Mannheims Hungerecker wechselt zu den Grizzlys Wolfsburg

Wolfsburg.  Während der Eishockey-Erstligist noch um einen Play-off-Platz kämpft, hat Manager Fliegauf schon diesen Toptransfer fürs nächste Jahr eingetütet.

Aus Mannheim nach Wolfsburg: Stürmer Phil Hungerecker schließt sich nach dieser Saison den Grizzlys an und will bei diesen nach einem kleinen Karriere-Tief durchstarten.

Aus Mannheim nach Wolfsburg: Stürmer Phil Hungerecker schließt sich nach dieser Saison den Grizzlys an und will bei diesen nach einem kleinen Karriere-Tief durchstarten.

Foto: imago/Passion2Press

Neulich in einem TV-Interview schon brüstete sich Charly Fliegauf vielsagend lächelnd damit, für die neue Saison bereits „weit zu sein“ in puncto Verpflichtung junger deutscher Spieler. Der Grizzlys-Manager hatte nicht zu viel versprochen: Stürmer Phil Hungerecker (25) vom deutschen Meister Adler Mannheim wechselt nach Informationen unserer Zeitung im Sommer zum Wolfsburger Eishockey-Erstligisten.

Der gebürtige Lüneburger war 2018 zum Neuling des Jahres in der DEL gekürt worden, hatte 2017/2018 in 58 Spielen 19 Tore geschossen und 12 weitere vorbereitet. Vergangene Spielzeit, als er mit den Mannheimern den Titel holte, kam er in 59 Partien auf 12 Tore und 9 Assists. Die aktuelle Saison (31 Spiele, 2 Tore, 2 Assists) verläuft indes nicht nach Wunsch für den fünfmaligen A-Nationalspieler, der -6 in der Plus-Minus-Bilanz stehen hat.

Trotz regelmäßiger Chancen auch in vorderen Reihen blieb Hungerecker unter dem früheren Grizzlys-Chefcoach Pavel Gross zuletzt meist nur eine Rolle im vierten Sturm. Sein Vertrag in Mannheim läuft aus. Es scheint, als ob beide Seiten eine Trennung für die beste Lösung hielten. Doch Hungereckers Potenzial ist groß, das weiß auch Fliegauf und schlug zu.

Hungerecker unterschrieb vermutlich einen Mehr-Jahres-Vertrag in der VW-Stadt, war auch von anderen Klubs umworben. Möglich, dass es eine Rolle gespielt hat, dass mit Chet Pickard und Garrett Festerling zwei Ex-Adler-Akteure bereits bei den Grizzlys spielen, mit denen Hungerecker 2018/19 deutscher Meister geworden war.

Der 1,84 Meter große und 88 Kilogramm schwere Außenstürmer gilt als sehr schnell auf den Kufen. Seine Schussseite ist links. Der Adendorfer EC ist sein Jugendverein, er spielte auch für die Hannover Indians und Scorpions, bei den Kassel Huskies und seit 2017 in Mannheim. Sein Bruder Leon Hungerecker ist übrigens Torwart bei Zweitligist Kassel und besitzt eine Förderlizenz für die Grizzlys, bei denen er gelegentlich mittrainiert.

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