Salzgitters Grüne fordern Einigkeit bei Wasserstoffzentrum

Lebenstedt.  Kreisverband und Fraktion setzen auf baldige konkrete Ergebnisse zum Aufbau des „Kompetenz- und Gründerzentrums“.

Besuchten Alstom in Sachen Wasserstoffzüge(von links): die Grünen-Politiker Detlev Schulz-Hendel (Landtag), Harald Wintjen (Vorstandssprecher Salzgitter), Viola von Cramon (Europaparlament) und Michael Dröse (Ratsherr).

Besuchten Alstom in Sachen Wasserstoffzüge(von links): die Grünen-Politiker Detlev Schulz-Hendel (Landtag), Harald Wintjen (Vorstandssprecher Salzgitter), Viola von Cramon (Europaparlament) und Michael Dröse (Ratsherr).

Foto: Michael Kothe

Die von den Grünen Anfang Oktober federführend beantragte und vom Rat beschlossene Initiative zum Aufbau eines „Kompetenz- und Gründerzentrums für Wasserstofftechnologie und alternative Antriebstechniken“ hat hohe Erwartungen geweckt (siehe auch den Bericht „Wasserstoffzentrum: Stadt erwartet Konzept für Aufbau bis Jahresende“ auf der ersten Lokalseite). Der Kreisverband hofft nun, dass zeitnah erste Ergebnisse vorliegen, sagt Vorstandssprecher Harald Wintjen im Gespräch mit unserer Zeitung. „Es wird nicht einfach sein, Fördermittel einzuwerben“, ahnt er.

Und das ist vorgesehen: Für die Entwicklung zur Kompetenzregion in Niedersachsen wird die Stadt in Abstimmung mit Wirtschaft und Wissenschaft ein Konzept vorlegen, das der Rat beschließen muss. Erarbeiten soll es eine Steuerungsgruppe aus Vertretern von Rat, Verwaltung, Unternehmen und Wissenschaft. Diese Runde soll eng verzahnt werden mit der von Ministerpräsident Stephan Weil im Juli gegründeten Arbeitsgruppe „Wirtschaftlicher Strukturwandel“.

Hier haben die Unternehmen Sitz und Stimme, die sich bereits mit Forschung, Entwicklung und Anwendung von innovativen, zukunftsweisenden und vor allem ökologisch verträglichen Wirtschaftsprojekten befassen. Außerdem gehören der AG Vertreter von Rat und Verwaltung sowie der Beauftragte für regionale Landesentwicklung Braunschweig, Matthias Wunderling-Weilbier, an. Aus ihr sind nach Angaben von Wirtschaftsdezernent Jan Erik Bohling nun zwei Arbeitskreise erwachsen, die sich zum einen mit der Gesamtkonzeption, zum anderen mit der Umsetzung konkreter Projekte befassen. Auf Basis des Konzeptes soll geprüft werden, wie weit Fördermittel von Bund, Land und EU zur Verfügung stehen.

Es gehe jetzt aber auch darum, für das Großprojekt „Wasserstoffzentrum“ öffentlich zu werben und regelmäßig über Fortschritte informiert zu werden. „Wir müssen das Thema auf die Bühne bringen – da sind die Parteien aufgerufen“, sagt Fraktionschef Marcel Bürger. „Alle müssen weiter an einem Strang ziehen – dieses Vorhaben wird kein Selbstläufer sein“, ergänzt Wintjen. Sein Plan ist nun, in Salzgitter regelmäßig einen „Wasserstofftag“ mit Vorträgen externer Fachleute zu veranstalten.

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