Vom Salzgittersee aus in die Tauchreviere der Welt

Lebenstedt.  Am Salzgittersee lässt sich Tauchen lernen: bei der Tauchabteilung „TG Sepia“, der Turn- und Sportgemeinschaft Jugenddorf Salzgitter.

Die Handbewegung von Melanie Grobe zeigt, dass alles in Ordnung ist. Gemeinsam mit Tauchlehrer Harald Wiegleb wird vor dem Tauchgang die Ausrüstung gecheckt.

Die Handbewegung von Melanie Grobe zeigt, dass alles in Ordnung ist. Gemeinsam mit Tauchlehrer Harald Wiegleb wird vor dem Tauchgang die Ausrüstung gecheckt.

Foto: Frank Schildener

„Wer hier tauchen lernt, kommt überall auf der Welt zurecht“, erklärt Abteilungsleiter Oliver Arsenjuk bei einem Besuch in der TG Sepia-Tauchbasis am Salzgittersee. Zwar dürfe überall am See getaucht werden, ein- und ausgestiegen werden dürfe jedoch nur an der Tauchbasis. „Hier gibt es das meiste zu sehen“, sagt er. Neben vielen Fischen und dem Bewuchs finde man auf dem Grund des Sees auch Überreste des alten Kieswerks.

„Wir hatten hier schon Sichtweiten von unter zwei Metern, dieses Jahr ist die Sicht aber wieder top“, erklärt er weiter. Gerade kommen Harald Wiegleb und Melanie Grobe aus dem Wasser. Sie erklären, wie der Gerätecheck vor dem Tauchgang abläuft. Getaucht werde grundsätzlich zu zweit, erklärt Wiegleb. Die Ausrüstung wird im Wasser gegenseitig gecheckt. Zu Coronazeiten geht das nur mit Maske auf und dem eigenen Mundstück des Atemreglers anstatt mit dem des Gegenübers.

Voll gefüllte Flasche hat 200 Bar

Im Trockenen zeigen sie kurz, wie das geht. Wiegleb kontrolliert den Druck der Pressluftflasche, die die für den Tauchgang benötigte Atemluft enthält. Grobe formt mit der Hand das Zeichen für OK. 200 Bar habe die Flasche, wenn sie richtig gefüllt sei, erklärt Arsenjuk. Das reiche, um einmal bequem der Länge nach durch den See zu tauchen oder um eine halbe Stunde an der tiefsten Stelle zu tauchen. Die liege im See bei zirka zwölf Metern.

„Bei 50 Bar Restdruck wird es Zeit aufzutauchen.“ Der Tauchgang sei dann für alle beendet. Probleme mit Dekompression gebe es im Salzgittersee nicht. „Das fängt erst um die 30 Meter Wassertiefe an.“ Das Tolle am Tauchen sei, dass man die Stunde nur bei sich sei, mit den Elementen und – so vorhanden – auch mit den Tieren und Pflanzen unter Wasser.

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Die Basisausbildung beginnt im Hallenbad

Wer tauchen lernen möchte, fängt mit der Basisausbildung im Hallenbad an. „Ganz wichtig ist, die richtige Wasserlage und den richtigen Flossenschlag für das Tauchen und Schwimmen unter Wasser zu lernen“, sagt der Abteilungsleiter. Je besser man sich im Wasser bewege, um so weniger Pressluft verbrauche man und umso länger könne getaucht werden. Ähnlich wie beim Schwimmabzeichen gebe es auch beim Tauchen Bronze, Silber und Gold, abgestuft nach Tiefen. Tauchausrüstung könne man sich zunächst beim Verein leihen. „Für den Anfang reichen Flosse, Maske und Badehose. Später sollte man sich einen eigenen Taucheranzug zulegen“, so Arsenjuk. Wen das lockt: Der nächste Tauchlehrgang startet im September.

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