaufläche für Öko-Rüben aus.“

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