In Sandhausen gelang die Wende

Eintracht kam nach der Winterpause wie in den Vorjahren nur schwer in Gang. Bei der Heim-Pleite gegen St. Pauli gab es Pfiffe.

Braunschweigs Christoffer Nyman nimmt gegen Erzgebirge Aue Maß.

Braunschweigs Christoffer Nyman nimmt gegen Erzgebirge Aue Maß.

Foto: Florian Kleinschmidt

14. Spieltag

Nyman trifft und legt für Domi auf

Nach drei sieglosen Spielen gelang Ende November auf eigenem Rasen endlich wieder ein heiß ersehnter „Dreier“. Beim 2:1-Erfolg gegen 1860 München hatte Torsten Lieberknecht Christoffer Nyman im Sturm neben Domi Kumbela aufgestellt, und beide Angreifer bedankten sich mit Toren. In einem interessanten, wenn auch nicht hochklassigen Schlagabtausch traf Nyman zur Führung. Nach der Pause fand der Schwede Kumbela, dem mit seinem neunten Saisontor die Vorentscheidung gelang, auch wenn Olic’ Anschlusstreffer die Partie noch einmal spannend machte.

Tore: 1:0 Nyman (16., Linksschuss), 2:0 Kumbela (65., Rechtsschuss), 2:1 Olic (72., Linksschuss).

15. Spieltag

Rostig bei den „Eisernen“

In einer Montagabend-Partie, die ganz treffend als „trist“ zu bezeichnen war, musste sich die Eintracht im Stadion an der Alten Försterei dem Team von Union Berlin mit 0:2 geschlagen geben. Nach einer an Höhepunkten armen ersten Halbzeit hatte Kumbela die Großchance zur Führung, doch Unions Torhüter Busk lenkte den Ball an den Pfosten. Kurz darauf gingen die Gastgeber durch Hedlund in Führung, in der 82. Minute machte Daube den Sack gegen harmlose Braunschweiger zu.

Tore: 1:0 Hedlund (56., Linksschuss), 2:0 Daube (82., Linksschuss).

16. Spieltag

Zurück an der Tabellenspitze

Auch nach neun Heimpartien blieben die Löwen auf eigenem Rasen ungeschlagen. Beim 3:2-Erfolg gegen Arminia Bielefeld konnten sie sich erneut bei ihrem Toptorjäger Domi Kumbela bedanken: Den 1:1-Ausgleich bereitete er mit einem Handspiel vor, die Treffer zum 2:1 und 3:2 erzielte der Deutsch-Kongolese selbst. Durch den achten Heimsieg der Saison eroberte die Lieberknecht-Elf sich die Tabellenführung zurück, die sie am Wochenende zuvor an den VfB Stuttgart verloren hatte.

Tore: 0:1 Voglsammer (4., Kopfball), 1:1 Nyman (30., Rechtsschuss), 2:1 Kumbela (55., Rechtsschuss), 2:2 Klos (75., Rechtsschuss), 3:2 Kumbela (76., Rechtsschuss)

17. Spieltag

Herbstmeister vor 96 und VfB

Seit September hatten die Blau-Gelben auswärts nicht mehr gewonnen, ein Umstand, den sie im letzten Spiel der Hinrunde Mitte Dezember ändern wollte. Dass bei abstiegsbedrohten Karlsruhern unter dem Strich nur ein torloses Remis herauskam, war der magischen Anziehungskraft des Karlsruher Aluminiums geschuldet. Maximilian Sauer und Saulo Decarli trafen den Querbalken, spielerisch blieben die Gäste allerdings blass, fanden die Löwen nie zur richtigen Einstellung. Dennoch stand am Ende des Spieltags die Tabellenführung mit 34 Zählern – zwei mehr als die punktgleichen Teams aus Hannover und Stuttgart, die im Gleichschritt patzten.

Tore: Fehlanzeige.

18. Spieltag

Hannover zieht vorbei

Alter Schwede, war das knapp! Mit reichlich Sand im Getriebe kam die Eintracht aus der Winterpause. So führte Gastgeber Würzburg lange Zeit gegen die Braunschweiger, ehe Christoffer Nyman seinen Blau-Gelben mit einem Volley-Treffer in der Nachspielzeit zumindest einen Punkt rettete. Das fünfte Saisontor des Schweden konnte allerdings nicht verhindern, dass Hannover 96 im Klassement an den (punktgleichen) Braunschweigern wieder vorbeizog.

Tore: 1:0 Rama (34., Rechtsschuss), 1:1 Nyman (90.+1, Rechtsschuss).

19. Spieltag

St. Pauli schockt die Heimfans

Als Aufstiegsanwärter gegen den Tabellenletzten zu verlieren, ist besonders ärgerlich – vor allem zu Hause. Insofern war die 1:2-Heimpleite gegen Ewald Lienens FC St. Pauli eine ganz bittere Pille. Unzufriedenheit und Nervosität wuchsen bei den Eintracht-Fans, die sich mittlerweile an den Platz in der Sonne gewöhnt hatten. Doch Eintracht spielte nicht wie ein Spitzenteam, St. Pauli nicht wie ein potenzieller Absteiger. In der sieben Minuten dauernden Nachspielzeit traf der eingewechselte Suleiman Abdullahi nur noch zum Anschluss – und die Eintracht fiel auf den Relegationsplatz zurück.

