So plant Cortina den neuen Sturm der Grizzlys Wolfsburg

Wolfsburg.  Die drei neuen Import-Stürmer des Eishockey-Erstligisten Grizzlys Wolfsburg sind gefunden – was Trainer Pat Cortina über die neue Offensive sagt.

Grizzlys-Trainer Pat Cortina behält sich die Entscheidung noch offen, wie er die Sturmreihen künftig zusammensetzt. Ein paar Kombinationen will er jedoch nicht ändern.

Grizzlys-Trainer Pat Cortina behält sich die Entscheidung noch offen, wie er die Sturmreihen künftig zusammensetzt. Ein paar Kombinationen will er jedoch nicht ändern.

Foto: Darius Simka / regios 24

Matti Järvinen, Max Görtz und Jordan Boucher heißen bekanntlich die drei neuen Import-Stürmer der Grizzlys. Mit ihnen ist der Angriff des Wolfsburger Eishockey-Erstligisten nahezu komplett. Wie sich Cheftrainer Pat Cortina die neue Abteilung Attacke vorstellt und wie es kurz vor dem Start des Eistrainings aussieht, erklärt der Italo-Kanadier im Gespräch mit unserer Zeitung.

Pat Cortina über ...

… den Unterschied zwischen dem Angriff im vergangenen und in diesem Jahr: „Am Saisonende hatten wir geschaut, wo wir Änderungen vornehmen können. Wir kamen zu der Erkenntnis, dass wir mehr Tiefe und etwas mehr körperliche Größe haben möchten, die wir nun hinzugefügt haben. Wir haben vielseitige Spieler, die verschiedene Rollen ausfüllen können.“

… seine Vorstellungen von der Zusammensetzung der Sturmreihen: „Ich habe noch keine Formationen festgelegt. Wir hatten einige Reihen, die gut gepasst hatten, wenn ich da an das Paar Mathis Olimb/Spencer Machacek oder an die Reihe Fabio Pfohl, Gerrit Fauser und Anthony Rech denke. Wir sollten versuchen, sie zusammenzulassen und zu schauen, ob wir den einen oder anderen neuen Spieler einbauen. Ich mag die Vorstellung, dass wir viele verschiedene Kombinationen spielen lassen können, denn das könnte in dieser Saison mit regelmäßig drei Spielen pro Woche nötig werden. Deshalb sind die Reihen bei mir nicht schon in Stein gemeißelt. Der Plan ist: Wir haben im Hinterkopf, was uns in der vergangenen Saison gefallen hat. Wir gehen aber offen an die Sache heran und achten darauf, was uns die ersten Trainingswochen lehren.“

… das neue ausländische Sturmtrio: „Järvinen, Görtz und Boucher sind komplette Eishockey-Spieler. Wir erwarten, dass sie nach vorne und hinten arbeiten. Sie sind vielseitig, können verschiedene Rollen spielen. Nehmen wir Järvinen: In der Vergangenheit spielte er in der Top-Reihe, in der er liefern musste, aber auch in den hinteren beiden Reihen, in denen er verteidigen sollte. Diese Vielseitigkeit und Fähigkeit zur Anpassung werden wir brauchen. Es sind die Schlüssel zum Erfolg bei drei Spielen pro Woche. Wir müssen die Eiszeit klug verteilen. Es werden nie dieselben Sechs in den ersten beiden Reihen und auch nie dieselben Sechs in den beiden hinteren Reihen spielen. Görtz ist auch ein sehr intelligenter Spieler. Er besitzt ganz offensichtlich offensive Fähigkeiten wie einen guten Schuss. Boucher spielt mit sehr viel Energie. Er ist ebenfalls ein cleverer Spieler, kann mit dem Puck etwas anfangen. Ich bin zuversichtlich, dass alle drei auch in unterschiedlichen Rollen einen großen Beitrag für uns leisten werden.“

… den aktuellen Gesundheits- und Fitnesszustand seiner Mannschaft: „Alle Spieler sind gesund. Zum Start des Mannschaftstrainings erwarte ich sie aber in unterschiedlicher Form zurück. Der Fitnesslevel des Einzelnen hängt auch von den Trainingsmöglichkeiten ab, die dieser in diesem Sommer aufgrund der Corona-Pandemie hatte. Diesen Umstand müssen wir berücksichtigen. Wir müssen die Spieler testen und anschließend im ersten Teil der Vorbereitung stärker als sonst individuell mit ihnen arbeiten. Im Vergleich zu normalen Jahren befinden wir uns angesichts des zwei Monate späteren Liga-Starts quasi erst im Juni. Wir haben genug Zeit, darauf einzugehen.“

… den geplanten Beginn des Mannschaftstrainings auf dem Eis: „Dank der Stadt und allen Verantwortlichen haben wir mittlerweile Eis. Der Nachwuchs nutzt es schon. Auch unsere Spieler können schon mal draufgehen. Sie mögen es, wenn sie vor dem offiziellen Trainingsstart schon auf den Schlittschuhen standen. Am 31. August geht es dann los. Die erste Woche besteht aus Akklimatisierung und Tests. Die erste echte Eiseinheit ist für Samstag, 5. September, terminiert. Wie ich schon sagte, wird das Training dann aber erst einmal sehr gruppenorientiert sein mit jeweils nur sieben bis neun Spielern.

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