Eintracht-Sportdirektor Vollmann fordert Geduld

Braunschweig.  Die Suche von Eintracht Braunschweig nach Verstärkungen gestaltet sich schwierig. Der Fußball-Drittligist startet ohne Neuzugänge in die Vorbereitung.

Trainer Marco Antwerpen(links) und  Sportdirektor Peter Vollmann, hier nach der Partie gegen Magdeburg, suchen nach Verstärkungen, vor allem für die Offensive

Trainer Marco Antwerpen(links) und Sportdirektor Peter Vollmann, hier nach der Partie gegen Magdeburg, suchen nach Verstärkungen, vor allem für die Offensive

Foto: imago/Christian Schroedter

Mit einem Laktattest steigt Eintracht Braunschweig an diesem Sonntag in die Vorbereitung auf die Restsaison in der 3. Fußball-Liga ein, bevor es tags darauf in das acht Tage dauernde Trainingslager ins türkische Belek geht.

Neuzugänge wird es bis dahin aller Voraussicht nach nicht geben. „Wir werden die Geduld haben, den oder die richtigen Spieler zu verpflichten, auch bis zum letzten Tag des Wechselfensters“, sagt Peter Vollmann. Bis zum 31. Januar sind Transfers in Deutschland möglich. Der Eintracht-Sportdirektor, Trainer Marco Antwerpen und Aufsichtsrat Tobias Rau suchen gemeinsam nach Spielern, die „sofort in der ersten Elf spielen“, so Vollmann. Kein Geheimnis ist, dass Eintracht sich in der Offensive noch einmal neu aufstellen will. Schnell, zweikampf- , lauf- und dribbelstark sowie sicher im Abschluss – so lautet das Anforderungsprofil.

„Wir werden kein Risiko eingehen. Wenn wir nicht den Spieler bekommen, den wir suchen, werden wir keinen verpflichten“, betont Vollmann und: „Wir brauchen Spieler, die ihre Qualitäten auch dann auspacken, wenn es einmal nicht so gut läuft. Spieler, die eine Partie entscheiden.“ Die Analyse der Hinserie hatte unter anderem ergeben, dass Eintracht bei Laufleistung und Durchsetzungsstärke Defizite aufwies.

Zwei Profis, die jüngst mit Eintracht in Verbindung gebracht wurden, sind Mittelstürmer Benjamin Girth (27 Jahre) und Außen Manuel Farrona Pulido (26), beide vom Zweitligisten VfL Osnabrück. „Das sind im Moment keine Optionen“, stellt Vollmann fest. Für die offensiven Außenbahnen stehen mit Marcel Bär, Manuel Schwenk, Mike Feigenspan, Leandro Putaro und Kevin Goden bereits fünf Profis im Eintracht-Kader. Pulido sei „nicht der Typ, den wir suchen“.

Girth, von Holstein Kiel an Osnabrück ausgeliehen, sei zwar ein „interessanter und guter Drittligaspieler“, der aber in seiner Spielweise Nick Proschwitz und Orhan Ademi sehr ähnlich sei. „Ein Neuzugang sollte einen Unterschied darstellen zu den Spielern, die wir haben“, sagt Vollmann. Und solche sind rar auf dem zudem sehr umkämpften Markt. Bevorzugt wird von Eintracht ein Transfer innerhalb Deutschlands, doch auch in Skandinavien, Österreich, der Schweiz oder Osteuropa sondiert der Tabellenvierte die Angebote.

Als sehr schwierig gestaltet sich die Situation, den bestehenden Eintracht-Kader zu verkleinern. In Gesprächen mit den Profis und deren Beratern seien noch keine großen Fortschritte gemacht worden. „Wir werden das Trainingslager abwarten. Danach wissen alle, wo sie stehen und wie die Perspektiven bei Eintracht sind“, erklärt Vollmann.

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