„Vernünftig“: Grizzlys-Start erst am 13. November

Wolfsburg.  Die DEL und die Klubs haben den Saisonstart noch einmal nach hinten verschoben, für die Vorbereitung der Grizzlys Wolfsburg ändert das nichts.

Nachdem die DEL ihren Saisonstart auf den 13. November gelegt hat, liegt der Fokus bei Manager Charly Fliegauf und den Grizzlys auf der Erstellung eines Hygienekonzepts, das für die Wolfsburger auch wirtschaftlich sinnvoll ist - und möglichst viele Zuschauer in der Eis-Arena erlaubt. 

Nachdem die DEL ihren Saisonstart auf den 13. November gelegt hat, liegt der Fokus bei Manager Charly Fliegauf und den Grizzlys auf der Erstellung eines Hygienekonzepts, das für die Wolfsburger auch wirtschaftlich sinnvoll ist - und möglichst viele Zuschauer in der Eis-Arena erlaubt. 

Foto: Simka/regios24, Horstmüller/mago images / Montage WN

Endlich ist ein konkretes Datum genannt: Eishockey-Fans dürfen sich auf den 13. November freuen. Das ist der Termin, auf den sich die sportlichen Leiter der Klubs mit der DEL geeinigt haben. Auch Charly Fliegauf, Manager der Grizzlys Wolfsburg steht hinter den Plänen, auch wenn er sich ursprünglich einen früheren Auftakt der Saison 2020/21 gewünscht hatte. Denn durch den späteren Termin ist in dieser Spielzeit, in der es wieder darum geht, sportlich in der Liga zu bleiben, alles nun noch enger getaktet.

„Wir haben das gemeinsam entschieden, und es ist auch vernünftig“, sagte Fliegauf mit Blick auf die mehr als dreistündige Videokonferenz mit seinen Kollegen. Die Liga will damit mehrere Terminschwierigkeiten umschiffen: Vor dem 1. November hätte es keinen Auftakt geben können, weil die Corona-Bestimmungen in Berlin oder Baden-Württemberg das noch nicht erlaubt hätten. Dann kommt relativ schnell der Deutschland-Cup, das Nationen-Turnier, das in Krefeld stattfindet. Ebenfalls berücksichtigt sind Termine der europäischen Champions Hockey-League, die im Anschluss spielt. „Durch diese Entscheidung haben alle Beteiligten mehr Planungssicherheit“, sagt DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke.

DEL-Spielplan kommt im September

Was jetzt noch fehlt, ist der genaue Spielplan. Der wird es mit 52 Spieltagen an nur 142 Tagen bis zum geplanten Hauptrunden-Ende am 3. April in sich haben – aber mit ihm ist auch erst Mitte September zu rechnen. Vorher müssen die Klubs weiterhin an ihren Hausaufgaben arbeiten. Bis Ende August sollen alle ein Hygienekonzept erarbeiten. Tripcke sagt: „Selbstverständlich wissen wir, dass sich die Rahmenbedingungen in diesen Corona-Zeiten immer wieder ändern können. Daher können wir nur starten, wenn von den Behörden grünes Licht kommt und hierbei für die Klubs ein Spielbetrieb wirtschaftlich darstellbar ist. Besonders die individuellen Hygienekonzepte vor Ort sind nun extrem wichtig.“

Die Grizzlys haben bereits für den 10. August eine Runde von großen Stellenwert anberaumt, an der die Geschäftsführer Fliegauf und Rainer Schumacher sowie der Hygiene-Beauftragte Dr. Axel Gänsslen teilnehmen. Der sportliche Leiter ist optimistisch, dass eine ausreichende Anzahl an Fans in die Eis-Arena darf, damit Eishockey am Wolfsburger Standort rentabel sein wird – wenn das Konzept vom Gesundheitsamt der Stadt Wolfsburg genehmigt wird. „Wir werden unser Konzept im Laufe des Augusts dem Gesundheitsamt vorlegen. Wir hoffen natürlich, es findet Anklang und wird genehmigt“, so Fliegauf.

Fliegauf: „Nicht viel Spielraum für Verlegungen“

Die Krux daran: Alle Standorte sind gefordert, eine Genehmigung zu erhalten, um den geregelten Spielbetrieb zu ermöglichen. Und für alle muss der wirtschaftliche Rahmen passen, denn trotz reduzierter Zuschauerzulassungen müssen die Teams wirtschaftlich arbeiten. Mit Blick auf die enge Taktung sagt der Grizzlys-Manager: „Es gibt nicht viel Spielraum für Verlegungen.“ Und, so Fliegauf über eine erneute Ausdehnung von Covid-19: „auch nicht für andere Dinge, wenn etwas passieren sollte.“ Die genaue Ausarbeitung des Hygienekonzepts in Zusammenhang damit, was wirtschaftlich sein kann, genießt aktuell höchste Priorität, da muss die Kaderplanung hintenanstehen, wie Fliegauf sagt: „Aber es ist alles im Rahmen, für die letzten ein, zwei Positionen mache ich mir keine Sorgen.“

Am Vorbereitungsplan der Wolfsburger wird sich trotz der knapp zweiwöchigen Verschiebung nach hinten nichts ändern. Spätestens am 1. September soll Coach Pat Cortina seine komplette Mannschaft auf dem Eis zusammen haben. Die Spielfläche ist dann bereits rund eine Woche vorher bereitet. „Etwa 80 Prozent unserer Spieler sind schon hier“, sagt Fliegauf. Nur noch ausländische Profis wie Ryan Button, Mathis Olimb oder Keeper Chet Pickard reisen erst Ende August an. Final geklärt werden muss vor allem mit TV-Partner Telekom, wann das gemeinsame Vorbereitungsturnier aller DEL-Teams stattfinden und bei Magentasport laufen soll. Spielort wird der Düsseldorfer ISS-Dome sein. Ein Startschuss zwei Wochen vor dem Ligaauftakt wird schwierig angesichts der anderen Termine Anfang November.

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