Gewerkschafter Hartwig erzählt Salzgitter-Geschichte

Salzgitter/Baddeckenstedt.  Die Salzgitter-Zeitung plant in den nächsten Wochen eine Reihe mit Erinnerungen des Baddeckenstedters.

Heinrich Hartwig aus Baddeckenstedt hat lange Zeit für die Gewerkschaft IGBE gearbeitet.

Heinrich Hartwig aus Baddeckenstedt hat lange Zeit für die Gewerkschaft IGBE gearbeitet.

Foto: Verena Mai

Heinrich Hartwig ist das, was man einen rüstigen Rentner nennt, und er hat schon viel gesehen in seinem Leben. Er hat zwei Bücher geschrieben, war als Politiker aktiv, aber die meiste Zeit seines Lebens hat die Gewerkschaftsarbeit eingenommen. Bei der, die damals noch IG Bergbau und Energie hieß. Auch in der Bundesknappschaft und der Bergbau-Berufsgenossenschaft war er tätig. Damit hat Hartwig einige Arbeitskämpfe miterlebt, viele Schicksale von Arbeitern in der Region erzählt bekommen, das Leben an Grenzen erfahren.

Als Vertreter der BRD weltweit rumgekommen

Er hat als Jugendsekretär bei der IGBE angefangen, wurde dort Geschäftsstellenleiter, war 23 Jahre Bezirksleiter des Landesbezirks, war in verschiedenen Aufsichtsräten und Ausschüssen auf Landesebene tätig. Hartwig war als hauptamtlicher Gewerkschafter Experte für Tarifangelegenheiten, wie er erzählt. Er hat auch für die Rentenversicherung gearbeitet, war als Delegierter der internationalen Vereinigung für soziale Sicherheit im Auftrag der Bundesknappschaft als Vertreter der Bundesrepublik Deutschland weltweit unterwegs. 1991 erhielt er das Bundesverdienstkreuz am Bande. Der 88-Jährige erzählt nun in lockerer Reihenfolge der Salzgitter-Zeitung, was er erlebt hat – und wie diese Erlebnisse sein Leben geprägt haben.

Hartwig kennt die Region und ihre Befindlichkeiten

Dabei ist Hartwig, der heute in Baddeckenstedt lebt und dort auch kommunalpolitisch gearbeitet hat, in der Region richtig herumgekommen. In Schöningen ist er zur Schule gegangen, bei der BKB (Braunschweigische Kohlenbergwerke) hat er Tischler gelernt und in dem Beruf gearbeitet. In Goslar war er Geschäftsstellenleiter der IGBE, zuletzt arbeitete er in Hannover. Als Mitglied des Aufsichtsrats der Preussag und der Ilseder Hütte war er bereits für Salzgitteraner zuständig. Später hat er unter anderem als Vorsitzender im Knappschaftsausschuss Salzgitter gewirkt, war aber auch unter anderem ehrenamtlicher Richter am Arbeitsgericht in Hildesheim und im Widerspruchsausschuss der BBG der Bezirksverwaltung Clausthal-Zellerfeld. Also einer, der die Befindlichkeiten in der Region kennt.

Von der Kindheit bis zur Gewerkschaftsarbeit

Hartwig, geboren 1931, wird in seinen Erinnerungen aus seiner Kindheit im Krieg berichten, von der Nachkriegszeit, seiner Lehre und der Gewerkschaftsarbeit. Zudem gibt es ein Extra-Kapitel zum Salzgitter-Erzbergbau in den 1970er-Jahren. Auch Bilder aus seinen Privatalben hat Hartwig dazu herausgesucht.

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