Neues Projekt klärt Salzgitters Siebtklässler über Süchte auf

Salzgitter.  „Klarsicht SZ“ heißt die Kooperation, die vier Partner unterschrieben haben. Start ist im Januar. Teilnehmen können alle weiterführenden Schulen.

Petra Siems vom Präventionsrat, Monika Rohde von der Polizei und Inga Wolter von der Stadt Salzgitter zeigen einige Utensilien aus dem Präventionskoffer.

Petra Siems vom Präventionsrat, Monika Rohde von der Polizei und Inga Wolter von der Stadt Salzgitter zeigen einige Utensilien aus dem Präventionskoffer.

Foto: Bernward Comes / Salzgitter Zeitung

Ein großangelegtes Projekt zur Suchtprävention startet im Januar für Siebtklässler an den weiterführenden Salzgitteraner Schulen. Die Vereinbarung zum Projekt „Klarsicht SZ“ unterzeichneten am Montag Vertreter der vier Partner AWO Salto Suchthilfe Salzgitter, Präventionsrat Salzgitter, Stadt Salzgitter und Polizeiinspektion (PI) Salzgitter-Peine-Wolfenbüttel.

Vor neun Monaten sei im Präventionsrat der Gedanke aufgekommen, ein entsprechendes Programm für alle Schulen der Stadt anzubieten, sagte Monika Rohde, Beauftragte für Jugendsachen bei der PI. Schnell sei klar gewesen, so etwas könne nicht eine Institution alleine machen und dass Kontinuität gefragt sei. „Wir vier stellen nun etwas auf die Beine, was die Jahre überdauert.“ Die Vereinbarung ist zeitlich unbefristet angelegt, nach fünf Jahren steht eine Überprüfung an, „mit dem Ziel einer Fortschreibung beziehungsweise Optimierung“, wie es in dem nur drei Seiten umfassenden Papier heißt.

Darum geht es im Kern: Die Heranwachsenden sollen, wie es Polizeichef Volker Warnecke formulierte, für die Gefahren stoffgebundener Süchte sensibilisiert werden. Sprich: Alkohol, Tabak, E-Zigaretten oder auch Wasserpfeifen wie Shishas.

Dazu gibt es einen Koffer mit allerlei Utensilien, wie etwa einer überdimensional großen Zigarettenpackung. Die nachgebildeten Zigaretten können von Schülern nach und nach gezogen werden. Auf jeder Zigarette steht ein Thema, dass zu Diskussionen anregen soll: Jugendschutzgesetzt, Hilfsangebote oder Einstieg etwa.

Die unterschiedlichen Themen und Utensilien verteilen sich in einem Mitmach-Parcours – der auf die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zurückgeht – auf fünf Stationen, die von den Siebtklässlern in Kleingruppen aufgesucht werden. Jeweils eine Doppelstunde ist dafür vorgesehen. Die Kooperationspartner haben sich vorgenommen, mit möglichst viele Vertreter aus ihren Reihen an die einzelnen Schulen zu kommen. „Es ist nachgewiesen, dass es besonders wirkungsvoll ist, die Schüler an den Schulen zu besuchen und dort mit ihnen ins Gespräch zu kommen“, so Rohde. Damit einhergehen solle auch der Aufbau von Kontakten zu den Schülern. Auch im Nachgang zu den Besuchen würden die Vertreter der vier Kooperationspartner zur Verfügung stehen.

„Was wir mit diesem Präventionsprojekt erreichen können“, sagte Salzgitters Sozialdezernent Dirk Härdrich, „brauchen wir hinterher nicht zu reparieren.“ Er sei sehr gespannt, wie das Projekt auf Dauer von den Schulen angenommen werde. Der Start ist für den Januar vorgesehen, erste Termine sind schon vereinbart. Die Koordination der Termine übernimmt die Salto Suchthilfe.

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