Jet Evil lieben die kleinen Bühnen

Lebenstedt.  Für die Alternative-Rock Band wäre der Auftritt beim Salzig Bandcontest ihr erster in Salzgitter

Für sie zählt nur die Musik: Die Braunschweiger Alternative-Rock Band von links: Christian Bock, Wieland Wilkens, Jörn Götz, Bastian Herrmann. 

Für sie zählt nur die Musik: Die Braunschweiger Alternative-Rock Band von links: Christian Bock, Wieland Wilkens, Jörn Götz, Bastian Herrmann. 

Foto: Privat

Sie spielen gerne auf kleinen Bühnen. Am meisten haben Jet Evil aus Braunschweig Spaß, wenn es „eng, warm und schmutzig“ ist. Eng und warm ist es auch in ihrem Proberaum in einem Keller.

Das Ambiente, ihre Vorliebe für kleine Bühnen und schwitzige Auftritte – das passt zu ihrem Alternative-Rock mit Punk-Einflüssen von Millencolin bis No Use for a Name. Ihre Lieder sind mal rockig, mal ruhiger. „Wir halten uns stilistisch alle Optionen offen“, sagt Gitarrist und Songschreiber Wieland Wilkens. Doch jeder bringt seine Einflüsse am Ende mit rein. Wenn Wilkens den Text und die ersten Akkorde auf der Gitarre mit in den Proberaum bringt, fängt Bastian Herrmann an zu singen, nach und nach entsteht der Sound, der Rhythmus, die Melodie.

Im August 2015 haben sich Jet Evil gegründet. Weder schreiben sie Lieder mit gewaltverherrlichendem Inhalt, noch sind die vier Musiker schlechte Menschen. Die Geschichte hinter dem Namen ist eher amüsant. „Auf einem Festival erzählte ein Kumpel ständig von einem Bassisten namens Jet Evil. Keiner von uns wusste, wer das sein sollte, bis wir irgendwann gemerkt haben, dass er von Evil Jared, dem Bassisten der Bloodhound Gang, gesprochen hatte“, sagt Wilkens.

Ihre Lieder handeln teils vom zwischenmenschlichen, mal sind sie gesellschaftskritisch oder erzählen eine fiktive Geschichte. In „We claim it, we’ll take it“ singt Herrmann über Dinge, die in der Gesellschaft schief laufen. Über Rassismus, Diskriminierung oder fehlende Zivilcourage. Doch das Lied hat eine positive Wende, als die Menschen anfangen sich gegen die negativen Auswirkungen zu aufzulehnen.

Miteinander, solidarisch, kollegial – dafür stehen Jet Evil auch. „Wir helfen vor Auftritten gerne anderen Bands beim Ausladen der Instrumente oder feuern sie während ihrer Gigs an“, sagt Herrmann. Bei ihnen gebe es kein Konkurrenzdenken. „Wir wollen mit der Musik kein Geld verdienen oder sonst was. Nur die Musik zählt“, sagt Herrmann. Und die ist dem Sänger besonders wichtig, denn ohne sie könne er nicht leben. „Ich höre , wenn es möglich ist, den ganzen Tag und zu jeder Gelegenheit Musik“, sagt er.

Beim Salzig Bandcontest wollen die Braunschweiger eine schöne Show spielen, die Leute von ihrer Musik begeistern, die anderen Bands kennenlernen. Der Sieg für sie stehe nicht im Vordergrund. Was zählt ist ganz allein die Musik.

Ab Montag, 4. Juni, können Sie hier bis zum 10. Juni abstimmen!

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