Mösers Lage „ein großer Schock“ für Grizzlys-Kollege Pfohl

Wolfsburg.  Corona-Fall mit Folgen, drei Turnierspiele absolviert, Chaos beim Rivalen – das sagt Eishockeyprofi Fabio Pfohl von den Grizzlys Wolfsburg dazu.

Von seiner Kreativität im Sturmzentrum sollen die Grizzlys Wolfsburg profitieren: Fabio Pfohl ist mit seinen erst 25 Jahren schon eine wichtige Stütze des Teams.

Von seiner Kreativität im Sturmzentrum sollen die Grizzlys Wolfsburg profitieren: Fabio Pfohl ist mit seinen erst 25 Jahren schon eine wichtige Stütze des Teams.

Foto: City-Press / Grizzlys Wolfsburg/oh

Die Eishockey-Saison hat noch gar nicht richtig begonnen – und trotzdem ist schon viel los rund um den DEL-Klub Grizzlys Wolfsburg . Für das meiste Aufsehen sorgte Janik Mösers Corona-Infektion, die möglicherweise eine Herzmuskelentzündung beim Verteidiger hervorrief. Zur Erkrankung seines Kumpels, aber auch zur sportlichen Lage der Mannschaft nach drei von sechs Spielen der Magenta-Sport-Cup-Vorrunde äußert sich Center Fabio Pfohl im Gespräch mit unserer Zeitung.

Fabio Pfohl über ...

… Janik Mösers Gesundheitszustand: „Das war ein großer Schock für mich. Janik macht eine schwere Zeit durch. Ich kenne ihn, seit wir zwölf Jahre alt waren und gemeinsam in den DEB-Juniorenauswahlen spielten. Ich versuche auch, ihn aufzumuntern. Als Freund bewegt mich seine Situation. Ich wünsche ihm schnelle und 100-prozentige Genesung. Was ihm passiert ist, beunruhigt mich aber auch. Man sieht an ihm, welch schlimme Folgen Corona haben kann.“

… die ersten drei Grizzlys-Spiele im Magenta-Sport-Cup, ein 7:0 gegen ersatzgeschwächte Düsseldorfer, ein 1:3 in Krefeld und ein 2:3 gegen Bremerhaven: „Unser erstes Spiel war gut. Mit dem Match und Resultat aus Krefeld waren wir selbstverständlich nicht zufrieden. Gegen Bremerhaven lief es dann schon wieder in eine bessere Richtung. Ich bin froh, dass wir diese Vorbereitungsspiele haben, damit wir jetzt an einigen Defiziten arbeiten können und diese nicht mit in die Saison schleppen.“

… die noch herrschenden Mängel im Grizzlys-Spiel: „Es sind überall kleine Details, die wir noch besser machen können. Zum Beispiel unsere Arbeitseinstellung in der defensiven Zone, die Scheibenkontrolle in der neutralen Zone, das Spiel in die Tiefe in der offensiven Zone. Dort müssen wir das Risiko minimieren, die Scheiben zum Tor bringen und den Killerinstinkt beweisen. Wir befinden uns in der Vorbereitung, haben noch ein paar Wochen Zeit. Ich habe vollstes Vertrauen in unsere Mannschaft.“

… die läuferische Klasse und die Geschwindigkeit der Grizzlys, die diese aber bisher nur im letzten Drittel in Krefeld in Form eines hohen Forecheckings schon richtig ausgespielt hatten: „Es kommt natürlich auch immer darauf an, was der Gegner spielt und vorhat. Aber es wäre auch schlimm, wenn jetzt schon alles perfekt wäre in unserem Spiel. Manches braucht halt noch seine Zeit. Auch das Selbstvertrauen muss sich erst noch aufbauen. Aus dem Krefeld-Spiel können wir viel lernen. Auf jeden Fall gehört es aber grundsätzlich zu unserer taktischen Marschroute, dass wir unser Tempo und unsere läuferische Klasse gegen die Gegner ausspielen wollen.“

… die Ziele für die drei verbleibenden Gruppenspiele beim Magenta-Sport-Cup: „Das Ziel ist, das bestmögliche Ergebnis für die Mannschaft zu erzielen. Egal, was am Ende auf der Anzeigetafel steht, müssen wir sagen können, dass wir ein gutes Spiel gemacht haben. Klar ist aber auch: Jedes Turnier, das man spielt, möchte man gewinnen. Trotzdem geht es im Moment darum, das bestmögliche Ergebnis als Mannschaft abzuliefern.“

… DEL-Konkurrent Krefeld, der mit hausgemachten Problemen derzeit für viele Negativ-Schlagzeilen sorgt und gerade erst verpflichtete Spieler bereits wieder verliert: „Die Situation aus der Ferne zu beurteilen, ist schwierig. Aber generell kann man sagen: Es ist schlimm für Krefeld, die Stadt, den Verein, die Fans und selbstverständlich für die dortigen Spieler. Da fühlt man schon mit allen Betroffenen mit und ist traurig darüber.“

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder