Union mausert sich zum Topteam

Salzgitter-Bad.  Die Tischtennisasse überwintern auf Platz drei der Regionalliga.

Henrik Fahlbusch (links) und Felix Wilke harmonieren gut im Doppel und profitieren auch von der Erfahrung der polnischen Importspieler.

Henrik Fahlbusch (links) und Felix Wilke harmonieren gut im Doppel und profitieren auch von der Erfahrung der polnischen Importspieler.

Foto: Klaus Zopp / regio-press

Der SV Union Salzgitter hat sich nach einer Durststrecke zu einer Spitzenmannschaft in Niedersachsen gemausert. Mittlerweile gehört der Tischtennis-Regionalligadritte sogar zum Top-Quartett des Landes. Nur Zweitligist TuS Celle, Drittligist SV Bolzum und Regionalligaspitzenreiter Hannover 96 sind noch höher einzustufen.

Das war nicht immer so. Besonders in den Jahren 2011 bis 2013 ging es bis zur Landesliga bergab. „Auf Grund unerwarteter Abgänge sahen wir uns deshalb gezwungen, auf ein Mixed aus deutschen und ausländischen Spielern zu setzen. Die Maßnahme sollte sich als ein absoluter Glücksfall für die sportliche Entwicklung erweisen“, blickt Teamchef Stefan Blanke zufrieden zurück.

Besonders erfolgreich agierten die Sölter in der Saison 2017/2018, wo die Mannschaft vor allem in der Herbstsaison eine unerwartete Serie glückte und mit einer 18:0-Vorlage in die Rückrunde ging. „Damit hatten wir niemals gerechnet. Als klarer Aufstiegskandidat wurde Hannover 96 gehandelt. Durch unseren Heimsieg gegen die 96er sind wir allerdings mit einem Dreipunktepolster in die Rückrunde gestartet. Zum Rückrundenstart erhielten wir in Hannover leider einen kräftigen 7:9-Dämpfer und büßten zusätzlich noch einen weiteren Punkt in Hagenburg ein“, erinnert sich Blanke, während der Favorit sich keinen Schnitzer mehr erlaubte und direkt in die Regionalliga aufstieg.

Umso größer war die Freude, dass die Sölter über den Umweg des Relegationsrundensieges doch noch in das Oberhaus Norddeutschlands vordrangen. Maßgeblichen Anteil daran hatte nicht nur Leitwolf Kristof Lubin, sondern auch Gregor Felkel, der in der Rückrunde ohne jeglichen Punktverlust blieb. Dessen Part übernahm in der Regionalliga dessen polnischer Landsmann Adrian Wiecek und sollte sich als Glücksgriff erweisen. Zwar konnte der frühere polnische Superliga-Profi weder die schmerzliche Niederlage beim SF Oesede noch in Hannover verhindern, aber es zeigte sich schnell, dass die Sölter ein außergewöhnliches Trumpfass verpflichteten. In dessen Sog kehrten auch die anderen Union-Spieler in die Erfolgsspur zurück und schälten sich in kritischen Situationen wie Marius Brinkmann beim 9:7 gegen Rostock Süd und beim 8:8 gegen Bargteheide ebenso als Retter in der Not wie Henrik Fahlbusch, der das 9:7 in Lunestedt vor einer tobenden Kulisse ebnete.

„Adrian ist auch versierter Ratgeber. Davon profitiert vor allem Nils Schulze“, betonte Blanke. Trotz des unerwarteten Vorrückens auf Position drei bleibt der Union-Teamchef moderat optimistisch: „Unser realistisches Ziel bleibt der Klassenerhalt. Wenn alles gut läuft, können wir natürlich auch oben mitmischen. Das hängt natürlich von verschiedenen Faktoren ab. Unser Erfolg ist umso bemerkenswerter, weil wir mit wesentlich geringeren Mitteln wirtschaften müssen als andere Teams. Sollten es uns gelingen, weitere Werbepartner zu gewinnen, wäre mittelfristig sogar das Thema Bundesliga zu realisieren.“

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