Ein Kindercafé entsteht am Bismarckturm in Salzgitter-Bad

Salzgitter-Bad.  Noch sitzt Ute Haverkamp auf dem Trockenen. Hier oben, 100 Meter über den Dächern von Salzgitter-Bad, geben die Wasserhähne noch nichts her.

Ute Haverkamp poliert die Küche. Schon bald sollen hier Suppen und Salate zubereitet werden.

Ute Haverkamp poliert die Küche. Schon bald sollen hier Suppen und Salate zubereitet werden.

Foto: Yvonne Weber

Doch bald soll es losgehen und das „Kindercafé Kulturentreff“ seine Türen am Bismarckturm öffnen. Das hofft jedenfalls die Vorsitzende des gleichnamigen Vereins.

Ute Haverkamp behilft sich vorerst mit unzähligen Wasserkanistern, um die Küche auf Vordermann zu bringen. Mit ihren Helfern hat sie die vergangenen Monate nicht nur das Mobiliar geräumt, sondern auch die Küche vom Fett befreit. Jetzt kommt ein vermutlicher Wasserrohrbruch im Wald sehr ungelegen, so kurz vor der Eröffnung. „Wenn das Wasser wieder fließt, brauchen wir zwei Wochen und dann können wir eröffnen“, ist Haverkamp optimistisch.

Die ersten Yoga-Abende und Wildkräuterkurse hat sie schon veranstaltet. Die Heilpraktikerin für Psychotherapie aus Liebenburg möchte neben einem großen Abenteuerspielplatz auf dem südlichen Außengelände eine neue Begegnungsstätte entstehen lassen. „Das Ambiente bietet so viele Möglichkeiten, sich zu bewegen und miteinander zu kommunizieren“, schwärmt Haverkamp. Dabei seien allerdings die finanziellen Mittel noch nicht geklärt. Die Anträge auf Fördergelder seien bei den verschiedenen Organisationen seit Monaten eingereicht. Haverkamp hofft auf positive Zeichen bis Ende Juli. Bis dahin will sie allerdings das kinderfreundliche Konzept mit ehrenamtlicher Hilfe beibehalten und mit familienfreundlichen Angeboten die Gäste nach oben locken.

Der Verein will die Veranstaltungslücke zwischen Freitag und Sonntag schließen. An den drei Tagen möchte Haverkamp mit ihrem und ihrem 20-köpfigen Team ab mittags die Türen für Familien öffnen. Jeder Wanderer oder Fahrradfahrer sei ebenfalls willkommen. Der Wintergarten soll das Herzstück des Cafés werden.

Als Selbstbedienungsgastronomie könnten die insgesamt 100 Plätze innen und außen wieder besetzt werden. Drei wechselnde Suppenangebote aus aller Welt sollen das herzhafte Menü dominieren. Das Attraktivste: Kinder essen kostenlos. „Die erste Suppe und das erste Getränk sollen für jedes Kind frei sein“, betont die Vorsitzende. Ein All-You-Can-Eat-Suppen-Büfett, zubereitet von Koch Reinhard Soletzki, soll sieben Euro kosten. Kaffee und Kuchen sowie saisonale Salate sind ebenfalls geplant. Gezielte Angebote für Kinder zwischen 4 und 14 Jahren werden zusätzlich entstehen.

Im großen Saal will Haverkamp Kurse für Yoga, Meditation und Selbstverteidigung anbieten. Der kleine Saal wird zum Beratungsbereich umfunktioniert. Und es gibt noch mehr Visionen für den Hamberg: „Wenn unser Konzept von den Salzgitteranern angenommen wird, könnten wir uns ein Heuhotel, eine Rodelbahn und drei Baumhäuser zum Übernachten vorstellen“, erzählt Haverkamp.

Aber erstmal soll es im kleinen Rahmen losgehen. Wann genau, wird noch bekanntgegeben.

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