Tore: 0:1 Sobiech (7., Kopfball), 0:2 Cenk Sahin (72., Linksschuss), 1:2 Abdullahi (90.+6, Kopfball).

20. Spieltag

Nur ein Punkt beim „Club“

Bis auf vier Positionen wechselte Torsten Lieberknecht nach der Pauli-Niederlage die komplette Startelf aus. Die spielerische Leichtigkeit, die der Eintracht schon gegen Ende der Hinrunde abhandengekommen war, brachte diese Maßnahme allerdings auch nicht zurück. Mit einer defensiven Ausrichtung kam der Deutsche Meister von 1967, der durch Christoffer Nymans Treffer in Führung gegangen war, aber immerhin zu einem 1:1 beim 1. FC Nürnberg.

Tore: 0:1 Nyman (23., Rechtsschuss), 1:1 Sabiri (53., Linksschuss).

21. Spieltag

Plötzlich nur noch Vierter

„Wir lechzen nach einem Dreier“, hatte Lieberknecht vor der Partie gegen Schlusslicht Aue bekannt, doch die Krise der Löwen setzte sich auch im vierten Spiel nach der Winterpause fort. An der Hamburger Straße gelang wieder nur ein 1:1-Unentschieden. Dabei hatte Phil Ofosu-Ayeh die Heimelf in der zehnten Minute nach Flanke von Ken Reichel in Führung geschossen. Der Deutsch-Ghanaer war es allerdings auch, der nach einer knappen Stunde den Handelfmeter verschuldete, den die Sachsen zum Ausgleich verwandelten. Erstmals in dieser Saison rutschte die Eintracht aus den drei Spitzenplätzen gegen Auer, die bestimmt nicht spielerisch glänzten.

Tore: 1:0 Ofosu-Ayeh (10., Rechtsschuss), 1:1 Nazarov (57., Handelfmeter).

22. Spieltag

Boland bringt die Erlösung

Im fünften Pflichtspiel des Jahres beim SV Sandhausen konnte die Eintracht endlich gewinnen und damit ihre Winterkrise beenden. Ausgerechnet Mirko Boland, den Torsten Lieberknecht endlich mal wieder zurück in die Startformation beordert hatte, erzielte beim 1:0-Sieg mit einem Kopfball-Abstauber das Tor des Tages. Der Routinier im zentralen Mittelfeld hatte bis dahin eine eher bescheidene Saison gespielt, doch als das Team ihn am dringendsten brauchte, war Kämpfer Boland mit einer guten Leistung – und Köpfchen! – zur Stelle. Das sollte bis Saisonende so bleiben.

Tore: 0:1 Boland (71., Kopfball).

23. Spieltag

Boland verschießt, Reichel trifft

Im Topspiel gegen Tabellenführer Stuttgart sorgte Ken Reichel schon nach drei Minuten für Ernüchterung im Eintracht-Stadion, als ihm auf regennassem und tiefem Geläuf ein Rückpass misslang, den Carlos Mané zur VfB-Führung nutzte. Eine halbe Stunde später hatte Boland den Ausgleich auf dem Fuß, scheiterte beim Elfmeter aber an Stuttgarts Keeper Langerak. Zehn Minuten später machte es Reichel dann besser und traf vom Punkt aus zum am Ende verdienten 1:1-Endstand gegen den Bundesliga-Absteiger in die Maschen. Eintrachts Norwegen-Import Gustav Valsvik war zuvor im Strafraum regelwidrig umklammert und zu Boden gebracht worden.

Tore: 0:1 Mané (3., Rechtsschuss), 1:1 Reichel (42., Foulelfmeter).

24. Spieltag

Last-Minute-Sieg am Rhein

Bei heimschwachen Düsseldorfern gerieten die Blau-Gelben zunächst in Rückstand, ehe am Ende mit etwas Glück ein 2:1-Sieg auf der Anzeigetafel aufleuchtete. Dusel hatte die Eintracht direkt nach dem Seitenwechsel, denn das 2:0 für die Fortuna wurde aufgrund einer zweifelhaften Abseitsentscheidung aberkannt. So kam die Eintracht trotz mäßiger Leistung durch den Ausgleich von Christoffer Nyman und einen späten Treffer von Onel Hernández schließlich doch noch zu einem schmeichelhaften Erfolg. Aber am Ende zählten nur die Punkte.

Tore: 1:0 Bormuth (37., Rechtsschuss), 1:1 Nyman (60., Rechtsschuss), 1:2 Hernandez (89., Rechtsschuss).

25. Spieltag

Reichels Hammer zum Dreier

Wie schon in Düsseldorf ließen sich die Löwen beim 3:2-Erfolg gegen Heidenheim mit ihrem Siegtreffer ganz viel Zeit. „Wenn man zweimal einen Rückstand dreht, dann ist das eine Wahnsinnsleistung der Mannschaft“, befand Torsten Lieberknecht nach der attraktiven und spannenden Partie, der Ken Reichel mit einer brutalen linken Klebe zum 3:2 in der 92. Minute das Sahnehäubchen aufsetzte. Es war nicht Reichels erstes Traumtor in dieser Saison, und es sollte nicht sein letztes sein. Die Eintracht rückte endlich wieder auf Rang drei vor.

Tore: 0:1 Schnatterer (3., Rechtsschuss), 1:1 Boland (33., Linksschuss), 1:2 Feick (73., Foulelfmeter), 2:2 Nyman (78., Rechtsschuss), 3:2 Reichel (90.+2, Linksschuss).

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