Vom Hauptschüler zum erfolgreichen Haverlaher Unternehmer

Haverlah/Othfresen.  Reinhard Hartung hat sich nach dem Hauptschulabschluss selbstständig gemacht. Und ist mittlerweile Geschäftsführer eines regionalen Unternehmens.

Reinhard Hartung vor einem einem Gabelstapler in seiner Logistikhalle.

Reinhard Hartung vor einem einem Gabelstapler in seiner Logistikhalle.

Foto: Volker Machura

Reinhard Hartung ist Fan von Eintracht Braunschweig und Borussia Dortmund. Die gelb-blauen Farben der Braunschweiger sind auch in seinen Logistikhallen unübersehbar. Gleichwohl ist er Vater, Großvater und ein erfolgreicher Unternehmer in der Region.

Aufgewachsen ist er in Baesweiler in Nordrhein Westfalen und in Lebenstedt. Später ausgestattet mit einem Hauptschulabschluss und einer Ausbildung als Koch, deutete 1980 noch nichts auf die folgende Karriere hin.

„Meine technischen Fähigkeiten waren sehr begrenzt, in der Schule musste ich Hauswirtschaftslehre, anstatt machen“, lacht Hartung. Anfang der 80-er Jahre machte Hartung sich im gastronomischen Bereich selbstständig, belieferte und bewirtschaftete Kantinen und Großküchen, Krankenhäuser, sowie Pflege- und Seniorenheime.

Unterstützung von Freunden und Familie

Das Geschäft nahm jetzt richtig Fahrt auf und „ohne Unterstützung der Familie und sehr engen Freunden wäre das nie etwas geworden“, ist sich der Unternehmer sicher.

Aus diesem Geschäft entstanden die beiden Firmen Herby und Sternenfrucht. Hartung ist einer der drei Geschäftsführer dort. Sie produzieren zu 100 Prozent vegane Fruchtsaftkonzentrate und gelten als einer der europäischen Marktführer.

Konzentrat für knapp 50 Millionen Liter Fruchtsäfte und dazugehörige Abfüllanlagen verlassen jährlich die Produktionshallen, die momentan von Haverlah, mit einem Investitionsvolumen von 10 Millionen Euro, nach Othfresen verlegt werden.

55 ist gerade die magische Zahl

Die Zahl „55“ ist dort aktuell eine magische Zahl. „Wir haben 55 Mitarbeiter, 55 Patente und 55 verschiedene Säfte anzubieten, aber die Zahl wird steigen“, verrät Hartung .

Die Produktionsanlagen werden penibel gesäubert, gewartet und instandgesetzt.

Selbst das Verpackungsmaterial wird in Eigenregie hergestellt und ist zu 95 Prozent recycelbar. Hinzu kommt eine Produktion, die ohne umweltschädliche Fluorchlorkohlenwasserstoffe klarkommt.

Hartung begegnet allen Mitarbeitenden mit einem Lächeln und einem freundlichen Wort. „Jeder von meinem Team ist fachlich auf seinem Gebiet besser als ich, das dürfen Sie mir glauben. Bei 20 Millionen Euro Umsatz pro Jahr schaffen wir das alles nur zusammen“.

Glückliche Mitarbeiter

Es gibt Kollegen, die bereits seit mehr als 30 Jahren in der Firma sind. eine personelle Fluktuation finde nicht statt, von Schwangerschaften mal abgesehen.

„Unser Chef ist ein Mann mit ganz großem Herzen, immer für alle da und unterstützt uns, wo er kann“, schwärmt Dorina Michelle Krebs, Auszubildende für kaufmännische Bürokommunikation. „Wenn es mir gut geht, dann muss es auch meinen Leuten gut gehen“, hat Hartung abschließend hinzuzufügen.

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