Kursfahrt

Schüler des Lebenstedter Kranich-Gymnasiums packen mit an

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Die Schülerinnen und Schüler des Kranich-Gymnasiums in Salzgitter-Lebenstedt packten in Griechenland kräftig mit an.

Die Schülerinnen und Schüler des Kranich-Gymnasiums in Salzgitter-Lebenstedt packten in Griechenland kräftig mit an.

Foto: Privat

Katerini/Lebenstedt.  Im Rahmen der Kursfahrt nach Griechenland engagierten sich die Schüler bei einer Hilfsorganisation in Katerini – und machten spannende Erfahrungen.

Das war mal ein besonderer Ausflug: Im Rahmen des Seminarfachs „Krisen“ am Kranich-Gymnasium in Lebenstedt besuchte eine Schülergruppe während ihrer Kursfahrt die Hilfsorganisation „Kapnikos Stathmos“ in Katerini in Griechenland. Eine Woche lang hatten die Schüler und Schülerinnen so die Möglichkeit, einen Einblick in die Hilfsorganisation zu gewinnen und diese tatkräftig zu unterstützen.

Katerini gehört zu den Orten in Griechenland, die besonders hart von der Finanzkrise getroffen wurden. „Zwar sind Lebensmittel teils günstiger als bei uns, doch das Durchschnittseinkommen liegt um ein Vielfaches niedriger, wodurch die Menschen einen niedrigen Lebensstandard haben und es kaum Platz für Luxus gibt“, heißt es in der Mitteilung der Schule.

Die Organisation „Kapnikos Stathmos“ ist eine Bürgerinitiative, die es sich seit 2007 zum Ziel gemacht habe, die Bevölkerung zu unterstützen. Während ihrer Kursfahrt hatten die Schüler die Möglichkeit, unter anderem die Arbeit in der sozialen Küche und Apotheke kennenzulernen, in der an Bedürftige, teils komplett kostenlos, teils für eine Bezahlung in Form von kleineren Arbeiten, Essen und Medikamente bereitgestellt würden.

Engagiert für Flüchtlinge in Katerini

Möglich werde dies alles erst durch viele Sach- und Geldspenden, die sowohl von der lokalen Bevölkerung als auch aus anderen europäischen Ländern erbracht würden, sowie dank der tatkräftigen Mithilfe vieler freiwilliger Helfer. Aufgrund der vielen Sachspenden und einer guten Lagerlogistik sei die Organisation sogar in der Lage, sich zusätzlich in der Flüchtlingshilfe zu engagieren. „Auch die Schülergruppe hat in diesen Bereichen mitgewirkt, indem sie Hilfspakete für ein Flüchtlingslager in der Ägäis gepackt und verschickt und bei der Instandhaltung des Geländes mitgewirkt hat“, heißt es.

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Den Schülerinnen und Schüler habe die Reise gefallen. „Für uns alle waren diese Erfahrungen völlig neu, und wir fanden es sehr spannend, so eine Art sozialer Arbeit mitzuerleben und auch selbst konkret Hilfe zu leisten“, erklärte ein Schüler.

Kultur und Ambivalenz in Griechenland

Natürlich sei die Kursfahrt nicht nur von der freiwilligen Arbeit bestimmt gewesen, sondern auch vom Kennenlernen der griechischen Kultur und der – im Vergleich zu Deutschland – sehr angenehmen Herbstsonne an der griechischen Mittelmeerküste. Was für den Kurs geblieben ist, sei die Ambivalenz zwischen einem wunderschönen Land mit tollen Menschen und einer gastfreundlichen Kultur auf der einen Seite sowie den drückenden sozialen und gesellschaftlichen Problemen Griechenlands auf der anderen Seite, wie es in der Mitteilung des Gymnasiums abschließend heißt.

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