Glück auf

„Langohren“, die keine Hasen sind

Ich warte auf die zukünftige Schlagzeile: „Langohren am Salzgittersee gesichtet”

Der Klimawandel hat uns im Griff – aber wie darauf reagieren? Tiere scheinen sich darauf schneller anzupassen, wie ich jüngst las. In der Biologie gilt: Größere Ohren, Beine oder Schnäbel sorgen in warmen Gebieten durch ihre bessere Durchblutung für eine erleichterte Regulierung der Körpertemperatur. Außerdem wird durch die größere Fläche die Wärme schneller nach außen geleitet. Eine australische Studie fand nun heraus, dass in über 150 Jahren sich die Schnäbel bestimmter einheimischer Papageienarten um bis zu zehn Prozent vergrößerten. Mäusen und Fledermäusen von Down Under wüchsen längere Schwänze und Flügel – weitere Zuwächse auch bei anderen Tierarten seien durch die Temperaturanstiege wahrscheinlich. Was wird das aus uns Rübenländern machen? Ich warte auf die zukünftige Schlagzeile: „Langohren am Salzgittersee gesichtet” – und dann werden wir nicht von Hasen sprechen…

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