WEVG: Einzelne Strom- und Erdgasangebote werden teurer

Salzgitter.  Für den Erdgasbezug entstehen zusätzliche Kosten, weil Energielieferanten Emmissionszertifikate erwerben müssen. Beim Strom gibt es neue Messsysteme.

Um 0,46 Cent pro Kilowattstunde steigt ab Januar der Erdgas-Preis, wird aber aufgefangen durch verbesserte Bezugskosten.

Um 0,46 Cent pro Kilowattstunde steigt ab Januar der Erdgas-Preis, wird aber aufgefangen durch verbesserte Bezugskosten.

Foto: Karl-Josef Hildenbrand / dpa

Energielieferanten in Deutschland müssen ab Januar Emissionszertifikate für fossile Energieträger erwerben, dies regelt das Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG), so dass klimaschädliche Emissionen in den Bereichen Verkehr und Gebäude künftig ein Preisschild bekommen. Rainer Krause, kaufmännischer Geschäftsführer der WEVG, erklärt: „So entstehen für den Bezug von Erdgas zusätzliche Kosten von 0,46 Cent pro Kilowattstunde, die in die Kalkulation der Energiepreise mit einfließen werden, genau wie beispielsweise Netzentgelte, Steuern und Abgaben.“

„Beim Erdgas kann die staatlich vorgegebene CO 2 -Bepreisung, die ab Januar zum Tragen kommt, zunächst durch leicht verbesserte Bezugskosten und etwas niedrigeren Netzentgelten kompensiert werden“, erläutert Krause weiter. „Die leicht höheren Energiebeschaffungskosten beim Strom können durch gering gesunkene Netzentgelte kompensiert werden“, sagt Matthias Giffhorn, Vertriebsleiter der WEVG.

Moderne Messeinrichtungen beim Strom

Eine Besonderheit gibt es jedoch im Strom. „Die bisher in den Kunden-Verbrauchsstellen verbauten konventionellen Stromzähler werden auf der Grundlage des Messstellenbetreibergesetzes kontinuierlich durch moderne Messeinrichtungen beziehungsweise intelligente Messsysteme ersetzt“, erläutert Giffhorn, „hierdurch erhöhen sich die Kosten des Messstellenbetriebs, die auch Auswirkungen auf die Grundpreise der WEVG haben.“ Ab Januar gelten daher separate Grundpreise für die Messung mit konventionellen Wechsel- und Drehstromzählern, für die Messung mit modernen Messeinrichtungen und für die Messung mit intelligenten Messsystemen.

„In Abhängigkeit von der in der Kundenanlage installierten Messeinrichtung kommt der für diese Messeinrichtung geltende Grundpreis ab Januar kommenden Jahres zur Anwendung“, sagt Giffhorn. „Die Mehrkosten bei der Installation vom Einzeltarifzähler aufeine moderne Messeinrichtung belaufen sich auf 8,61 Euro brutto/Jahr, bei der Installation vom Doppeltarifzähler auf eine moderne Messeinrichtung auf 1,64 Euro brutto/Jahr.“ Die Grundpreise für konventionelle Stromzähler bleiben unverändert.

Tipps gibt es in den WEVG-Kundenzentren

In den beiden WEVG-Kundenzentren in Lebenstedt und Salzgitter-Bad können sich die Kunden zu den aufgrund der Covid-19-Pandemie veränderten Öffnungszeiten gern beraten lassen. Hier gibt es auch Tipps für die richtigen Energieprodukte. Nach wie vor bietet die WEVG ihren Kunden verschiedene Förderprogramme an:Beispielsweise die Umstellung der Heizungsanlage auf Erdgas oder Zuschüsse bei der Durchführung von E- oder Gas-Check – dies und einiges mehr können sich Kunden von der WEVG mitfinanzieren lassen. Eine komplette Übersicht der WEVG-Förderprogramme gibt es auf www.wevg.com.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder