Wilbur und seine Freunde begeistern in Kniki in Salzgitter-Bad

Salzgitter-Bad.  Das Theater con Cuore spielt mit seinem Puppentheater-Stück rund um das kleine Schweinchen vor etwa 125 Zuschauern in der Kniestedter Kirche.

Virginia Maatz und Ehemann Stefan (in der Hütte) vom Theater con Cuore brachten in der Kniestedter Kirche „Wilbur und seine Freunde“ auf die Bühne. Mit dabei: Schaf Henry, Ratte Templeton und Gans Gertrud.

Virginia Maatz und Ehemann Stefan (in der Hütte) vom Theater con Cuore brachten in der Kniestedter Kirche „Wilbur und seine Freunde“ auf die Bühne. Mit dabei: Schaf Henry, Ratte Templeton und Gans Gertrud.

Foto: Volker Machura

Jazz-Frühschoppen, Kleinkunst, Kabarett und Lesungen funktionieren in der Kniki (Kniestedter Kirche) in Salzgitter-Bad seit Jahrzehnten – und haben traditionell sehr guten Zuschauerzulauf.

Am Sonntagnachmittag zeigte das Theater con Cuore aus dem beschaulichen Städtchen Schlitz in Hessen nun in der Kniki, dass man mit professionellem Puppenspiel junges wie gleichermaßen älteres Publikum begeistern kann.

Mit dem Zuspruch von circa 125 Zuschauern zeigten sich Antje Fischer vom Kulturamt der Stadt Salzgitter sowie die beiden puppenspielenden Protagonisten Virginia und Stefan Maatz hochzufrieden. Ganz besonders freuten sie sich über die rund 40 Kinder, die unmittelbar vor der Bühne auf roten Turnmatten das Geschehen von „Wilbur und seine Freunde“ verfolgten.

Im Zentrum des gelungenen Bühnenbildes: die Farm von Herrn Zuckermann, auf der viele unterschiedliche Tiere eine Heimat gefunden haben. Dort leben beispielsweise die Spinne Charlotte, die „Ga-Ga-Gans“ Gertrud, das Schaf Henry und die listige Ratte Templeton. Zu dieser Besetzung kommt ein etwas trauriges, kleines Schweinchen namens Wilbur.

Das Mädchen Fern, das Wilbur großgezogen hat, darf den Kleinen nicht behalten – so landet er direkt neben dem Misthaufen auf Zimmermanns Farm. Traurig und ohne Freunde fristete Wilbur sein Dasein, bis sich Spinne Charlotte seiner annimmt.

Sie vermittelt zwischen den verschiedenen Tieren, so dass die Geschichte einerseits glücklich, andererseits aber auch etwas traurig endete: Charlotte verstirbt altersbedingt, Wilbur hingegen gewinnt auf dem Jahrmarkt einen Preis und Farmbesitzer Zuckermann lässt in weiter auf seiner Farm leben.

Das puppenspielende Ehepaar Maatz glänzte im Laufe des 60-minütigen Stücks mit schön gestalteten Puppenfiguren, beeindruckender Synchronität und den unterschiedlichsten Stimmlagen der dargestellten Farmtiere.

Insbesondere bei der Stimme von Gans Gertrud schien es so, dass Virginia Maatz vor ihrem Einsatz stets eine kleine Portion Helium eingeatmet hatte. Stefan Maatz überzeugte ebenfalls mit allen von ihm gespielten Charakteren – Schaf Henry und vor allem Schweinchen Wilbur kamen bei den jungen Zuschauern gut an.

Auch wenn gerade die ganz Kleinen im Publikum für die 60 Minuten sicherlich so einiges an Geduld aufbringen mussten, waren „Wilbur und seine Freunde“ ein Erfolg für die Kniki. „Sehr gerne bald wieder“, zog auch Antje Fischer vom Fachdienst Kultur ein positives Fazit.

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