Soldaten und Zollbeamte kämpfen in Salzgitter gegen Corona

Salzgitter.  Die Stadt hat Verstärkung bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie erhalten. Die Versorgungssituation in den Krankenhäusern ist wohl sichergestellt.

Oberbürgermeister Frank Klingebiel (Sechster von links) zusammen mit Gesundheitsdezernent Dirk Härdrich (links), Frank Drescher, Leiter der Kontaktnachverfolgung (Mitte), und neuen Teammitgliedern des Gesundheitsamtes, darunter Soldaten der Bundeswehr.

Oberbürgermeister Frank Klingebiel (Sechster von links) zusammen mit Gesundheitsdezernent Dirk Härdrich (links), Frank Drescher, Leiter der Kontaktnachverfolgung (Mitte), und neuen Teammitgliedern des Gesundheitsamtes, darunter Soldaten der Bundeswehr.

Foto: Stadt Salzgitter

Die Stadt hat bei ihrem Kampf gegen Corona personelle Unterstützung erhalten. Wie die Verwaltung mitteilte, verstärken seit Dienstag sechs externe Helfer das Gesundheitsamt. Sie sind dort im Wege der Amtshilfe tätig. Darunter sind vier Bundeswehrsoldaten. Sie unterstützen die Teams für Rachenabstriche und Kontaktnachverfolgung. Dazu gehören außerdem zwei „Containments-Scouts“ des Robert-Koch-Instituts (RKI). Seit Mittwoch gibt es zudem Verstärkung durch sieben Landesbeamte der niedersächsischen Finanzverwaltung.

Oberbürgermeister Frank Klingebiel hatte am Mittwoch eine geänderte Allgemeinverfügung erlassen, die die Maskenpflicht in den Innenstädten von Lebenstedt und Salzgitter-Bad, aber auch in der Nähe des Schulzentrums am Fredenberg verstärkt (unsere Zeitung berichtete). „Unsere Stadt befindet sich – wie viele andere niedersächsischen Kommunen auch – inzwischen in einer kritischen Phase der Corona-Pandemie“, hatte er vor der Presse gemahnt. Setze sich der exponentielle Anstieg der Fallzahlen fort wie bisher, „werden wir in Salzgitter, aber auch landes- und bundesweit nicht mehr in der Lage sein, Kontakte nachzuverfolgen, denn unser Gesundheitssystem war auf eine Pandemie dieses Ausmaßes nicht vorbereitet“, sagte der OB.

Sozialdezernent zieht ins Gesundheitsamt um

Daher seien die 52 Vollzeitstellen im Gesundheitsamt auf 100 aufgestockt worden. „Nur durch den beherzten Einsatz“ der Feuerwehr sowie ehrenamtlicher Hilfskräfte habe die Stadt den Betrieb des „Corona-Drive-Ins“ „schnell und unbürokratisch“ sicherstellen können, betonte Klingebiel..

Zudem hat der Sozialdezernent Dirk Härdrich, dem das Gesundheitsamt untersteht, seit Monatsbeginn seinen Dienstsitz vom Rathaus in die Behörde verlegt, die im Altklinikumsgebäude in Salzgitter-Bad untergebracht ist. Er soll sich vorerst während der sich zuspitzenden Krisenlage ausschließlich um den Kampf gegen Corona, die organisatorischen und personellen Belange des Gesundheitsamtes kümmern.

Versorgung in Krankenhäusern sichergestellt

Die Versorgungssituation im Helios-Klinikum und im St.-Elisabeth-Krankenhaus, insbesondere im Bereich der Intensivmedizin und der Beatmungsstationen, sei aktuell sichergestellt, sagte Klingebiel. Ein Engpass bei Intensivbetten und Beatmungsstationen sei derzeit nicht absehbar. Kurzfristig könnten landesweit etwa 3000 zusätzliche Intensivplätze geschaffen werden.

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