„Es war laut, aber zu ertragen“

Wolfsburg  Höhenleitners Rückblick: Der Stürmer spricht über seine Verletzung und die Rückkehr bei den Grizzlys Wolfsburg.

Christoph Höhenleitner (Zweiter von links) bei seiner Rückkehr in Halbfinale 6 gegen Nürnberg.

Foto: regios24/Simka

Christoph Höhenleitner (Zweiter von links) bei seiner Rückkehr in Halbfinale 6 gegen Nürnberg. Foto: regios24/Simka

Zum zweiten Mal in Folge wurden die Grizzlys Wolfsburg im Play-off-Finale der Deutschen Eishockey-Liga von München gestoppt. Christoph Höhenleitner ist das Urgestein des Vereins, seit 2007 trägt er das Wolfsburger Trikot, erlebte alle drei Endspiel-Niederlagen mit. In den WN erzählt der Stürmer, wie die Spielzeit 2016/2017 vom Vorbereitungsstart im August bis zum entscheidenden Finale am 17. April aus seiner Sicht verlief.

„In Spiel 3 gegen Köln war es passiert. Bei einem Check von Corey Potter habe ich mir eine Gehirnerschütterung zugezogen, die gleiche Verletzung wie schon zu Saisonbeginn. Die drei Wochen Pause danach waren natürlich blöd für mich, eine schwere Zeit. Ich konnte gar nicht trainieren. Und ich wusste auch nicht, ob ich noch einmal eingreifen kann.

Zweieinhalb Wochen durfte ich wirklich gar nichts machen. Erst drei, vier Tage, bevor ich im sechsten Spiel gegen Nürnberg zurückgekehrt bin, durfte ich überhaupt erst wieder trainieren. Ich war mir selbst nicht so ganz sicher, ob es zu 100 Prozent gehen würde. Aber es ist dann für mich doch alles gut gegangen, und wir als Mannschaft haben die Serie auch zu Hause dank des 3:0-Siegs für uns entschieden und sind schließlich ins Finale eingezogen.

Ich habe den Jungs natürlich bei den Auswärtsspielen zu Hause am Fernseher oder Tablet die Daumen gedrückt, bei den Heimspielen war ich in der Halle. Obwohl es laut war, war es für den Kopf auch zu ertragen. Die Jungs habe ich kaum gesehen. Wenn ich in der Kabine war, dann habe ich ein paar Späße gemacht. Die Jungs waren alle sehr fokussiert und haben sich auch durch Niederlagen nicht aus der Bahn werfen lassen.

Ich glaube, es war Nürnbergs Marco Pfleger, der nach dem vierten Halbfinale gegen uns gesagt hatte: ,Wir liegen 1:3 hinten, haben aber eigentlich bisher alles richtig gemacht und waren die bessere Mannschaft.’ Ich sehe es so: Wenn wir 1:3 hinten gelegen hätten, dann können wir gar nicht alles richtig gemacht haben. Aber vielleicht waren diese Gedanken bei den Nürnbergern gut für uns.

Etwas Abwechslung hatte ich während meiner Gehirnerschütterung bei einem Fototermin für unseren Sponsor Volkswagen. Die Fotos haben Spaß gemacht, und es war auch nicht zu lange. Es war total locker. Erst haben wir Bilder in Privatklamotten gemacht, dann im Trikot. Groß in die Maske musste ich da nicht – die haben bestimmt ein gutes Computerprogramm, um das alles zu bearbeiten.“

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