Große Typisierungsaktion in Haverlah

Haverlah.  Sie fand beim Jubiläumsfest der Feuerwehr Haverlah am zweiten Tag statt.

Natalia und Laura vom Mütterzentrum Salzgitter-Bad schminken die 6-jährige Mia und ihre Schwester Josie (8 Jahre).

Natalia und Laura vom Mütterzentrum Salzgitter-Bad schminken die 6-jährige Mia und ihre Schwester Josie (8 Jahre).

Foto: Maike Bock

Im Mittelpunkt des Familiensamstags beim Jubiläum der Feuerwehr Haverlah stand auch eine Stammzell-Typisierung gemeinsam mit dem Verein „Wir helfen Kindern“ und dem „Verein für krebskranke Kinder Harz“. Feuerwehrmitglied und Mitorganisator Jan Beims erklärt: „Wir wollten mal etwas anderes machen. So wurde die Idee geboren mit ‚Wir helfen Kindern‘ zusammenzuarbeiten“. Er bedauerte, dass Sigmar Gabriel als Schirmherr der Aktion seinen geplanten Besuch leider kurzfristig absagen musste.

Nach dem schmissigen Start am Freitagabend mit über 1.000 Besuchern begann die Fortsetzung der Jubiläumsfeier der Feuerwehr Haverlah am Familiensamstag eher gemütlich. Der Festplatz füllte sich langsam. Und während sich Erwachsene an den Ständen der beiden Vereine über die Stammzelltypisierung aufklären ließen, hatten die Kinder bis zum Mittag an den verschiedenen Attraktionen freie Bahn. Sie konnten sich auf einer der acht Hüpfburgen austoben, am Glücksrad drehen, am Lagerfeuer ein Stockbrot grillen oder Karussell fahren. Für das leibliche Wohl sorgte ab der Mittagszeit ein großes Kuchenbuffet. „Hierfür haben die Haverlaher an die 50 Torten selbst gebacken und gespendet“, erzählt Anja Winter, die beim Verkauf mithilft, stolz.

Volker Machura, Vorsitzender von „Wir helfen Kindern“, sprach viele Gäste persönlich auf die Typisierungsaktion an – mit Erfolg. Die meisten nahmen Platz, ließen sich vom Team des Vereins für krebskranke Kinder Harz beraten und gaben per Wattestäbchen eine Gewebeprobe ihrer Wangenschleimhaut ab. Die Plätze waren stets besetzt, und am Ende des Tages zeigte sich Machura zufrieden: „Es war eine Klasse Aktion. Mit der Anzahl der Typisierungen liegen wir im guten dreistelligen Bereich.“ Genaue Zahlen könnten erst in der folgenden Woche nach Überprüfung genannt werden.

Damit wurde das anvisierte ehrgeizige Ziel von 1.250 Typisierungen – für jedes Jahr des Feuerwehrbestehens 10 Stück – zwar nicht erreicht. „Diese Zahl wollen wir aber weiterverfolgen und andere Aktionen ins Leben rufen“, verspricht Jan Beims. Zur Finanzierung der Typisierung, die pro registrierten Spender etwa 50 Euro kostet, haben die Feuerwehr Haverlah und der Verein „Wir helfen Kindern“ im Vorfeld des Jubiläums bei regionalen Unternehmen um Spenden gebeten. „Nicht nur Firmen waren dazu bereit, es gab auch viele Privatpersonen“, resümiert der Salzgitteraner Machura. Insgesamt seien 16.000 Euro zusammengekommen.

Beims und Machuara sahen mit Spannung auch dem großen Festumzumg am Nachmittag entgegen. Vierzig Vereine und Wehren hatten sich hierfür angemeldet. „Mit dabei ist auch unsere befreundete Wehr aus dem sächsischen Oberfrohna“, freut sich Feuerwehrmann Beims. Für den Abend erwartete er ebenfalls wieder mehr als 1.000 Gäste zur Party. Diese hatte ebenfalls einen Bezug zur Stammzelltypisierung: Ein Teil des Eintrittsgeldes – die Coverband Don’t beat Bubu stand auf dem Programm – kommt der Aktion zugute.

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